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Was ist unsere erste Zahn-Erinnerung?

Es sind häufig nur ganz besondere Ereignisse oder speziellen Sinneswahrnehmungen wie Gerüche und Geschmäcker aus unserer frühesten Kindheit, an die wir uns erinnern. Die dentale Online-Umfrageplattform DentaVox wollte jetzt wissen, welche früheste Erinnerung uns in Bezug auf unsere Zähne im Gedächtnis geblieben ist.

Ausfallen der Milchzähne

Fast 8.000 Personen nahmen an der Online-Befragung teil und verrieten, welche frühe Erinnerung sie mit ihren Zähnen in Verbindung bringen. Mit Abstand am häufigsten (37 %) konnten sich die Befragten an das Ausfallen eines Milchzahns erinnern. Auf Platz zwei der dentalen Erinnerungen schaffte es mit 12 % der Zahnschmerz. Dicht darauf folgte die Erinnerung, die Zähne von anderen geputzt zu bekommen (11 %) und Zahnpasta zu essen (9 %). Für insgesamt 8 % der Teilnehmenden war eine Zahnarztpraxis oder eine Zahnbehandlung das erste dentale Erlebnis, das ihnen präsent war.

Späte Zahn-Erinnerung

In der Regel stammen unsere ersten Kindheitserinnerungen bereits aus dem Lebensalter von drei bis vier Jahren. Die Befragten datierten ihre Zahn-Erlebnisse mehrheitlich auf das Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Das deckt sich mit dem Alter des Milchzahnverlustes. Vor diesem Zeitpunkt scheinen wir unsere Zähne als Kinder einfach nicht stark wahrzunehmen.

Bleiben zahnärztliche Ratschläge im Gedächtnis?

In der Umfrage sollten die Teilnehmenden ebenfalls Angaben zu den ersten zahnärztlichen Ratschlägen machen, die sie bekommen hatten. Demnach konnten sich 68 % noch an Ratschläge fürs Putzen der Zähne, 53 % an Empfehlungen zur Wahl der Zahnbürste und 50 % zur Wahl der Zahnpasta erinnern.

Erinnerungen auffrischen

Wenn Sie Ihre Erinnerungen zum Thema Zahnpflege auffrischen wollen, können Sie immer wieder beim Team Ihrer behandelnden Zahnarztpraxis nachfragen. Die Aufklärung zur Mundhygiene ist neben der eigentlichen Behandlung ein Kernpunkt der zahnärztlichen Arbeit.

Überprüfen Sie gemeinsam regelmäßig, ob Sie die richtige Zahnbürste verwenden, ob die Zahnpasta zu Ihrer Zahnsituation passt und lassen Sie sich Tipps zur Zahnzwischenraumpflege geben. So haben Sie lange Freude an Ihren natürlichen Zähnen und fördern gleichzeitig Ihre Allgemeingesundheit.

Zahnersatz kann vor Demenz schützen

Mit jedem verlorenen Zahn wächst das Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung – aber nicht für Menschen, die Zahnersatz haben wie eine Studie am New Yorker „NYU Rory Meyers College of Nursing“ herausgefunden hat. Das Forscherteam analysierte 14 Studien über den Zusammenhang zwischen Zahnverlust und kognitiven Funktionen, an denen insgesamt über 34.000 Erwachsene teilnahmen. Sie fanden heraus, dass Zahnverlust mit einem 1,48-fach höheren Risiko für kognitiven Abbau und einem 1,28-fach höheren Risiko für Demenz verbunden war, selbst nachdem sie andere Faktoren kontrolliert hatten.

Positive Wirkung von Zahnersatz

Diejenigen, die Zahnersatz trugen, hatten jedoch nicht das gleiche Risiko. Tatsächlich fanden die Forscher keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Zahnverlust und kognitivem Abbau bei Menschen mit Zahnersatz. Menschen mit fehlenden Zähnen waren eher kognitiv beeinträchtigt, wenn sie keinen Zahnersatz hatten.

„Angesichts der schwindelerregenden Zahl von Menschen, bei denen jedes Jahr Alzheimer und Demenz diagnostiziert wird, und der Möglichkeit, die Mundgesundheit über die gesamte Lebensspanne zu verbessern, ist es wichtig, ein tieferes Verständnis des Zusammenhangs zwischen schlechter Mundgesundheit und kognitivem Abbau zu gewinnen“, sagte Bei Wu, Professor am NYU.

Gute Mundhygiene im Fokus

Frühere Forschungen haben einen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und kognitiver Beeinträchtigung sowie Demenz gezeigt. Einige Forscher haben vermutet, dass fehlende Zähne zu Schwierigkeiten beim Kauen führen könnten, was wiederum zu einem Nährstoffmangel im Gehirn führen könnte. Andere Studien haben auf einen Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankungen und Alzheimer-Krankheit hingewiesen. Alternativ könnte es sein, dass Zahnverlust ein Symptom für sozioökonomische Deprivation ist, die ebenfalls ein Risikofaktor für kognitiven Verfall ist.

