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Zahnfehlstellungen erhöhen Risiko für Plaque und Karies

 

Spanische Wissenschaftler beschäftigten sich mit der Mundgesundheit 12- und 15-jähriger Schulkinder, im Fokus standen dabei Plaque und Karies in Verbindung mit Zahnfehlstellungen. Ziel der Studie war es, die Prävalenz von Zahnfehlstellungen nach dem Dental Aesthetic Index (DAI) zu ermitteln und ihren Zusammenhang mit der Karieserfahrung, der Plaqueakkumulation und soziodemografischen Variablen in der benannten Zielgruppe zu analysieren.

Ältere Schulkinder besonders interessant

Die Altersgruppe 12 und 15 stellt gemäß der Autoren aus mehreren Gründen eine sehr wichtige Studiengruppe für epidemiologische Erhebungen über Karies dar. Unter anderem weil sie in den Schulen leicht zugänglich ist. Außerdem befinden sich die Jugendlichen in der Endphase des Durchbruchs der bleibenden Zähne, sodass die Möglichkeit besteht, die Zähne in den ersten Jahren des bleibenden Gebisses zu analysieren. Ein Zeitraum, in den auch die selbst getroffenen Entscheidungen über Ernährung und Mundhygiene mit einfließen können.

Details zur Studie

Die Autoren führten eine Querschnittsstudie mit einem zweistufigen, geschichteten Stichprobendesign durch. Es wurden eine Umfrage zur Mundgesundheit und eine orale Untersuchung durchgeführt sowie soziodemografische Daten erfasst. Die Stichprobe bestand aus 1.453 Schulkindern im Alter von 12 (868) und 15 Jahren (585). Diese beiden Stichproben wurden getrennt analysiert, da statistisch signifikante Unterschiede festgestellt wurden. In der Altersgruppe der 12-Jährigen waren häufiger Schüler zu finden, die staatliche Schulen besuchten (p = 0,004) und einer niedrigeren sozialen Schicht angehörten (p = 0,001); in der Altersgruppe der 15-Jährigen wurden höhere Karieswerte (p = 0,001) und niedrigere Zahnbelagswerte (p < 0,001) festgestellt. Die Malokklusion war um 9,5 % höher (p = 0,001), und der globale mittlere DAI-Score war bei den 12-Jährigen ebenfalls höher (p < 0,001). Die multivariate Regressionsanalyse zeigte nicht nur, dass Karies und Zahnbelag die Variablen waren, die am stärksten mit der Malokklusion assoziiert waren, sondern auch, dass Karies (OR = 1,5) und Zahnbelag (OR > 2) in beiden Gruppen Risikofaktoren für die Malokklusion waren.

Ergebnisse und Ableitung

Während die Prävalenz von Zahnfehlstellungen und Zahnbelag bei den 12-Jährigen höher war, war die Erfahrung mit Karies bei den 15-Jährigen höher. Hinsichtlich der soziodemografischen Variablen wurden jedoch keine nennenswerten Zusammenhänge festgestellt. Karies und Zahnbelag erwiesen sich in beiden Altersgruppen als Risikofaktoren für Zahnfehlstellungen. Dieses Ergebnis hat eindeutige klinische Auswirkungen auf die Kariesprävention und die Förderung der Mundgesundheit bei jungen Heranwachsenden. Dementsprechend sollte sich die künftige Forschung auf die Konzeption einer Längsschnittstudie konzentrieren, um die Ursache-Wirkung-Beziehung der untersuchten Variablen zu bestätigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Studie eine höhere Prävalenz von Malokklusion und Zahnbelag im Alter von 12 Jahren ergab. Es wurde jedoch festgestellt, dass in beiden Altersgruppen ein höheres Karies- und Plaquerisiko mit dem Vorhandensein von Malokklusion verbunden ist.


Autoren: Paula Fernández-Riveiro, Nerea Obregón-Rodríguez, María Piñeiro-Lamas, Almudena Rodríguez-Fernández, Ernesto Smyth-Chamosa, María Mercedes Suárez-Cunqueiro

Studiehttps://www.mdpi.com/1660-4601/18/18/9741

Quelle: imeonline.de

Unterkieferprotrusionsschiene wird Bestandteil der Versorgung

 

 

Die Unterkieferprotrusionsschiene zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe („Schlafbezogene Atmungsstörung“) soll für Erwachsene ab 1. Januar 2022 Bestandteil der GKV-Versorgung werden. Damit steht für die Behandlung von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten, die an dieser Krankheit leiden, künftig eine weitere wichtige Option als Zweitlinientherapie zur Verfügung, wenn eine Überdrucktherapie nicht erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Unterkieferprotrusionsschiene kann von Vertragszahnärzten auf Grundlage einer ärztlichen Indikationsstellung und Überweisung patientenindividuell nach Ausschluss zahnmedizinischer Kontraindikationen hergestellt und angepasst werden. Ärzte und Zahnärzte gestalten die Versorgung abgestimmt und arbeitsteilig. Das bringt eine besonders hohe Qualität der Behandlung mit sich.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) haben sich einvernehmlich auf die Bewertung entsprechender neuer Leistungen geeinigt. Darüber hinaus wurden Leistungsbeschreibungen und Abrechnungsbestimmungen festgelegt, also Gebührennummern des Bewertungsmaßstabes zahnärztlicher Leistungen (BEMA) zur Abrechnung der vertragszahnärztlichen Leistungen, die in Praxen künftig herangezogen werden können. Für die komplexe Umsetzung in der Versorgung mussten in getrennten Verfahren zunächst ärztliche, zahnärztliche und zahntechnischen Leistungen bewertet werden.

Martin Hendges, stellv. Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Mit diesem wichtigen Verhandlungserfolg haben wir mit den Kassen gemeinsam die Grundlage dafür gelegt, dass die Schienentherapie in Kürze als erste sektorenübergreifende vertragsärztlich-vertragszahnärztliche Behandlungsform in die Versorgung kommt. Dabei können individuelle Therapiebedarfe festgestellt und berücksichtigt werden, was eine patientengerechte Versorgung gewährleistet. Hervorheben möchte ich die klare Evidenzlage und die darauf basierende Regelung, dass nur zahntechnisch individuell angefertigte und adjustierbare Schienen die Anforderungskriterien für eine abgesicherte Therapie erfüllen.“

Um einen möglichst reibungslosen Start in die Versorgung zu gewährleisten, wurden die Hersteller der Praxisverwaltungssysteme frühzeitig informiert, so dass ab 1. Januar die Abrechnung der neuen Leistungen in den Systemen möglich gemacht werden kann.

