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Im Vergleich: Zahnverfärbungen bei Rauchern und Nichtrauchern

Studie zeigt: Im Vergleich zu Nichtrauchern sind die Zähne von Rauchern deutlich weniger weiß. Dennoch verbessert sich das Aussehen der Zähne nach dem Rauchstopp bzw. dem Umstieg auf die E-Zigarette.

Italienische Forscher haben in einer aktuellen Studie nachgewiesen, dass die Zähne von Rauchern deutlich weniger weiß sind als die von Nichtrauchern. Hierzu kam die Technik der digitalen Spektralphotometrie zur Bewertung der Farbindizes von Zahnschmelz zum Einsatz. Das Novum dabei basiert in der Genauigkeit digitaler Messdaten, bislang kam bei ästhetischen Erhebungen der Beurteilung des Zahnweiß immer das Augenmaß entsprechend vordefinierter Farbskalen zum Einsatz: eine subjektive und ungenaue Methode.

Digitale Spektralphotometrie

In der Studie „Repeatability of dental shade by digital spectrophotometry in current, former, and never smokers” wurde die Technik der digitalen Spektralphotometrie verwendet, um die Zahnweiß-Indizes mit großer Präzision zu messen und sie zwischen Rauchern, ehemaligen Rauchern und Nichtrauchern zu vergleichen. „Wir sind stolz”, erklärt Giovanni Zucchelli, „auf die Ergebnisse unserer Forschung, die zeigen, dass die Zähne von Rauchern viel weniger weiß sind als die von Nichtrauchern. Außerdem lag der Zahnweiß-Index von Ex-Rauchern in einer mittleren Position zwischen Rauchern und Nichtrauchern”. Zahnverfärbungen, die durch Zigarettenrauch verursacht werden, sind nicht dauerhaft, und der Prozess kann durch einen Rauchstopp rückgängig gemacht werden.

Ästhetischer Stellenwert als Ansporn für das Nichtrauchen

Die Forscher führen eine internationale Studie durch, um die Auswirkungen des Konsums von E-Zigaretten und erhitzten Tabakprodukten auf die Mundgesundheit und die Ästhetik des Lächelns bei einer Stichprobe von mehr als 600 Personen zu untersuchen. „Im Hinblick auf die öffentliche Gesundheit”, sagt Riccardo Polosa, „könnten diese Studien eine große Wirkung haben. Menschen, die Probleme wie Mundgeruch haben oder das Aussehen ihres Lächelns für wichtig halten, könnten sich bei ihrer Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören, stark von ästhetischen Überlegungen leiten lassen”.

Studie wird fortgeführt

In Zusammenarbeit mit Experten der Universität Catania und der Universität Bologna verglichen die Forscher die Intensität der Zahnaufhellung bei Rauchern, Ex-Rauchern und Nichtrauchern. Um den Ergebnissen mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen, überprüften sie die Messungen des Weißgrades der Zähne sieben und dreißig Tage nach dem ersten Besuch. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Studie planen die Autoren die Durchführung einer größeren internationalen Studie, in der sie die Veränderungen des Zahnweiß bei Rauchern untersuchen wollen, die sich für den Umstieg auf alternative nikotinfreisetzende Produkte wie E-Zigaretten und erhitzte Tabakprodukte entscheiden.

Zu den ersten Studienergebnissen geht es hier entlang: https://link.springer.com/article/10.1007/s10266-022-00692-x


Quelle: Springer

DENTAGEN-Partnertreff 2022: Das Programm

Am 19. und 20. August heißen wir Sie wieder alle willkommen zum beliebten DENTAGEN-Partnertreff im GENO Hotel in Rösrath.

Traditionell beginnt der Veranstaltungsreigen am Freitag, 19. August 2022 um 15 Uhr, mit der diesjährigen Generalversammlung. Endlich wieder als Präsenzveranstaltung und nicht nur als reiner Online-Event.