„Diese ‚Dosis-Wirkungs-Beziehung‘ zwischen der Anzahl fehlender Zähne und dem Risiko einer verminderten kognitiven Funktion stärkt die Beweise, die Zahnverlust mit kognitiver Beeinträchtigung in Verbindung bringen, erheblich und liefert einige Hinweise darauf, dass Zahnverlust den kognitiven Verfall vorhersagen kann“, sagte Xiang Qi, Doktorand am NYU.

Die Forscher vermuten, dass eine gute Mundhygiene sogar schützend wirken kann. „Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer guten Mundgesundheit und ihre Rolle bei der Erhaltung der kognitiven Funktion“, so Wu.


Quelle: sciencedaily.com

Mit Reishülsen-Flüssigrauch gegen Parodontitis

Die Volkskrankheit Parodontitis sorgt stetig für neue Forschungen. Jetzt haben indonesische Forscher einen eher ungewöhnlichen Therapieansatz untersucht. Die Hauptrolle spielt darin Liquid Smoke aus Reiskörner.

Eigentlich sind Reishülsen bei der Reisernte in Asien ein Abfallprodukt. Doch verarbeitet man sie zu Flüssigrauch weiter, soll dieser Rauch viele positive Eigenschaften haben. Das untersuchte eine indonesische Forschergruppe nun, um eine mögliche Behandlung von Parodontitis durch den Flüssigrauch auszuloten.

Behandlung von Parodontitis mit Flüssigrauch

Der Flüssigrauch mit Raucharoma kann aus verschiedenen Materialien durch Pyrolyse hergestellt werden. Er findet am häufigsten in der Lebensmittelindustrie Anwendung, um dort den Geschmack des Räucherns zu simulieren. Der aus den Reishülsen produzierte Liquid Smoke soll antioxidative, antidiabetische und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Jedoch konnten diese Effekte bisher noch nicht wissenschaftlich belegt werden.

Die indonesischen Forscher publizierten ihre Ergebnisse zur Auswirkung von Liquid Smoke auf das Parodont im European Journal of Dentistry. In ihrer Studie behandelten sie Ratten mit Porphyromonas-gingivalis-induzierter Parodontitis für zwei beziehungsweise sieben Tage mit Reishülsen-Flüssigrauch. Die Kontrollgruppe erhielt dagegen keine Behandlung gegen die Parodontitis. Anschließend führten die Forscher durch eine Immunhistochemie eine Analyse des Knochens und des Sulkus durch.

Positiver Effekt erkennbar

Die spannenden Ergebnisse: Tatsächlich verringerten sich die Entzündungsmarker, und die Proliferationsmarker stiegen an. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Liquid Smoke aus Reishülsen einen positiven Effekt auf Porphyromonas-gingivalis-induzierte Parodontitis hat. Das liege zum einen an der Hemmung der proinflammatorischer Zytokinproduktion und zum anderen an der direkten Inhibition gramnegativer Bakterien wie Porphyromonas gingivalis.


Quelle: Budhy TI, Arundina I. et al: „The Effects of Rice Husk Liquid Smoke in Porphyromonas gingivalis-Induced Periodontitis” published in Eur J Dent Epub ahead of print. PMID: 34041725 on May 26, 2021.

Weisheitszahn-OP kann Geschmackssinn verbessern

Eine neue Studie, die von Forschern der Medizinischen Fakultät der Universität Pennsylvania durchgeführt wurde, hat einen interessanten Befund im Zusammenhang mit der Entfernung von Weisheitszähnen entdeckt. Laut den Forschern können Patienten, denen die Weisheitszähne gezogen wurden, noch Jahrzehnte nach der Operation verbesserte Geschmacksfähigkeiten haben.

„Frühere Studien haben nur auf negative Auswirkungen auf den Geschmack nach der Extraktion hingewiesen, und es wurde allgemein angenommen, dass sich diese Auswirkungen im Laufe der Zeit auflösen“, sagte der Forscher Richard L. Doty, Ph.D. „Diese neue Studie zeigt uns, dass sich die Geschmacksfunktion zwischen dem Zeitpunkt der Operation und bis zu 20 Jahre später tatsächlich leicht verbessern kann. Das ist ein überraschender, aber faszinierender Befund, der weitere Untersuchungen verdient, um besser zu verstehen, warum er sich verbessert und was er klinisch bedeuten könnte.“

Langfristige Geschmacksverbesserung

Für die Studie analysierten die Forscher die Daten von mehr als 1.200 Patienten, die ihren Geschmack in einem lokalen Testcenter untersuchen ließen. Von dieser Gruppe hatten fast 900 ihre Weisheitszähne entfernt bekommen. Bei dem Geschmackstest probierten die Teilnehmer fünf verschiedene Lösungen und mussten dann angeben, ob sie salzig, süß, bitter oder sauer waren.