Beschlüsse im G-BA

Nach fachlichen Beratungen unter maßgeblicher Mitwirkung der KZBV hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im November 2020 mit Wirkung vom 24. Februar 2021 die Unterkieferprotrusionsschiene bei obstruktiver Schlafapnoe als Zweitlinientherapie in die ambulante vertragsärztliche Versorgung aufgenommen. In fokussierten Beratungen wurden im Mai 2021 die notwendigen vertragszahnärztlichen leistungsrechtlichen Regelungen in der Behandlungsrichtlinie Zahnärzte beschlossen, die im Juli in Kraft getreten sind.

Als stimmberechtigte Trägerorganisation hatte sich die KZBV im G-BA erfolgreich dafür eingesetzt, dass Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte eng in die Versorgungsstrecke hinsichtlich des Ausschlusses zahnmedizinischer Kontraindikationen, der Anfertigung und Anpassung der Schiene, der Schieneneingliederung sowie der Einstellung des Protrusionsgrades eingebunden werden. Nach Ausschluss der Kontraindikationen verantworten Vertragszahnärzte die Anfertigung und Anpassung der Schiene. Diese erfolgt in Abstimmung mit den verordnenden Vertragsärzten, die eine entsprechende Qualifikation haben müssen und die für die Indikationsstellung verantwortlich sind.

 

Hintergrund: Obstruktive Schlafapnoe – Unterkieferprotrusionsschiene

Die obstruktive Schlafapnoe ist die häufigste Form von Atmungsstörungen beim Schlafen. Dabei kommt es wiederholt zur Verringerung oder Aussetzern der Atmung durch eine Verengung des Rachenraums. Ursachen und Risikofaktoren sind vielfältig: Neben Übergewicht können anatomische Besonderheiten in Mund- und Rachen relevant sein. Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, nimmt ab dem 45. Lebensjahr zu. Mögliche Folgen sind Tagesschläfrigkeit und Konzentrationsschwächen, wodurch etwa im Straßenverkehr die Unfallgefahr steigen kann. Unbehandelt wird die Krankheit mit Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung gebracht.

Die Unterkieferprotrusionsschiene besteht aus einer transparenten Schiene für Ober- und Unterkiefer. Beide Schienen sind durch frontale oder seitliche Elemente miteinander verbunden. Dadurch kann der Unterkiefer nach vorne gezogen werden. Der Zungengrund wird dadurch gespannt, ein Zurückfallen der Zunge verhindert und die oberen Atemwege offengehalten. Die Geschwindigkeit der Atemluft nimmt ab und damit das geräuschbildende Flattern der Weichteile – auch „Schnarchen“ genannt. Kieferbewegungen während der Schlafphase sind mit dieser Art von Schienen möglich.

 


Quelle: KZBV

SAY CHEEEEESE EVERYONE!





Hand aufs Herz, als ich bei DENTAGEN im vergangenen Juli angefangen habe, habe ich natürlich vorher die Team-Fotos auf der aktuellen Website studiert. Ich habe Wochen gebraucht, um mir die Namen meiner neuen Kollegen und Kolleginnen zu merken. Wussten Sie, dass wir hier zwei Martinas haben? Und dann noch Karin, Katrin, Kerstin … wie soll man sich das alles merken können?

Es kam also mein erster Arbeitstag und ich wurde herzlichst empfangen. Wir haben Kaffee getrunken und jeder hat sich vorgestellt. Aber: WER WAREN ALL DIESE LEUTE? Jedenfalls nicht die Menschen von den Fotos auf der Website, dachte ich.

Tatsächlich liegen diese Fotoaufnahmen schon einige Jahre zurück. Neue DENTAGEN Team-Fotos waren schon längst überfällig. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Fotografen begeben, der uns von unserer aktuellen Schokoladenseite zeigt.

SIXPACK ODER SOFA

Sie kennen es ja bestimmt selbst. Der eine hat die letzten anderthalb Jahre genutzt und sich mit den Home-Workout-Videos auf Youtube von Pamela Reif und Co. einen Sixpack antrainiert, der andere hat lieber auf dem Sofa gelegen und eine Netflix-Serie nach der anderen geschaut. Ich verrate Ihnen an dieser Stelle nicht zu welcher Kategorie ich gehöre. 😉

Fakt ist aber, wir sehen alle mittlerweile ein wenig anders aus, weshalb wir den äußerst talentierten Sirko Junge eingeladen haben, um uns wieder ins richtige Licht zu rücken. Sirko? Ja, Sirko! Genauso ungewöhnlich wie der Name war auch der Shooting-Tag. Ungewöhnlich entspannt. Ungewöhnlich unterhaltsam. Say cheese everyone! Das Endergebnis können Sie sich auch bald auf der neuen DENTAGEN-Website anschauen. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es schon hier.


Gerne macht Sirko Junge auch von Ihnen und Ihrem Dentallabor (neue) Aufnahmen.

Sirko Junge
Friedrich-Harkort-Straße 33
59302 Oelde
info@sirkojunge.de
Tel. +49 (0) 2522 / 83 01 366
www.sirkojunge.de/



Quelle: DENTAGEN INFO 2021/04

Virtuell, nachhaltig und mit Vertrauen ins neue Geschäftsjahr

Die 22. Generalversammlung der DENTAGEN Wirtschaftsverbund eG fand am 5. Oktober 2021 in Geseke als Videokonferenz statt.

„Nach zahlreichen pandemiebedingten Entbehrungen sowohl in 2020 als auch in diesem Jahr hätten wir uns gern wieder persönlich getroffen“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Constantin Vernekohl in seiner Begrüßung. „Nach langen Überlegungen mussten wir jedoch einsehen, dass wir eine Generalversammlung in Verbindung mit dem Partnertreff als Präsenzveranstaltung – so wie wir es eigentlich kennen und lieben – auch in diesem Jahr nicht verlässlich hätten planen und durchführen können.“

DENTAGEN – Ihr Partner, Berater und Impulsgeber in der Corona-Krise

Vorstandsvorsitzende Karin Schulz ging in ihrer Rede zunächst auch auf die Corona-Krise ein. Diese  stellt seit mehr als eineinhalb Jahren Wirtschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Die Krise hat immense Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitswelt und unser Leben allgemein. Sie stellt für alle eine riesige Belastung dar. Die negativen Folgen sind in allen Lebensbereichen deutlich zu spüren.