Am Freitagabend folgt der gesellige Teil – unser Get Together. Im Innenhof des GENO Hotels treffen wir uns wieder zu einem gemütlichen Abend bei einem Glas Wein oder Kölsch. Plaudern und fachsimpeln Sie, tauschen Sie Meinungen und Erfahrungen mit Kollegen und Kunden aus, lernen Sie die Kooperationspartner und Mitarbeiter von DENTAGEN kennen. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Gäste und auf einen Abend mit vielen anregenden Gesprächen.

Für den Partnertreff am Samstag, 20. August 2022, planen wir derzeit ein interessantes Fortbildungsprogramm mit hervorragenden Referenten. Ein erster Top-Referent steht bereits fest:
Ralph Goldschmidt. Der Persönlichkeitstrainer und Redner aus Leidenschaft ist voll bei der Sache, wenn es um Scheitern, Glück und Selbstverantwortung geht und gilt als Experte für Lebens­kunst. In Anlehnung an sein Buch „Shake your Life“ zeigt Ralph Goldschmidt seinem Publikum Wege, um kraftvoll durch bewegte Zeiten zu navigieren.

Flankiert wird der Partnertreff wieder von einer Industrieausstellung mit aktuellen Angeboten der DENTAGEN-Kooperationspartner.

 

Hier geht’s zum vollständigen Programm-Fyler!

 

 

Wir freuen uns auf das Wiedersehen!

Auswirkung von Masken und Desinfektionsmitteln auf Migräne

Seit der Anfangszeit der COVID-19-Pandemie sind Schutzausrüstungen, wie Mundschutzmasken und Desinfektionsmittel, nicht mehr wegzudenken. Diese Helfer sollen zum Schutz vor einer Ansteckung dienen.

Laut einer Studie, welche von Forschern in der Türkei durchgeführt wurde, stellte sich jedoch heraus, dass die Schutzmittel einen negativen Einfluss auf die Gesundheit von Migränepatienten haben können.

Die Untersuchung erfolgte mit 310 Patienten. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass jeder dieser Patienten eine Migränediagnose von mindestens zwei Jahren aufweist.

Dabei kategorisierten die Forscher die Patienten in folgende drei Gruppen:

  • Migäneverschlechterung, welche sich durch die Zunahme der Migränehäufigkeit, Migränetage pro Monat, Migräneanfalldauer und Schweregrad der Kopfschmerzen zeigt
  • Stabile Migräne, bei der keine oder minimale Veränderungen zu erkennen sind
  • Migräneverbesserung, welche sich durch die Abnahme dieser verdeutlichte

Die Forscher fanden heraus, dass der Maskentyp, die Dauer der Maskennutzung sowie der Geruch nicht zur Migräneverschlimmerung beitragen und somit als unabhängige Risikofaktoren angesehen werden. Hinzu kommt, dass die Auswirkungen von Pandemiebeschränkungen in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich sind, da die jeweiligen Milieu andere Gesundheitssysteme aufweisen.

Den betroffenen Patienten wurden spezielle Empfehlungen ausgesprochen, welche die Lebensqualität verbessern sollen. Hierbei wurde ihnen geraten, die Verwendung von Desinfektionsmitteln explizit unter Berücksichtigung ihrer Arbeits- und sozialen Lebensbedingungen zu verwenden.


Quelle: The American Journal of Managed Care

Kohlenhydrate begünstigen schlechte Mundgesundheit

Lebensmittel, die wir regelmäßig zu uns nehmen, beeinflussen nachweislich die Zusammensetzung der Bakterien in unserem Mund. Wissenschaftler der University at Buffalo haben jetzt gezeigt, wie sich der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auf das orale Mikrobiom von Frauen nach der Menopause auswirkt. Sie fanden heraus, dass eine höhere Aufnahme von zucker- und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln die Gesundheit bei älteren Frauen negativ beeinflussen kann.