Insgesamt schnitten diejenigen, denen die Weisheitszähne entfernt wurden, beim Geschmackstest besser ab als diejenigen, die ihre Weisheitszähne noch hatten. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen, denen die Weisheitszähne entfernt wurden, tendenziell besser abschnitten als Männer, denen die Weisheitszähne ebenfalls entfernt wurden. Die Studie zeigte, dass der Unterschied subtil war – die Teilnehmer erlebten einen Geschmacksunterschied von bis zu zehn Prozent, wenn ihre Weisheitszähne entfernt wurden.

Die Forscher erklärten, dass dieser Trend möglicherweise auf die Art und Weise zurückzuführen ist, wie die Nerven nach einer Extraktionsoperation beeinflusst werden. Die Freilegung der Nerven im Mund während der Operation kann die Geschmacksknospen im gesamten Mund tatsächlich empfindlicher machen.

Weitere Studien notwendig

„Weitere Studien sind notwendig, um den Mechanismus oder die Mechanismen hinter der extraktionsbedingten Verbesserung der Geschmacksfunktion zu bestimmen“, sagte Dr. Doty. „Die Effekte sind subtil, aber sie könnten einen Einblick geben wie eine langfristige Verbesserung der Nervenfunktion aus der Veränderung der Umgebung, in der sich die Nerven ausbreiten, resultieren kann.“

Quelle: Sciencedaily

VOCO wird neuer DENTAGEN-Partner

VOCO – Die Dentalisten ist ab sofort neuer Kooperationspartner von DENTAGEN. Das konzernunabhängige und inhabergeführte Familienunternehmen VOCO zählt heute zu den international führenden Herstellern in der Branche und bietet Dentallaboren Medizinprodukte „Made in Germany“ an.

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Wir freuen uns unser Partnernetzwerk mit VOCO weiter auszubauen und Ihnen als DENTAGEN-Mitglied die besten Konditionen bieten zu können!

Die Kulzer Mobile Academy ist auf Tour

KULZER kommt zu Ihnen – mit Deutschlands räumlich größter, mobiler Dental-Akademie. Erleben Sie auf 200 Quadratmetern, wie z.B. eine TCD-Matrix funktioniert, ein flexibles Zeitkonzept Ihren Praxis- und Laboralltag vereinfacht, oder welche Möglichkeiten Ihnen der 3D-Druck heute bereits bietet.

WAS SIE VOR ORT ERWARTET:

  • Dentale Lösungen neu und spannend erleben
  • Vorträge und Fortbildungspunkte nach BZÄK und DGZMK
  • Austausch und Dialog mit Kollegen und Experten
  • Hygienekonzept gemäß den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts mit regelmäßiger Aktualitätsprüfung

DIE MOBILE ACADEMY IST AUF TOUR!

Erleben Sie dentale Lösungskonzepte in der Produkterlebnis- und Vortragswelt. Vertiefen Sie Ihre Eindrücke aus der Erlebniswelt mit kompakten Fachvorträgen, und tauschen Sie sich mit den KULZER Experten und Ihren Kollegen aus.

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DIE THEMEN IM ÜBERBLICK

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Erleben Sie KULZERs bewährte Innovationen im Bereich Komposite und Bondings.

ABFORMUNG: Zeit & Präzision
Intelligentes Zeitkonzept und höchste Präzision bei analoger und digitaler Abdrucknahme.

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PROTHETIK: Ästhetik & Individualität
Perfekt abgestimmte Prothetikwerkstoffe – von der Aufstellung bis zur fertigen Prothese begleitet Pala Sie durch den gesamten Arbeitsprozess.

VERBLENDUNG: Handwerk & Ästhetik
Lassen Sie Ihr Talent strahlen! Erleben Sie, wie Sie auf einfache Art und Weise hervorragende Ergebnisse erzielen können.

Alle Tour-Termine finden Sie hier: https://kulzercom.net/mobileacademy/ 

IHR BESUCH BEI UNS

  • Die max. Anzahl von 14 Teilnehmern pro Timeslot wird in zwei Gruppen à 7 Personen aufgeteilt.
  • Die durch Kulzer persönlich geführten Gruppen durchlaufen getrennt voneinander (jeweils im Wechsel) die Produkterlebnis- und Vortragswelt.
  • Die Dauer der gebuchten Veranstaltung beträgt 90 Minuten (je 45 Minuten für die Produkterlebnis- und Vortragswelt).
  • Zahnärzte erhalten für die Teilnahme 2 Fortbildungspunkte.