Konkret wurde Karin Schulz im Anschluss: „Auch oder besser gerade in dieser schwierigen Zeit will DENTAGEN Sie als Mitglieder unterstützen, durch Leistung überzeugen, Partner, Berater, Impulsgeber sein. Wir haben uns entschlossen, in erheb­lichem Umfang in Digitali­sierung und digitale Arbeitsweisen zu investieren mit dem Ziel, ein modernes, bedarfsorientiertes und zukunftsfähiges Dienstleistungsangebot zu bieten, das kontinuierlich weiterentwickelt werden soll.“

Digitalisierung – Investition in die Zukunft

Karin Schulz ist davon überzeugt, dass Marketing eine nachhaltige Investition in den Unternehmenserfolg ist und damit langfristig den Erfolg des Unternehmens sichert. Deshalb ist  für DENTAGEN-Mitglieder das neue Modul „Marketing- und Vertriebs­unter­stützung“ entwickelt worden, das im Vorjahr in sieben Roadshows mit über 100 Teil­nehmern vorgestellt wurde. Ein weiterer neuer und kostenloser Service ist das News-Widget, welches stets relevante und aktuelle News für die Webseite beinhaltet und zentral durch das DENTAGEN-Team gemanagt wird (weitere Informationen finden Sie auf https://www.dentagen.de/marketing/).

Marktplatz und MDR-Lösung: Startschuss am 3. Januar 2022

Im weiteren Verlauf berichtete Karin Schulz auch über den neuen DENTAGEN Marktplatz und die MDR-App, die sowohl bei unseren Mitgliedern als auch Kooperationspartnern auf großes Interesse stößt. Vor allem das Bestreben, eine Plattform zu entwickeln, die den Einkauf des gesamten Laborbedarfs in Verbindung mit der MDR-Dokumentations­pflicht ermöglicht, ist durchweg positiv aufgenommen worden. Unterstützung wurde uns von vielen Seiten zugesagt. Jedoch dauert die Einbindung aller Produktdaten der DENTAGEN-Kooperationspartner an, so dass die Entscheidung fiel, den offiziellen Start des Marktplatzes und des MDR-Systems auf den 3. Januar 2022 zu legen.

Sibylle Scholz und Kai Schoch wiedergewählt

Nach der einstimmigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat standen noch die Neuwahlen von zwei Mitgliedern des Aufsichtsrates auf der Agenda. Sowohl Sibylle Scholz als auch Kai Schoch wurden erneut und einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.




DENTAGEN-Aufsichtsrat (v.l.): Aufsichtsratsvorsitzender Constantin Vernekohl, Aufsichtsrat Kai Schoch,
Stellv. Aufsichtsratsvorsitzende Sibylle Scholz und Aufsichtsrat Dr. Rainer Hassenpflug.

Quelle: DENTAGEN INFO 2021/04

Wichtige Kennzahlen für das Dentallabor



Langfristig erfolgreiche Unternehmen erzielen Gewinne und erreichen ihre geplanten Ziele. Dabei geben betriebswirtschaftliche Kennzahlen Aufschluss über den Erfolg, der auf diese Weise messbar wird. Drei für das Dentallabor sehr wichtige Kennzahlen werden hier vorgestellt:

Eigenkapitalquote – für Stabilität und Unabhängigkeit

Eigenkapital steht dem Unternehmen langfristig zur Verfügung und ist für finanzielle Stabilität und Solidität ausschlaggebend. Eine hohe Eigenkapitalquote ermöglicht finanzielle Eigenständigkeit und führt zur Unabhängigkeit von der Finanzierung durch Banken oder zu besseren Finanzierungs­konditionen. Die Eigenkapitalquote beschreibt das Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital eines Unternehmens. Dabei gilt: Je weniger Schulden (Fremdka­pital) ein Dentallabor hat, desto höher ist die Eigenkapitalquote und desto besser wird die Bonität des Unternehmens bewertet. Bei Dentallaboren ist eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent anzustreben. Je näher ein Unternehmer dem Rentenalter und damit dem Zeitpunkt der Unternehmensnachfolge kommt, umso mehr sollte er auf eine gute Eigenkapitalquote Wert legen.

Betriebsergebnis – „Gewinn vor Zinsen und Steuern“

Eine der wichtigsten Kennzahlen für ein Dentallabor ist das Betriebsergebnis. Es wird auch „Gewinn vor Zinsen und Steuern“ genannt. Diese Kennzahl drückt die Ertrags­kraft von Unternehmen aus und zeigt, wie viel Rentabilität in einem Unternehmen steckt. Das Betriebsergebnis ist unterjährig eine sehr wichtige Kennzahl zur Erfolgs­kontrolle über die monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), weil es den Erfolg über die so genannte operative Geschäftstätigkeit verdeutlicht.

Dahinter steckt folgender Zusammenhang: Die Steuern von Einkommen und Ertrag und andere periodenfremde oder außerordentliche Aufwendungen und Erträge können das Ergebnis unterjährig verfälschen. Dies liegt beispielsweise daran, dass die Voraus­zah­lungen für Ertragssteuern auf den Steuer­bescheiden der Vorjahre beruhen. Im Betriebsergebnis werden diese Aufwen­dungen und Erträge noch nicht rechnerisch berücksichtigt.

Die Höhe der Betriebsergebnisse richtet sich oft nach der Größe des Dentallabors. Ent­sprechend sind die Steigerungsmöglich­keiten bei kleinen Dentallaboren durch die individuelle Schaffenskraft des Inhabers begrenzt.

Doch auch hier bieten sich Maß­nahmen zur Verbesserung an: wie Preiserhö­hungen und Steigerungen der Produktivität mit Hilfe von Ablaufoptimierungen oder einer Investition in die Digitalisierung. Ebenso können die Neugewinnung und der Aus­tausch von Kunden (bessere Präparationen und Abdrücke, weniger Kulanzen) für Steige­rungen der Betriebsergebnisse sorgen.

Umsatzrentabilität – Kennzahl für Produktivität

Das Betriebsergebnis kann in Relation zu den Umsatzerlösen gesetzt werden und drückt dann als Kennzahl aus, wie viel das Unternehmen in Bezug auf 1 EURO Umsatz verdient hat. Die Kennzahl wird häufig auch im Verhältnis zum Gewinn nach Steuern ermittelt. Demgegenüber hat der Bezug auf das Betriebsergebnis einen aussagekräftigen Vorteil: Das Ergebnis wird nicht durch unterjährige Effekte wie Steuervoraus­zahlungen oder andere periodenfremde oder außerordentliche Aufwendungen und Erträge beeinflusst.