Dies ist die erste Studie, die die Kohlenhydrataufnahme und das subgingivale Mikrobiom in einer Reihe von Stichproben auf eine Verbindung prüft. „Keine andere Studie hatte die oralen Bakterien in Bezug auf eine so breite Palette von Kohlenhydratarten in einer Kohorte untersucht. Wir haben auch Zusammenhänge mit der glykämischen Last geprüft, die in Bezug auf das orale Mikrobiom nicht gut untersucht ist“, so die Erstautorin der Studie, Amy Millen.

Die Probanden der Studie bestanden dabei ausschließlich aus postmenopausalen Frauen. Bei der Untersuchung wurden Proben von subgingivaler Plaque, die unter dem Zahnfleisch auftritt, genommen. „Dies ist wichtig, da sich die an Parodontitis beteiligten oralen Bakterien hauptsächlich in subgingivaler Plaque befinden“, so Amy Millen.

Forscher konnte einen Zusammenhang zwischen Gesamtkohlenhydraten, glykämischer Last, Saccharose und Streptococcus mutans belegen. Dies ist nur ein Faktor, der zu Karies und einigen Arten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt. Das Team konnte auch konkrete Verbindungen zwischen Kohlenhydraten und dem Einfluss auf das oralen Mikrobiom feststellen.

Die Schlüsselfrage ist nun, was das alles für die allgemeine Gesundheit bedeutet, und das ist noch nicht so leicht zu verstehen. „Wenn mehr Studien durchgeführt werden, die das orale Mikrobiom mit ähnlichen Sequenzierungstechniken und dem Fortschreiten oder der Entwicklung von Parodontitis im Laufe der Zeit untersuchen, können wir möglicherweise bessere Rückschlüsse darauf ziehen, wie sich die Ernährung auf das orale Mikrobiom und die Parodontitis auswirkt“, sagte Millen.

 


Quelle: University at Buffalo

Wenn die Zahnfee zu Besuch kommt

Der erste Wackelzahn ist ein großes und spannendes Ereignis für die Kleinsten und kann als ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Kindes angesehen werden. Um das Älterwerden der Kinder zu feiern und etwas zu belohnen kommt die altbekannte Geschichte der Zahnfee ins Spiel. Doch wer ist die Zahnfee eigentlich? Welche Geschenke bringt sie den Kleinsten? Und wie kann man das Thema Zahnfee direkt nutzen und die Wichtigkeit einer ordentlichen Zahnpflege sachte an die Kinder herantragen?

Wer ist eigentlich diese Zahnfee? 

Die Geschichte der Zahnfee existiert schon seit Jahrhunderten. Die Zahnfee wird als Fabelwesen beschrieben, die als gute Fee den Kindern Geschenke im Tausch für einen ausgefallenen Milchzahn vorbeibringt. Die Geschichte besagt, dass die Zahnfee nachts im Kinderzimmer vorbeischaut, sobald ein Zahn des Kindes herausfällt. Das Kind legt meist den Zahn unter sein Kopfkissen und erhält als Tausch ein kleines Geschenk. Die überraschten Kinderaugen nach dem Aufwachen der Kleinen sind etwas ganz Besonderes.

Was bringt die Zahnfee?

Ein Kind hat 20 Milchzähne, die meist im Alter zwischen sechs und 13 Jahren ausfallen. Für Eltern gibt es nun mehrere Möglichkeiten, mit der Zahnfee-Thematik umzugehen. Beispielsweise kann man sich dazu entscheiden, der Zahnfee ein riesiges Geschenk zu machen und ihr mehrere Zähne auf einmal schenken. Sammelt man die Milchzähne in einer Zahndose, kann das Geschenk der Zahnfee womöglich etwas größer ausfallen und einen sehnlichen Wunsch der Kleinen erfüllen. Doch nicht jedes Kind will so lange auf die Zahnfee warten. Sollte die Zahnfee des öfteren im Kinderzimmer vorbei schauen, können die folgenden kleinen Geschenkideen große Freunde bei den Kindern hervorrufen:

  • Hörspiele 
  • CDs
  • Kuscheltiere 
  • Malbücher 
  • Bücher
  • Puzzle 
  • Gesellschaftsspiele für die ganze Familie 
  • Geld für das Sparschwein 
  • Zahnpflegeprodukte in schönen Farben 
  • Zahnputzbecher 
  • Schulausrüstung 