Hygienekonzept

Alle Tour-Termine finden Sie hier: https://kulzercom.net/mobileacademy/ 

IHRE ANMELDUNG

Ein Besuch der Produkterlebnis- und Vortragswelt für Zahnärzte und Zahntechniker ist an verschiedenen Standorten zu unterschiedlichen Uhrzeiten möglich. Bitte nutzen Sie die Filtermöglichkeiten in der Rubrik „Veranstaltungsorte“, um einen Standort in Ihrer Nähe zu finden.

  • Die Teilnahme setzt Ihre persönliche Anmeldung/Registrierung auf kulzercom.net voraus. Wählen Sie einen Termin aus und klicken Sie auf „JETZT TERMIN BUCHEN“. Falls Sie noch nicht registriert sind, werden Sie automatisch zur Registrierungsseite weitergeleitet. Nach erfolgreicher Registrierung können Sie Ihren Termin buchen.
  • Produkterlebnis- und Vortragswelt sind nicht getrennt voneinander buchbar.
  • Pro Person ist die Teilnahme auf einen Timeslot pro Tag begrenzt.

Hygienekonzept

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HYGIENE-KONZEPT

Kulzer-Hygienekonzept – für Ihre Sicherheit. Konzept folgt den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.

  • Namentliche Registrierung mit Ihrer Anmeldung auf kulzercom.net
  • Allgemeine Hygiene- und Abstandsregeln
  • Ausgearbeitetes Lüftungskonzept
  • FFP2-Masken und Handdesinfektionsgeräte
  • Regelmäßige Desinfektion aller Kontaktflächen
  • Corona-konforme Getränkeausgabe (Einwegflaschen und -trinkbecher)
  • Das Kulzer-Team wird täglich auf eine Sars-CoV-2 Infektion getestet

Alle Tour-Termine finden Sie hier: https://kulzercom.net/mobileacademy/ 

Mithilfe von KI Zahnverlust vorhersagen

Ein Forscherteam aus dem Bereich Zahnmedizin der Harvard University fand heraus, dass wir zukünftig ganz ohne medizinische Untersuchung und nur dank eines Algorithmus das individuelle Risiko für Zahnverlust zu erkennen können.

Computer-Toll zur Risiko-Identifizierung

Zähne ermöglichen uns vieles: zu kauen, zu sprechen, aber auch zu lächeln. Ist es in der Kindheit ganz normal ist, seine Milchzähne zu verlieren, wird dieses Phänomen im Erwachsenenalter zunehmend unangenehmer. Ein Forscherteam aus dem Bereich Zahnmedizin der Harvard University hat deshalb ein Computer-Tool entwickelt, um Menschen mit dem Risiko von Zahnverlust zu identifizieren.

Mundgesundheit als unzureichender Indikator

Die Hauptautorin der Studie Hawazin Elani erklärt: „Unsere Analyse zeigt, dass Algorithmen zwar Instrumente zur Risikobewertung sein können, dass aber diejenigen, die sozioökonomische Variablen einbeziehen, besonders leistungsfähig sind, um Menschen mit einem hohen Risiko für Zahnverlust zu identifizieren“. Elanis Team verglichen fünf Algorithmen, die auf verschiedenen Kombinationen von Variablen basieren. Diejenigen, die Daten wie sozioökonomischen Status, Hautfarbe, Bildungsgrad oder Diabetes einbeziehen lieferten relevantere Ergebnisse im Vergleich zu Algorithmen, die nur auf Informationen zur Mundgesundheit basieren.

Ärmere Bevölkerungsgruppen mit höherem Risiko

Viele Menschen mit Zahnerkrankungen gehen erst in dem kritischen Moment zum Zahnarzt, wenn der Zahn nicht mehr zu retten ist. Mehrere frühere Studien haben jedoch gezeigt, dass arme und/oder marginalisierte Bevölkerungsgruppen ein höheres Risiko für Zahnverlust haben, was teilweise auf den eingeschränkten Zugang zu zahnärztlicher Versorgung zurückzuführen ist. Dieses neue Instrument könnte in einer Vielzahl von medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden, nicht nur in der Zahnarztpraxis, und würde es ermöglichen, eine erhebliche Anzahl von Menschen zu untersuchen.

Ausblick

Die Studie, die am 18. Juni in der Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde, verglich fünf Algorithmen, die eine unterschiedliche Kombination von Variablen zur Risikosuche verwendeten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Algorithmen, die medizinische Merkmale und sozioökonomische Variablen berücksichtigten, besser abschnitten als Algorithmen, die sich nur auf klinische Dentalindikatoren stützten. Weitere analytische Untersuchungen werden erwartet.

Wie Geschmackszellen vor Infektionen schützen

Die Geschmacksrezeptoren in unserem Mund sorgen dafür, dass wir kleine Nuancen von süß, sauer, sauer und bitter erschmecken. Doch sie können noch mehr, als uns einen tollen Essgenuss bescheren. Neue Studien zeigen, dass die Geschmackszellen uns auch vor Infektionen schützen.