Eine Umsatzrendite von 10% bedeutet, dass mit jedem umgesetzten Euro ein Betriebs­ergebnis von 10 Cent erwirtschaftet wurde. Eine steigende Umsatzrentabilität deutet bei konstanten Preislisten auf eine zunehmende Produktivität im Unternehmen hin, während eine sinkende Umsatzrentabilität auf sinkende Produktivität und damit auf steigende Kosten hinweist. Für Dentallabore ist eine Umsatzrendite von über 10% anzustreben – bezogen auf das Betriebsergebnis. Für Einzelunternehmer oder Personengesell­schaften gilt: Addieren Sie zur Ermittlung dieser Kennzahl vorab einen kalkulatorischen Unternehmerlohn zu den Personal­kosten. Dieser wurde nämlich nicht in der steuerlichen Buchhaltung berücksichtigt.

Fazit: Eigenkapitalquote, Betriebsergebnis und Umsatzrentabilität sind für Dentallabore sehr wichtige Kennzahlen, die ein Unter­neh­mer kennen sollte – auch wenn erfahrene Unternehmer überwiegend „aus dem Bauch heraus“ handeln und damit meistens richtig liegen. In vielen Situationen ist es hilfreich, die passenden Kennzahlen heranzuziehen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu benennen sowie Chancen rechtzeitig zu nutzen. So führt betriebswirtschaftliches Know-how in Form von Kennzahlen zu besseren Entscheidungen. Im nächsten Beitrag stelle ich Ihnen in der DENTAGEN INFO weitere wichtige Kennzahlen für das Dentallabor vor.

Diplom-Betriebswirt (FH) Hans-Gerd Hebinck


Kontaktdaten
Hans-Gerd Hebinck
Unternehmensberater
Diplom-Betriebswirt (FH)
Datenschutzbeauftragter (IHK)
Zertifizierter ZRM®-Trainer (ISMZ Zürich)
Metzer Weg 13 • 59494 Soest
Tel.: 0172 2745444 • Fax: 03212 1106197
info@hebinck-unternehmensberater.de
www.hebinck-unternehmensberater.de


Quelle: DENTAGEN INFO 2021/04

LERNEN UND KURZURLAUB AN DER NORDSEE


Es kommt immer mal wieder die Frage bei (Noch-) Nicht-Mitgliedern auf, welche Vorteile eine DENTAGEN-Mitgliedschaft denn mit sich bringt. Neben einer überdurchschnittlich großen Kostenersparnis und Arbeitserleichterung mithilfe verschiedener Tools und kostenfreier Dienstleistungen, zählen wir den Wissensvorsprung zu den Hauptvorteilen.

Aus diesem Grund haben wir vor einigen Jahren den Arbeitskreis CAD/CAM, an dem schon viele von Ihnen teilgenommen haben, gegründet. Dieser ermöglicht Ihnen nicht nur Ihr Wissen immer wieder zu erweitern – die Treffen unterstützen auch das gesamte DENTAGEN-Netzwerk.

IHRE VORTEILE DURCH TEILNAHME AM ARBEITSKREIS:

  • Wissensvorsprung
  • Bildung von Netzwerken
  • Erfahrungsaustausch
  • Stärkung der Kooperationen innerhalb der Mitglieder

MOIN, MOIN AUS CUXHAVEN

Wie Sie bereits in der letzten Ausgabe der DENTAGEN INFO lesen konnten, ist die VOCO GmbH seit einigen Monaten DENTAGEN-Kooperationspartner. Aktuell planen DENTAGEN und VOCO gemeinsam für Sie einen Arbeitskreis CAD/CAM für das erste Quartal 2022.



Und warum sollten Sie die Arbeit nicht mit etwas Spaß verbinden? Firmensitz der VOCO GmbH ist das wunderschöne Cuxhaven. Da bietet es sich doch geradezu an, nach einem arbeitsreichen Tag den Sonnenuntergang von der Alten Liebe aus zu beobachten. Oder vielleicht sogar einen Kurzurlaub an der Nordseeküste zu genießen. Wir können auch einen Trip zur Hochseeinsel Helgoland bestens empfehlen. Klingt gut, oder?

Wann genau der Arbeitskreis bei VOCO stattfindet, erfahren Sie in den nächsten Wochen im DENTAGEN-Newsletter oder auf unseren Social-Media-Kanälen.

Quelle: DENTAGEN INFO 2021/04

DOMINIK KITZINGER


Zahlen waren immer sein Ding. Aber längst ist er ein professioneller Netzwerker, einer der in Deutschland unterwegs ist, der nicht müde wird, die Genossenschaftsidee als modernes Geschäftsmodell anzubieten und er sieht im Faible der jungen Generation für Schwarmintelligenz die ganz große Zukunftschance der Genossenschaften. Er ist ein überzeugter Familienmensch, in einer vielköpfigen Unternehmerfamilie groß geworden, hat in den Schulferien Gürtel in Miniröcke gezogen und Knöpfe angenäht. Journalist Bernd Overwien sprach für DENTAGEN INFO mit Dominik Kitzinger (52), Bereichsleiter Prüfung Genossenschaften beim Genossenschaftsverband – Verband der Regionen, der als Prüfungs- und Beratungsverband, Bildungsträger und Interessenvertretung für rund 2.600 Mitgliedsgenossenschaften tätig ist.

Wenn Sie auf einer Grillparty gefragt werden, was machen Sie eigentlich beruflich? Was sagen Sie dann?

Das was ich bin: Bereichsleiter Prüfung Genossenschaften. Ich muss natürlich erklären, was ein Genossenschaftsverband ist. Dass wir eine Wirtschaftsprüfungsgesell­schaft sind und für unsere Mitgliedsgenossenschaften den gesetzlichen Auftrag haben, Prüfung, Betreuung, Beratung und Bildung durchzuführen und anzubieten.

Da tanzen Zahlen als abstrakte mathematische Objekte und fließen munter in Tabellen. Ist das Ihr beruflicher Alltag?

Natürlich ist die Wirtschaftsprüfung zahlengesteuert. Aber meine Aufgabe ist es, funktionierende Abteilungen und Teams in der überwiegenden Mehrheit unserer Bundesländer zu organisieren. Wenn ich morgens aufstehe, denke ich also nicht an Zahlen, sondern an die Herausforderungen einer guten Mitarbeiterführung.

Man wird ja nicht schwuppdiwupp ein Chef für 1500 Mitarbeiter in fast ganz Deutschland. Wo stecken Ihre beruflichen Wurzeln?

Ich komme aus der Bankenprüfung. Da sind nackte Zahlen, die Bilanzsummen und Betriebsergebnisse das Nonplusultra. Aber das Schöne an Genossenschaften ist, dass die Zahlen wichtig sind, aber es geht in erster Linie intensiv um die Mitgliederförderung. Es gilt zu überzeugen, wie man in einer Genossenschaft wirtschaftlich erfolgreich sein kann und wettbewerbsfähig bleibt.

Sind die Beobachtungen von Professor Dr. Theurl an der Uni Münster für Sie als Genossenschaftsverband wertvoll?