 

Die Zahnfee belohnt gepflegte Milchzähne

Wenn man schon einmal beim Thema Zähne ist, kann man die Geschichte der Zahnfee auch nutzen, um seinem Kind die Bedeutung von Zahnpflege näher zu bringen. Kinder hören natürlich nicht immer auf das, was einem die Eltern sagen. Insbesondere wenn es darum geht, sich die Zähne zu putzen – und das zweimal oder dreimal am Tag! Also warum nicht die nette Zahnfee um Hilfe bitten, die Geschenke im Tausch gegen gesunde und gut gepflegte Zähne vorbeibringt? Vielleicht legt die Zahnfee ja auch einen persönlichen Brief unter dem Kopfkissen ab – die perfekte Gelegenheit für pädagogisch wertvolle Zahngesundheits-Tipps.

 


Quellen:

  • https://zahnspangen.de/
  • Berg, B, Cremer, M, Flothkötter, M. et al. (2021). Kariesprävention im Säuglings- und frühen Kindesalter. Monatsschr Kinderheilkd (2021).
  • Das Gesundheitsportal medondo.health
  • Reich E. Kariesprophylaxe mit Fluoriden – Aktuelle Empfehlung. Quintessenz Team-Journal 48 (2018) 205-209
  • WalshT, Worthington H V, Glenny A-M,  Marinho V Cc, Jeroncic A. Fluoride toothpastes of different concentrations for preventing dental caries. Cochrane Database Syst Rev. 2019 Mar 4;3(3)
  • Benson PE, Parkin N, Dyer F, Millett DT. Fluorides for preventing early tooth decay (demineralised lesions) during fixed brace treatment. Germain P.Cochrane Database Syst Rev. 2019 Nov 17;2019(11)

 

Das sind die 10 Tops und Flops bei der Zahnpflege

Wie pflege ich meine Zähne richtig? Was ist die beste Zahnbürste, Zahnpasta oder Mundspülung? Worauf muss ich achten und was sind absolute No Gos bei der Zahnpflege? Bestimmt hören Sie von Ihren Patienten häufig solche Fragen. Wir haben einige Tops und Flops bei der Zahnpflege zusammengestellt, die Sie bei der Patientenberatung ansprechen können.

Die richtige Mundhygiene ist essentiell für gesunde Zähne und Zahnfleisch. Neben regelmäßigen Kontrollen beim Zahnarzt und der professionellen Zahnreinigung dürfen Patienten die häusliche Zahnpflege aber nicht vernachlässigen oder sogar schwerwiegende Fehler dabei machen. Diese Auflistung der 10 bekanntesten Tops und Flops bei der Zahnpflege bietet Ihnen bei der Patientenberatung die richtige Hilfestellung, um Fehler bei Putzroutine oder Ernährung der Patienten zu identifizieren.

Flop 1: Mund und Zähne als Hilfsmittel verwenden

Die Verpackung geht nicht auf und der Flaschenverschluss sitzt auch fest? Schnell sind einige Menschen dann dabei, das Problem mit den Zähnen zu lösen oder in diesem Fall aufzureißen. Doch Vorsicht, dabei können leicht Stücke der Zähne absplittern oder sogar Zähne abbrechen.

Flop 2: Übermäßiger Druck

Viel hilft viel, auch beim Zähneputzen? Viele Patienten denken, je fester sie beim Putzen drücken, desto sauberer werden die Zähne. Das Problem ist jedoch, dass durch übermäßiges starkes Schrubben nicht nur die Zahnbeläge verschwinden, sondern auch der Zahnschmelz. Aggressives Putzen trägt ihn ab und die Zähne werden so anfälliger für Bakterien und Karies.