Geschmackszellen können mehr als schmecken

Wissenschaftler aus den USA und China (https://www.nature.com/articles/s41467-019-12505-x) fanden nun heraus, dass die Sinneszellen, die normalerweise für unseren Geschmack verantwortlich sind, noch eine andere wichtige Funktion erfüllen. In unserem Zahnfleisch erkennen diese Zellen nicht nur Aromen, sondern auch krankmachende Bakterien. Als Reaktion darauf alarmieren sie das Immunsystem, um gegen die Keime vorzugehen.

Weniger Keime im Mund

Die Forscher testeten, in welchem Zusammenhang konkret die Geschmacksrezeptoren für Süß und Bitter mit den Mikroorganismen in der Mundhöhle stehen. Dabei beobachteten sie, dass sich bei ausgeschalteten Rezeptoren die Keime im Mund stärker vermehrten als bei normaler Funktionsweise.

Geschmackszellen schützen vor Infektionen

Anhand der Ergebnisse schließen die Forscher darauf, dass die Geschmackszellen beim Menschen durchaus wichtig für den Infektionsschutz sein könnten. Gerade die Rezeptoren, die auf Bitterstoffe reagieren, scheinen eine Rolle bei der Bekämpfung von Keimen zu spielen. Allerdings sind die Geschmacksrezeptoren bei einigen Menschen nicht richtig ausgeprägt oder fehlen komplett. Diese Personen sind dann vermutlich wesentlich anfälliger für orale Entzündungen, wie z. B. eine Parodontitis, als andere.

Werden die Schlussfolgerungen durch weitere Studien bestätigt, könnte möglicherweise in Zukunft eine Untersuchung der Geschmackszellen Zahnärzten helfen, das individuelle Risiko eines Patienten für eine Parodontitis oder andere Infektionskrankheiten besser einzuschätzen.

Parodontitisbehandlung: Krankenkassen übernehmen mehr Leistungen

In der Zahnmedizin gab es vor Kurzem eine große Neuerung, die künftig allen Parodontitis-Patienten zugute kommt. Nach langer Zeit wurden erstmals die Richtlinien für die Parodontitisbehandlung aktualisiert und die Berechnung der zahnärztlichen Leistungen angepasst. Ab 1. Juli 2021 können sich Betroffene über eine breitere Kostenübernahme freuen.

Ab Juli mehr Kassenleistungen in der Parodontitisbehandlung

Bisher mussten gesetzlich Versicherte eine Vielzahl an Leistungen, die eine nachhaltige Parodontitisbehandlung mit sich bringt, selbst zahlen. Zukünftig werden deutlich mehr Kosten von den Kassen übernommen. Unter anderem wurden jetzt eine individuelle Mundhygieneunterweisung samt Aufklärungs- und Therapiegespräch sowie die sogenannte Unterstützende Parodontitistherapie (kurz UPT) als Kassenleistung etabliert.

Unterstützende Parodontitistherapie für langfristigen Erfolg

Die Unterstützende Parodontitistherapie soll den Behandlungserfolg für die Patienten langfristig sichern. Sie beinhaltet daher mehrere Termine in verschiedenen Abständen abhängig vom Grad der Parodontalerkrankung, in denen der Zustand der Mundgesundheit geprüft und neuentstandene Beläge aus den Zahnfleischtaschen entfernt werden.

Parodontitis begünstig andere Erkrankungen

Eine effiziente Behandlung der Parodontitis ist enorm wichtig, denn eine Entzündung des Zahnhalteapparates kann sich nicht nur äußerst negativ auf die Zahngesundheit auswirken (im schlimmsten Fall droht Zahnverlust). Die Parodontitis nimmt ebenfalls Einfluss auf die Allgemeingesundheit und kann andere Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Patienten sollten daher bei Symptomen wie häufigem Zahnfleischbluten aufmerksam sein und ihren Zahnarzt darauf ansprechen. Sollte eine Parodontitistherapie in Betracht kommen, ist es ratsam, die Anweisungen des zahnmedizinischen Fachpersonals bestmöglich auch zuhause umzusetzen, um die Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Von paperEDI bis ZUGFeRD – für Sie von Camlog

Die Digitalisierung eröffnet neue Wege, Prozesse zu gestalten und zu optimieren. Auch Camlog nimmt sich der digitalen Welt an und arbeitet kontinuierlich daran, Online-Services zu etablieren und weiterzuent­wickeln, um Kunden in ihrem Arbeitsalltag zu unterstützen.

So hat das Unternehmen unter anderem paperEDI, das automatisierte Verbuchen von Warenbestellungen, sowie das digitale Rechnungsformat ZUGFeRD, eingeführt. Gerade auch für Labore und Praxislabore bietet dies einen Mehrwert, da durch die digi­tale Datenverarbeitung zeitaufwendige und manuelle Arbeitsschritte eingespart werden können.