Oh ja. Sie sagte in einem Interview mit DENTAGEN INFO, dass sich beispielsweise die Vorstellungen von Lebensge­staltung bei jungen Studenten ändern. Da gehe es schon sehr früh um die finanziellen Risiken einer Selbstständigkeit. Eine Einzelpraxis sei bei den Medizinstudenten mit der Bereitschaft zur Selbstausbeutung verbunden. Das sei keine Perspektive. Junge Studierende hätten heute ein Faible für Schwarmintelligenz.

Ist das nicht eine Steilvorlage für die Genossenschaftsidee?

Ist es. Wir müssen auf diese Gene­ration offen zugehen. Aber das Problem ist, dass wir allein sind. Genossenschaftsverband oder eben die Genossenschaften werben sehr wohl, aber das ist zu wenig. Fragen Sie mal Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder die Kammern, ob sie ihre Klientel in dafür angebrachten Situationen auf Genossenschaften hinweisen? Dennoch: Der Genossenschaftsgedanke ist modern. Und die nachfolgenden Generationen machen uns da Hoffnung.



Haben Genossenschaften eigentlich keine Lobby in Berlin?

Fakt ist: Der Genossenschaftsgedanke steht in fast allen Parteiprogrammen, aber in der praktischen Politik geschieht da nichts. Seit mehreren Legislaturperioden. Wir müssen uns selbst helfen. Aber das geht ja leider auch den Zahntechnikern und anderen Handwerkergruppen nicht anders.

Wird die Politik, werden die Kammern, beispielsweise ärztliche Genossenschaften auf den Radar bekommen?

Ich glaube schon. Niedergelassene Ärzte sind heute vielfach mit sich verschärfenden Rahmenbedingungen konfrontiert. Dennoch wünschen sie sich eine wirtschaftlich erfolgreiche Praxis, in der sie ihre Autonomie wahren und qualitativ hochwertige Gesundheitsleistungen erbringen können. Mit der eingetragenen Genossen­schaft, also einer eG, steht eine Kooperationsform zur Verfügung, die wesentlich zur Verwirklichung dieser Zielsetzungen beitragen kann. Spätestens mit der im Jahr 2006 vorgenommenen Novellierung des Genossenschaftsgesetzes eignet sich die genossenschaftliche Rechtsform ideal für Ärzte, die den Strukturveränderungen im ambulanten Bereich positiv begegnen wollen. Genossenschaftliche Unternehmen stehen ihren Mitgliedern seit jeher in schwierigen ökonomischen Situationen bei. DENTAGEN eG ist hierfür doch das beste Beispiel.

Wie kriegen wir jetzt die Kurve ins Persönliche? Was ist Heimat?

Oh, das fällt leicht. Ich bin geboren in Rees, der schönsten und ältesten Stadt am unteren Niederrhein. Das ist meine Heimat. Auch wenn durch Bombardements im 2. Weltkrieg viel Historisches zerstört worden ist, hat Rees seinen Charme als historische Stadt am Niederrhein behalten. Da ist die Welt noch in Ordnung.

Sind Sie in Rees auch zur Schule gegangen?

Ja, ich hatte das Glück, in ländlicher Umgebung auf einem Reiterhof auf­zuwachsen und später zu einem schönen Gymnasium zu gehen. Nach 135 Jahren Schulgeschichte des Hauses Aspel ist das Gymnasium später dann umgesiedelt. Aber es lohnt sich wirklich die Geschichte meiner Schule zu lesen. Oder mal kurz zu googlen.

Sie stammen aus einer Unternehmerfamilie. Haben Sie in dem Familienunternehmen selbst gearbeitet?

Nein, ich war ja der Jüngste. Aber als Kinder wurden wir in den Schulferien eingespannt. Gürtel in die produzierten Röcke ziehen. Natürlich auch Miniröcke, die 70er waren ja meine Kindheitsjahre. Oder Knöpfe annähen, wenn der Knopfautomat verrückt spielte.

Ihr beruflicher Werdegang begann wo?

Abitur, dann habe ich – wird niemanden überraschen – in der Volksbank eine Lehre gemacht, in Münster dann BWL studiert, Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung und internationales Marketing-Management. Ich bin dann über einen guten Bekannten zum Genossenschaftsverband gekommen. Ehrlich gesagt, kannte ich den Verband überhaupt nicht. Aber die Arbeit hat mir von Beginn an Spaß gemacht, heute bin ich 21 Jahre beim Verband. Mit Hauptsitz in Düsseldorf, aber die Pandemie hat sehr viel verändert. Homeoffice ist jetzt angesagt.

Da kriegt man plötzlich auch mehr zu Hause mit, oder?

Wohl wahr. Ich habe mich zwar immer bemüht, bei allen beruflichen Reise­aktivitäten meinem Sohn noch gute Nacht zu sagen. Maximilian ist jetzt Zwölf, rauscht in die Pubertät, da muss man zu Hause schon die Ruhe bewahren und gucken, wie die Gattin das so macht. Und man denkt schon über die Sinnhaftigkeit eines Schulfachs Medienkompetenz nach.

Sind Sie ein politischer Mensch? Was treibt Sie um?

Es ist der Klimaschutz, wo ich nicht weiß, wie wir es anpacken sollen, was möglich ist in Deutschland? Und die Spaltung der Gesellschaft, die in der Pandemie so offen zu Tage tritt, macht mir schon große Sorgen. Wir stehen echt vor großen Herausforderungen.

Zeit für Hobbys?

Ich bin Jäger, aber ich sage immer, ich bin Jagdscheininhaber. Weil ich nicht so häufig aktiv bin. Die respektvolle Ausein­andersetzung mit der Natur ist mir wichtig. Ansonsten ist Tennis absolut meine Sache. Ich bin mit neun Jahren angefangen. Ich hatte Talent. Wirklich: Aber ich wollte in Rees bleiben. Und wenn der Körper im Alter nicht mehr so richtig mitmacht, steht man plötzlich auf dem Golfplatz.

Und wird Schatzmeister des Golfclubs…

… ja so ist das, wenn man meinen Beruf ausübt. Dann wird man freundlich gebeten. Ich habe dann zugesagt.

In Rees geboren, wohnen Sie heute in Bocholt. Also ein richtiger Nieder­rheiner. Welcher Fußballklub?

1.FC Köln. Ich mag Köln, gehe auch zum Karneval.

Sind Sie ein Jeck?

Ja, wenn ich dabei bin in Kölle, bin ich ein Jeck. Aber ansonsten gehe ich wohl eher nicht tagtäglich als rheinische Frohnatur durch.

Herr Kitzinger, herzlichen Dank für das Gespräch.

Quelle: DENTAGEN Info 2021/04

Machen Sie Ihren Fuhrpark rechtssicher

Das Thema Halterhaftung im Fuhrpark betrifft keinesfalls nur Unternehmen mit großen Fahrzeugflotten. Bereits ab dem ersten Dienstwagen muss auf die Einhaltung bestimmter Vorschriften geachtet werden, sonst drohen empfindliche Strafen. Worauf genau Sie Augenmerk legen müssen und wie dies mit relativ geringem Aufwand möglich ist, schildern wir Ihnen in diesem Artikel.

Kleinere Unternehmen mit nur wenigen Fahrzeugen in ihren Fuhrparks sind im genossenschaftlichen Verbund keine Seltenheit. Entsprechend beschäftigen Organisationen in dieser Größe meistens keinen dezidierten Fuhrparkmanager, der die Prozesse und Abläufe in der eigenen Fahrzeugflotte organisiert und sich dafür verantwortlich zeichnet. Vielmehr wird die Aufgabe des Fuhrparkmanagements an eine Person delegiert, die bereits mit anderen Aufgaben betraut ist, wie z. B. an einen Mitarbeiter der Personalabteilung.

Ein entsprechendes Delegieren der Verant­wortlichkeiten sollte jedoch in jedem Fall nicht nur dokumentiert werden, sie muss auch an eine geeignete, qualifizierte Person erfolgen. Das kann auch eine externe Organisation sein. Es entbindet die Geschäftsführung aber nicht davon, regelmäßig die ordnungsgemäße Arbeit der gewählten Person zu überprüfen, denn im Zweifelsfall ist sie selbst im Rahmen der Halterhaftung für die Sicherheit der Fahr­zeuge, die Eignung der Fahrer und das Ergreifen der notwendigen Maßnahmen zur Unfallverhütung verantwortlich. Bei Nicht­einhaltung drohen Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr.

Regelmäßige Führerscheinkontrolle

Bekanntestes Beispiel für die Pflichten eines Fahrzeughalters ist die regelmäßige Kon­trolle der Führerscheine der Mitarbeiter. Auch wenn die Gesetzgebung keine ein­deu­tigen Vorgaben macht, hat sich in der Praxis ein Prüfzyklus mit mindestens zwei Kon­trollen pro Jahr etabliert. Eine Durch­führung der Führerscheinkontrolle kann dabei über verschiedenste Wege erfolgen: Die klassische Lösung des regelmäßigen, physischen Vorlegens des Führerscheins vor Ort ist zwar zeitaufwendig, bei entsprechender Dokumentation aber rechtlich völlig in Ordnung.

Elektronische, revisionssichere Lösungen fordern in der Regel automatisch die Fahrer zur Kontrolle auf. Diese kann dann mittels Smartphone-App durchgeführt werden, zumindest bei aktuellen Führer­scheinen im Kartenformat. Alle anderen Varianten benötigen einen aufgebrachten RFID-Chip, welcher an Prüfstationen deutschlandweit elektronisch kontrolliert werden kann.

Fahrerunterweisung gemäß UVV

Eine weitere Pflicht, die in diesem Fall aber nicht beim Fahrzeughalter, sondern beim Arbeitgeber verankert ist, ist die Durch­führung der regelmäßigen Fahrerunter­weisung von Dienstwagenfahrern nach den Vorschriften der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) im Rahmen der Unfallverhütungsvorschriften (UVV). Hier geht es in erster Linie um die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit der Beschäftigten.

Grundsätzlich sollten in den entsprechenden Unterweisungen Themenfelder wie das Verhalten bei Unfällen, Sicherheitschecks vor der Abfahrt oder Ladungssicherung abgedeckt werden. Doch auch Hinweise zum Verhalten des Fahrers, seinem Fahrstil, dem Umgang mit Stress oder Vorgaben zur Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sollten Berücksichtigung finden.

Die Fahrerunterweisung nach UVV kann als klassische Präsenzveranstaltungen mit entsprechender Anwesenheitsliste durch­geführt werden. Alternativ sind auch Schulungen über E-Learning-Plattformen geeignet, die geforderte Unterweisung rechtssicher durchzuführen.

Überprüfung des Fahrzeugs

Ebenfalls durch eine Vorschrift der DGUV begründet ist die Pflicht zur regelmäßigen Überprüfung des Fahrzeugs. Diese Pflicht teilen sich Fahrzeughalter und Fahrer. So ist der Fahrer angehalten, vor Nutzung des jeweiligen Fahrzeugs dieses auf offensicht­liche Mängel zu prüfen.

Jährlich hat auch eine Prüfung des Fahrzeugs durch einen Sachkundigen zu erfolgen, welche in der Regel im Rahmen eines Werkstatt­aufenthaltes durchgeführt wird. Termine zum Reifenwechsel oder Inspektionstermine der Fahrzeuge sind dazu ideal geeignet. Instruieren Sie Werkstätten, mit denen Sie zusammenarbeiten, Ihnen das Prüf-Protokoll mit der Rechnung zukommen zu lassen – denn auch die Durchführung der Fahrzeug­prüfung nach UVV muss revisionssicher dokumentiert sein.

Die Verpflichtungen eines Fuhrparkverantwortlichen sind somit sehr umfangreich und teilweise arbeitsintensiv. Gleichzeitig können die persönlichen Konsequenzen für die im Unternehmen verantwortlichen Personen weitreichend sein, falls die entsprechenden Prozesse nicht etabliert und sauber dokumentiert sind. Eine Überprüfung der Situation im eigenen Hause ist somit für jeden Geschäftsführer und Fuhrpark­ver­antwortlichen empfehlenswert.

Unterstützung bei der erfolgreichen Imple­mentierung der notwendigen Maß­nahmen bietet die DRWZ Mobile als zentraler Partner der Genossenschaften in Fragen rund um den Fuhrpark und Mobilität.

So können Mitglieder des genossenschaftlichen Verbundes über einen Rahmenvertrag mit der Firma LapID Service GmbH deren Lösungen für eine revisions- und rechts­sichere Führerscheinkontrolle und Fahrerunterweisung nutzen.

Zusätzlich bietet die DRWZ Mobile auch Unternehmen mit kleinen Fuhrparks die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge vollständig in einem externen Fuhrparkmanagement verwalten und betreuen zu lassen. Kunden profitieren dabei nicht nur von der Sicher­stellung der Einhaltung der rechtlichen Pflichten, sondern darüber hinaus ebenfalls von Kostenvorteilen durch die konsequente Nutzung der Rahmenverträge der DRWZ Mobile.