Automatisierte Verbuchung von Warenbestellungen – paperEDI

Alle Lieferscheine von Camlog verfügen über einen integrierten QR-Code. Der Barcode enthält Daten zu den Warenbestellungen, die mithilfe eines entsprechenden Scanners ausgelesen und automatisch im Waren­wirtschaftssystem verbucht werden können. Dieses Vorgehen – paperEDI – dient der eindeutigen Kennzeichnung von Medizin­produkten und entspricht sowohl weltweiten Standards als auch den Anforderungen der Medical Device Regulation (MDR).

E-Mail-Rechnungen mit ZUGFeRD Informationen

Camlog Kunden können ihre Rechnungen per E-Mail als angehängtes PDF mit ZUGFeRD Informationen erhalten. ZUGFeRD ist ein einheitliches Datenformat für elektronische Rechnungen und ermöglicht die automatisierte Weiterverarbeitung der Rechnungs­daten. Das Konzept kombiniert eine PDF-Datei mit einer maschinenlesbaren strukturierten XML-Datei und entspricht weltweiten Standards.

Digitale Rechnungsformate ermöglichen es nicht nur, die Rechnung jederzeit und für jede erforderliche Person ohne aufwendige Archivierung zugänglich zu machen, sondern reduzieren auch den Papierverbrauch. Damit wird gemeinsam ein wichtiger Beitrag für die Umwelt geleistet.

 



Mit paperEDI können Camlog Kunden ihre Warenbestellungen automatisiert verbuchen.


Die Einführung von ZUGFeRD ermöglicht die automatisierte Weiterverarbeitung von Rechnungsdaten.

Camlog Pakete immer im Blick

Den Versandstatus der eShop-, DEDICAM- sowie Guide-Aufträge haben Kunden nun immer im Blick. Sobald das Paket das Camlog Lager verlassen hat, wird automatisch eine E-Mail mit einem integrierten Link versendet, über den die Sendung verfolgt werden kann.



CAMLOG Vertriebs GmbH

Maybachstraße 5 • 71299 Wimsheim
Tel. +49 7044 9445-100
Fax. +49 800 9445-000
info.de@camlog.com
www.camlog.de

Quelle: DENTAGEN INFO 2021/02

Krankheitskosten im Steuerrecht

Krankheitskosten können eine Steuerer­leichterung bedeuten: Das ist interessant für Sie als persönliche Entlastung, aber selbstverständlich auch für Ihre Kunden bei Aufwand für den Zahnersatz.

Allerdings scheitert ein Abzug oft an der so genannten „zumutbaren Belastung“. Hier wird vom Finanzamt ein individueller Pro­zentsatz der jährlichen Einkünfte berechnet, bis zu dem ein Abzug der Kosten nicht möglich ist. So beträgt beispielsweise bei Ver­heirateten mit einem Kind die zumut­bare Belastung 3 % des Einkommens.

Die Berechnung der zumutbaren Belastung wurde vom Bundesfinanzhof vor drei Jahren sogar zu Gunsten der Steuerzahler gestaffelt und verbessert. Um die zumutbare Belas­tung möglichst hoch zu überschreiten, ist es zweckmäßig, Krankheitskosten auf ein Jahr statt auf mehrere Jahre verteilt zu planen und zu zahlen – soweit das möglich ist. So sollten beispielsweise der Zahnersatz und der Brillenkauf in einem Jahr erfolgen statt auf zwei Jahre verteilt.

    • Aufwendungen für Arzneimittel bei nicht rezeptpflichtigen Medikamenten sowie für allgemeine Stärkungsmittel sind abziehbar, wenn eine schriftliche ärztliche Verordnung vorliegt.
    • Nicht abzugsfähig sind oft Behandlungs­methoden, deren Wirksamkeit von der Schulmedizin angezweifelt wird (z. B. für eine Frischzellentherapie).
    • Berücksichtigungsfähig sind auch die Aufwendungen für krankheitsbedingte Sonderformen der Kleidung (z. B. ortho­pädische Schuhe) sowie für technische Hilfsmittel, wenn diese schriftlich ver­ordnet wurden (hierunter fallen die Zahnprothesen).