Sören Hensen, Geschäftsführer DRWZ Mobile GmbH

DRWZ Mobile GMBH
Leipziger Straße 35
65191 Wiesbaden
T 0611 50662600
www.drwzmobile.com


Quelle: DENTAGEN Info 2021/04

Fettleibigkeit erhöht Parodontitis-Risiko

 

 

Chronische Entzündungen, die durch Fettleibigkeit verursacht werden, können die Entstehung von Zellen begünstigen die den Abbau von Knochengewebe fördern. Einschließlich des Alveolarknochens, so eine neue Studie der Universität in Buffalo.

Eine Studie die im Journal of Dental Research veröffentlicht wurde, ergab, dass übermäßige Entzündungen aufgrund von Fettleibigkeit die Anzahl der Myeloid-derived Suppressor Cells (MDSC) erhöhen. Diese Zellen, gehören zu einer Gruppe von Immunzellen, die während einer Krankheit zunehmen, um die Immunfunktion zu regulieren. MDSCs, die ihren Ursprung im Knochenmark haben, entwickeln sich zu einer Reihe verschiedener Zelltypen, einschließlich Osteoklasten.

Knochenschwund ist ein Hauptsymptom von Zahnfleischerkrankungen und kann letztendlich zu Zahnverlust führen. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention sind mehr als 47% der Erwachsenen ab 30 Jahren von Zahnfleischerkrankungen betroffen.

 

Klarer Zusammenhang zwischen dem Grad der Fettleibigkeit Parodontitis

„Obwohl es einen klaren Zusammenhang gibt, wurden die Mechanismen, die den Zusammenhang zwischen diesen Erkrankungen untermauern, nicht vollständig verstanden“, sagt Keith Kirkwood, DDS, PhD, Professor für Oralbiologie an der UB School of Dental Medicine .

„Diese Forschung fördert das Konzept, dass die MDSC-Expansion während der Fettleibigkeit zu Osteoklasten während der Parodontitis mit einer erhöhten Zerstörung des Alveolarknochens verbunden ist. Zusammengenommen stützen diese Daten die Ansicht, dass Fettleibigkeit das Risiko eines parodontalen Knochenverlusts erhöht“, sagt Kyuhwan Kwack, PhD, Postdoc am Department of Oral Biology der UB.

Untersucht wurden zwei Gruppen von Mäusen, die über einen Zeitraum von 16 Wochen sehr unterschiedliche Diäten erhielten: eine Gruppe eine fettarme Diät, die 10 % der Energie aus Fett bezieht, die andere Gruppe eine fettreiche Diät, die 45 % der Energie aus Fett bezieht.

Die Untersuchung ergab, dass die fettreiche Diätgruppe, mehr Entzündungen und eine stärkere Zunahme von MDSCs in Knochenmark und Milz im Vergleich zur fettarmen Diätgruppe aufwies. Die Gruppe mit fettreicher Ernährung entwickelte auch eine signifikant größere Anzahl von Osteoklasten und verlor mehr Alveolarknochen.

Auch die Expression von 27 Genen, die an die Osteoklastenbildung gebunden sind, war in der Gruppe, die mit einer fettreichen Diät gefüttert wurde, signifikant erhöht.

Die Ergebnisse könnten mehr Licht auf die Mechanismen werfen, die hinter anderen chronisch entzündlichen, knochenbezogenen Erkrankungen stehen, die sich gleichzeitig mit Fettleibigkeit entwickeln, wie Arthritis und Osteoporose, sagt Kirkwood.

 


Quelle: Universität Buffalo/Journal of Dental Research

Zahnvorsorge bei Diabetes besonders wichtig

Eine große Kohortenstudie stellte fest, dass Patienten mit Vorerkrankungen einen schlechteren Zahnstatus hatten als gesunde Probanden.

Nichtübertragbare Krankheiten und orale Erkrankungen haben mehrere gemeinsame Merkmale. Sie sind alle multifaktoriell, chronisch und fortschreitend. Insbesondere orale Erkrankungen teilen einige wichtige Risikofaktoren mit nicht übertragbaren Krankheiten (NCDs). Zum Beispiel Diabetes und Adipositas. Zudem sind orale Erkrankungen chronisch-entzündliche Erkrankungen, welche im gesamten Körper Entzündungen hervorrufen können. Aus diesen Gründen hat die Forschung zum wechselseitigen Zusammenhang zwischen oralen Erkrankungen und anderen nicht übertragbaren Krankheiten verstärkte Aufmerksamkeit bekommen.

Eine aktuelle Studie aus Korea hat nun untersucht, ob der Zahnstatus, repräsentiert durch den DMFT-Wert (Methode zur Kariesrisikobestimmung), durch das Vorhandensein von nicht übertragbaren Krankheiten beeinflusst wird. Außerdem sollte bestimmt werden, welche nicht übertragbaren Krankheiten einen größeren Einfluss auf den Zahnstatus hatten.

Große Studie mit über 10.000 Probanden

Die retrospektive Querschnittsstudie umfasste insgesamt 10 017 Personen. Das Vorhandensein von nicht übertragbaren Krankheiten wurde auf der Grundlage der selbst berichteten Anamnese erfasst. Diese war in der zahnärztlichen Krankenakte jedes Patienten aufgezeichnet war. Der individuelle DMFT-Score wurde auf der Grundlage der zahnärztlichen Aufzeichnungen und Röntgenaufnahmen bewertet.

Bluthochdruck hatte den größten Einfluss auf die Zahngesundheit

Insgesamt 5 388 Personen hatten mehr als eine NCD, darunter Bluthochdruck, Diabetes mellitus (DM), Hyperlipidämie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) und Osteoporose. Der durchschnittliche DMFT-Score betrug 8,62 ± 7,10 in der NCD-Gruppe und war somit signifikant höher als in der Gruppe ohne NCD (5,53 ± 5,48) (p < 0,001). Bluthochdruck war der einflussreichste Faktor. Osteoporose, DM und CVD waren wichtige Risikofaktoren, die in einigen Subgruppen ausschlaggebend waren.

NCD-Patienten hatten einen schlechteren Zahnstatus als gesunde Probanden. Die Autoren halten deshalb ein besseres zahnärztliches Screening von Patienten mit nicht übertragbaren Krankheiten für erforderlich. Dadurch soll Zahnverlust durch Karies zu verhindert werden. Dies ist insbesondere bei Patienten wichtig, bei denen mehrere Erkrankungen gleichzeitig vorliegen.