  • Aufwendungen für die medizinische Behandlung durch Angehörige der staatlich anerkannten Heilberufe (Ärzte, Heilpraktiker, Krankengymnasten, Psychotherapeuten) sind abziehbar.
  • Nicht anerkannt werden Kosten für Wunderheiler.
  • Kosten einer Schönheitsoperation oder einer Haartrans­plantation werden, soweit nicht ausnahmsweise medizinisch indiziert, nicht berücksichtigt.
  • Aufwendungen für Fahrtkosten zum Arzt, Krankenhaus und zur Kur werden ebenfalls anerkannt. Auch in Ausnahmefällen die Fahrten für Besuche bei Kranken – wenn vom Arzt entsprechend bescheinigt wurde, dass die Besuche medizinisch für den Heilungsprozess notwendig sind.
  • Abziehbar sind auch Aufwendungen für einen Krankentransport, selbst wenn hierfür nicht ein Krankenwagen, sondern ein Taxi benutzt wird.
  • Aufwendungen für Kranken- und Heilgymnastik sind bei ärztlicher Verordnung abziehbar, nicht hingegen die Aufwen­dungen für die Ausübung eines normalen Sports.
  • Der Besuch eines Fitnessstudios ist nur abzugsfähig, wenn eine amts- oder vertrauensärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit sowie über Art und Umfang der sportlichen Betätigung vorliegt und der Sport unter ärztlicher Anleitung und Aufsicht ausgeübt wird.

Tipp: Gerne ermitteln wir für Ihre Kunden vorab die Höhe der Abzugsfähigkeit von Krankheitskosten, bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt auf. Denn bei manchem Kunden ist die mögliche Steuererleichterung vielleicht das Argument, den Kostenvor­anschlag anzunehmen.

Frank Edenfeld, Steuerberater, Diplom-Finanzwirt

Für Rückfragen – zu diesen oder anderen Steuer- oder Finanzthemen – steht die Kanzlei gerne zur Verfügung!

HNV plus Steuerberatungs- und Rechtsanwalts-­
Sozietät

Am Bahnhof 21 • 33397 Rietberg
Steuer- und Rechtsberatung für Dentallabore
Tel.: 05241 91717-0 • Fax: 05244 90770-28
www.dental-steuer.de • edenfeld@hnv-gt.de


Quelle: DENTAGEN INFO 2021/02

Covid und Luftreinigung – Interview mit Dr. Ralf Atrops


Wenn er morgens seine Praxis betritt, atmet er gern tief durch. Über sein ausgefeiltes Hygienekonzept zur Luftreinigung, über die eigene Covid-Erkrankung, über die Erkrankung von Mitarbeitern, über die Schließung von Praxis und Labor, über Aerosole als Virentransporteur, über die Konsequenzen aus den leidvollen Erfahrungen im Herbst 2020, über den Sinn nachhaltiger Investitionen, über einen Zahnmediziner, dessen Wurzeln tief in der Zahntechnik stecken – über all das und manches mehr sprach Journalist Bernd Overwien für DENTAGEN INFO mit Zahnarzt Dr. Ralf Atrops in Kleve.

Das ist keine Höflichkeitsfrage. Wie geht es Ihnen?

Wenn ich meinen Geruchs- und meinen Geschmackssinn vollends zurückbekomme, bin ich eigentlich wieder ganz der Alte. Hoffe ich.

Sie waren an Covid 19 erkrankt. Wann war das?

Im vergangenen September bin ich zu einer Routineuntersuchung gegangen. Ich muss sagen, ich fühlte mich schon die Tage zuvor recht schlapp. Dann kam die überraschende Diagnose. Das hat dann alles verändert.

Ich denke, nicht nur für Sie persönlich. Was passiert in solch einem Moment?

Wir haben sofort das Gesundheitsamt Kleve involviert. Unsere 13 Mitarbeiter in Praxis und Labor wurden noch einmal mit der PCR-Methode getestet, um bestmögliche Aussagen über das Vorhandensein des SARS-CoV-2 Virus zu erhalten. Meine zahnärztliche Kollegin Michelle Hendricks, die 26 Jahre alt ist und in der Endphase ihrer Promotion steckt, und die völlig symptomfreie Mitarbeiterin an der Rezeption…

… wie alt ist Ihre Mitarbeiterin?

28 Jahre. Also, die beiden waren ebenfalls positiv. Alle anderen nicht. Obwohl das Gesundheitsamt Kleve noch ein Zeitfenster sah, haben wir die zahnärztliche Praxis und auch das Dentallabor sofort für drei Wochen geschlossen.

Ist das so einfach, wie es sich anhört?

Beileibe nicht. Wir wollten ja auch unbedingt alle Patienten persönlich informieren. Wie das dann so ist, hatten wir Probleme von extern auf unsere Patienten­dateien zuzugreifen. Alle waren ja in Quaran­täne. Letztendlich haben wir es geschafft. Gerade gegenüber den Patienten, die in den August- und Septemberwochen bei uns waren, hatten wir ja eine besondere Informationspflicht.

Wie haben die Patienten reagiert?

Verständnisvoll, rücksichtsvoll. Von allen kamen Genesungswünsche. Niemand hat geargwöhnt, die Praxis sei zu leichtfertig mit den besonderen Hygiene­bedingungen in der Pandemie umgegangen. Kein Patient hatte Corona. Das war schon eine Erleichterung.

Wissen Sie denn, wo Sie sich angesteckt haben?

Nein. Wir haben keine Ahnung. Bis heute nicht.



Hygiene liegt ja so zusagen in der DNA eines Zahnarztes. Wie sehr macht man sich Gedanken, vielleicht doch etwas übersehen zu haben?

Natürlich macht man das. Aber wir hatten von Beginn an seit 25 Jahren den Hygiene-Goldstandard. Auch in unserem Dentallabor. Als gelernter Zahntechniker weiß ich ja, mit wie vielen Belastungen man es dort täglich zu tun hat. Unsere Gedanken kreisten immer darum, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden. Nein, wir waren uns sicher, alles getan zu haben.

Und dennoch haben Sie nachgerüstet. Haben aus Ihrem Unternehmen eine Hygiene-Intensivstation gemacht. War Ihre eigene Covid-Erkrankung die Initialzündung?

Ganz sicher auch. Ich hatte ja keinen leichten Verlauf. Für mich stand schnell fest, bei der Ansteckungsgefahr in Innen­räumen wird SARS-CoV-2 vor allem über ausgeatmete Aerosole verbreitet. Man kann sich auch anstecken, wenn man sich gar nicht begegnet. Das ist ja das Teuflische bei die­ser Aerosolinfektion. Mir war klar, hier muss der Hebel angesetzt werden.

Heute sagen Sie, aus tiefster Seele befreit Luft zu holen, wenn Sie morgens Ihre Praxis, Ihr Labor betreten. Was macht Sie da so sicher?

Bei normal laufendem Betrieb ist die CO2-Belastung nach nur wenigen Stunden bereits über einer Grenze, ab der sich das Virus über Aerosole gut ausbreiten kann. Die Raumluft setzt sich ja nicht nur aus Atemluft, sondern auch aus ausgedünstetem Schweiß und anderen biologischen Prozessen zusammen. Der Hygiene-UVC-Tower im Eingangs­bereich der Praxis signalisiert uns sofort: Achtung, Raumluftvolumen muss gereinigt werden. Lüften zur richtigen Zeit ist eine wirkungsvolle, erste Maßnahme.

Luftfilteranlagen und Luftreinigung optimieren den Infektionsschutz. Was sagt Ihr Team, was sagen Ihre Patienten? Denn der Tower neben der Rezeption mit dem grafisch anspruchsvollen Screendesign ist ja nicht zu übersehen.

„Herr Doktor, was ist das hier schöne, frische Luft. Und es riecht überhaupt nicht mehr nach Zahnarztpraxis.“ Das hören wir täglich. Und was das Team anbetrifft, so bin ich ein Komplett-Mensch. Ich will sagen, das neue Luftreinigungssystem erfasst jeden Quadratzentimeter in der Praxis, im Dentallabor, bis hin zu den Umkleideräumen der Mitarbeiter, den Toiletten – alles eben.

Das ist nicht für ein paar Euro zu haben oder?

14 Geräte sorgen in 14 Räumen auf rund 250 Quadratmetern für eine optimale Luftreinigung. Und das auf einem bisher nicht gekannten hohen technologischen Niveau. Eine Technologie, die derzeit als einzige mit einem zertifizierten Gefähr­dungsgutachten versehen ist. Dazu mit hochwertiger Anlagentechnik vernetzt, ist das eine Investition von über 30.000 Euro insgesamt. Das sind uns unsere Patienten und unsere Mitarbeiter wert.

Und wenn die Pandemie einmal vorbei sein sollte. Dann war es für eine temporäre Phase sehr teuer?

Wissen Sie was nach der Pandemie kommt? Was ist mit der nächsten Grippewelle? Nein, das ist eine nachhaltige Investition. Schauen Sie ins Labor. Wenn du fräst, siehst du sehr schnell, dass du das Fenster öffnen musst. Mit einem einzelnen Hygiene-Air-Tower ist in zwei, drei Minuten wieder frische Luft in Laboren jeder Größen­ordnung. Oder Zirkon. Das hast du früher auf der Zunge gespürt. Wir haben heute ein absolut staubfreies Dentallabor. Unsere Mitarbeiter wissen das sehr zu schätzen.

Apropos Zahntechnik. Wie sehr sind Sie noch Handwerker?

Vor allem, wie gern ich das bin. Am Wochenende mache ich nicht selten Zahntechnik. Andere haben andere Hobbys (lacht).

Alles dreht sich nur um Zähne… ?

… nicht nur. Familie ist wichtig und ich bin auch Fußballfan.

Das wäre meine obligatorische Abschlussfrage gewesen. Ein Zahnarzt am Niederrhein, also ganz klar Borussia… ?

… klar, Borussia, aber Dortmund.

Nein.

Doch. Ich liebe Spektakelfußball.

Herr Dr. Atrops, herzlichen Dank
für das Gespräch.

Quelle: DENTAGEN Info 2021/02