Kim, H.-J., Cho, Y., Noh, Y., Joo, J.-Y., & Park, H. R. (2021). A decision tree to identify the combinations of non-communicable diseases that constitute the highest risk for dental caries experience: A hospital records-based study. PLOS ONE, 16(10), e0257079. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0257079

Quelle & Rechte: DeutschesGesundheitsPortal

Neuer Speicheltest zur Diagnose von Mund- und Kehlkopfkrebs

Das in den USA ansässige Biotech-Unternehmen Viome vermarktet seit kurzem eine Flüssigbiopsie zur Früherkennung von Mund- und Rachenkrebs. Diese basiert auf den Forschungen von Wissenschaftlerin Prof. Chamindie Punyadeera. 

Dieser Test könnte viele Leben retten

Prof. Punyadeera hat ein Jahrzehnt lang die Möglichkeit erforscht, dass Speichel die optimale diagnostische Flüssigkeit für die Früherkennung von Mund- und Rachenkrebs ist. Auslöser für ihre Forschungen war der Tod ihres jungen Schwagers, bei dem innerhalb von sechs Monaten Mundkrebs diagnostiziert wurde.

Die Wissenschaftlerin legte den Grundstein für die Kommerzialisierung des neuen Geräts, indem sie systematisch Speichelproben von Patienten mit Mund- und Rachenkrebs sammelte. Anschließend Protokolle für die Speichelsammlung und -optimierung erstellte, einen wichtigen ungedeckten klinischen Bedarf feststellte und mit Klinikern zusammenarbeitete. 

Laut Prof. Punyadeera steigt das Risiko, an Mundkrebs zu erkranken, mit dem Alter an und nimmt nach dem Alter von 50 Jahren schneller zu. „Dieser Test könnte viele Leben retten, denn bisher war es schwierig, Mundkrebs im Frühstadium zu erkennen, weil es keine wirksamen Diagnoseinstrumente gab“, sagt sie. „Dies hat zu einer späten Diagnose, einer schlechten Prognose und niedrigen Überlebensraten geführt.“

Das Früherkennungsgerät wurde in den USA von der Food and Drug Administration (FDA) als bahnbrechendes Gerät eingestuft.


Quelle: tri.edu.au; DOI: 10.21203/rs.3.rs-55052/v1

Prävention von Zahnfleischerkrankungen lohnt sich

Studie zeigt: Prävention von Zahnfleischerkrankungen lohnt sich

Parodontitis beeinträchtigt Betroffene auf vielfältige Weise. Neben schmerzendem Zahnfleisch sowie im schlimmsten Fall drohendem Zahnverlust steigt bei Patienten das Risiko für Diabetes, Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen1. Andererseits haben Präventionsmaßnahmen hohe Erfolgschancen. Dass das nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch das Gesundheitssystem entlasten kann, zeigt eine aktuelle Analyse der Economist Intelligence Unit (EIU)3.

Was haben Zahnärzte, Dentalhygieniker, zahnmedizinische Fachangestellte sowie andere Dental-Fachkräfte gemeinsam?

Ganz offensichtlich: Sie schauen tagtäglich vielen Patienten in den Mund. Daraus ergibt sich eine zweite Gemeinsamkeit, die zugleich eine große Chance sein kann. Denn neben der Behandlung bestehender Zahn- und Zahnfleischerkrankungen tragen die genannten Berufsgruppen maßgeblich zu deren Prävention bei. Dass das die Betroffenen freut, liegt auf der Hand. Eine aktuelle Analyse der Economist Intelligence Unit (EIU) weist jetzt Zahlen auf, welche Politik und Gesundheitssystem ebenfalls motivieren sollten, um vermehrt auf Prävention im Mundraum zu setzen.

Status quo: Hohe Prävalenzen schwerer Zahnfleischerkrankungen bedeuten steigende Kosten

Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist von schweren Zahnfleischerkrankungen betroffen2. Somit schafft es Parodontitis traurigerweise auf den fünften Platz der weltweiten Hauptursachen für Folgeerkrankungen – und zwar direkt hinter Diabetes und Nieren-Erkrankungen sowie kardiovaskulären Krankheiten3. Was die Betroffenen Gesundheit – und leider häufig sogar mehrere Lebensjahre – kostet, hat auch Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft: Es ist schlichtweg teuer, wenn eine bestehende Parodontitis behandelt wird (= direkte Kosten) sowie Menschen aufgrund von Krankheit arbeitsunfähig werden (= indirekte Kosten). So belaufen sich die direkten Kosten weltweit jedes Jahr auf knapp 300 Milliarden US-Dollar und machen 4,6 Prozent der weltweiten Ausgaben des Gesundheitswesens aus3. Hinzu kommen immaterielle Kosten für jeden einzelnen, die nur schwer messbar sind und sich in Form von Schmerzen, Sprachschwierigkeiten sowie geringem Selbstwertgefühl äußern.

Prävention hilft doppelt: Bessere Gesundheit + gesamtgesellschaftliche Kosteneinsparungen

Das zahnmedizinische Fachpersonal kennt diese beschriebene Problematik und arbeitet eng mit Patienten zusammen, um Gingivitis (die Vorstufe der Parodontitis) vorzubeugen. Dazu gehört das Besprechen der geeigneten Putzdauer, das Vermitteln einfacher Putztechniken sowie die individuelle Beratung bezüglich passender Technologien im Bereich von Zahnbürsten, -pasten und -seiden. In dieser Gesamtheit könnten allein in der Bevölkerung in Deutschland die Summe aller in Gesundheit verbrachter Jahre (= HLY / Healthy Life Years) um 5,7 Millionen Jahre steigen sowie jährlich – ebenfalls allein ein Deutschland (!) – bis zu 10 Milliarden Euro gespart werden3. Insbesondere zahnmedizinischen Fachangestellten und Dentalhygienikern kommt dabei eine entscheidende Rolle zu, vermuten die Autoren des EIU-Berichts. So heißt es in deren Schlussfolgerung: „Obwohl in unserer Analyse nicht direkt gemessen, können entsprechende Präventionsmaßnahmen von Mitgliedern des breiten zahnmedizinischen Teams statt von Zahnärzten durchgeführt werden. Dies könnte die Kosteneffizienz der Gingivitis-Prävention zusätzlich fördern.“


1 Deutsche Mundgesundheitsstiftung (o.J): Der Zahnarzt erkennt viel mehr als Erkrankungen der Zähne. Online unter: https://diemundgesundheitsstiftung. de/wissenschaft/alzheimer-parodontitis/ 
2 Laut des Weltverbands der Zahnärzte FDI leiden weltweit über 50 Prozent und in Europa sogar 80 Prozent der Bevölkerung an Zahnfleischproblemen
3 Die Economist Intelligence Unit (2021): Time to take gum disease seriously: The societal and economic impact of periodontitis. London, The Economist Intelligence Unit

Quelle: P&G