Flop 3: Obst, Obst, Obst

Ananas, Orangen oder Fruchtsäfte müssen gesund sein, denn sie enthalten viele Vitamine. Was viele dabei jedoch vergessen: Diese Lebensmittel enthalten auch viel Fruchtsäure, die bei übermäßigem Konsum den Zahnschmelz schädigen kann. Problematisch kann es auch werden, wenn Patienten zu viel Spinat essen. Denn dieser enthält neben viel Vitamin A leider auch viel Oxalsäure. Diese entzieht Kalzium und kann zu Erosionen führen.

Flop 4: Vorliebe für Weißmacher-Zahnpasta

Weißer, weißer, Warnung! Die Zähne sollen strahlend weiß werden, also ist Weißmacher-Zahnpasta dauerhaft das Mittel der Wahl? Besser nicht. Denn durch das enthaltene Titandioxid werden die Zähne zwar heller, doch täglich angewendet sind die Zahncremes zu abrasiv und können den Zahnschmelz regelrecht wegreiben. In jedem Fall ist eine Beratung durch eine Prophylaxefachkraft vorher sinnvoll.

Flop 5: Hausmittel zur Zahnaufhellung nutzen

Zähne weiß wie Schnee sind ein Schönheitsideal. Um das zu erreichen, greifen viele Menschen auch zu ungewöhnlichen Hausmitteln, angefeuert durch diverse DIY-Videos in den sozialen Medien. Doch Backpulver, Zigarrenasche oder Zitronensaft haben dafür nichts im Mund zu suchen. Sie zerstören den Zahnschmelz und als natürliches Bleichmittel völlig ungeeignet. Wer gerne seine Zähne aufhellen möchte, sollte lieber in der Zahnarztpraxis ein professionelles Bleaching durchführen lassen.

Flop 6: Nach dem Essen nicht mit der Zahnpflege warten

Gerade Kekse, Gummibärchen oder Schokolade genascht und schnell soll der Zucker von den Zähnen runter? An sich ist das die richtige Einstellung, doch direkt nach dem Verzehr ist das Zähneputzen nicht sinnvoll. Besonders säurehaltige Speisen und Getränke weichen den Zahnschmelz etwas auf. Greifen wir danach direkt zur Zahnbürste, tragen wir den Zahnschmelz etwas ab. Also sollten wir mindestens 30 Minuten nach dem Essen mit der Zahnpflege warten. In der Zeit kann der Speichel die Säure neutralisieren und der Zahnschmelz wieder härten.

Flop 7: Flasche Reihenfolge bei der Zahnpflege

Bei der täglichen Zahnpflege sollten diese Hilfsmittel nicht fehlen: Zahnbürste, Zahnseide oder Interdentalraumbürsten und Zahnpasta. Doch in welcher Reihenfolge werden sie am besten benutzt? Als erstes sollten die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalraumbürsten gereinigt werden. Danach ist der Griff zu Zahnbürste und Zahnpasta richtig. Denn so kann die Zahnpasta an den gesäuberten Zwischenräumen besser einwirken.

Flop 8: Übermäßiger Zuckerkonsum

Eigentlich ist jedem Menschen bekannt, dass zu viel Zucker schädlich für unsere Zähne ist. Doch wer kann schon immer Süßigkeiten widerstehen? Wer sich nicht komplett einschränken kann und möchte, kann nach dem Verzehr von süßen Speisen und Getränken ein Glas Mineralwasser zu sich nehmen. Das neutralisiert ein wenig. Und natürlich nicht die tägliche Zahnpflege vergessen.

Flop 9: Zahnbürste selten wechseln

Der letzte Wechsel der Zahnbürste ist schon etwas länger her? Dann wird es Zeit für eine neue. Als Faustregel gilt, die Zahnbürste alle drei Monate zu wechseln. Gleiches gilt auch für die Aufsteckköpfe von elektrischen Zahnbürsten. Spätestens, wenn die Borsten der Zahnbürste seitlich abstehen, wird es Zeit für eine neue. Denn die abgenutzten Borsten könnten das Zahnfleisch verletzen und Speisereste nicht mehr richtig und gleichmäßig entfernen. Dadurch kann sich mehr Plaque ansammeln und das Kariesrisiko steigt.

Flop 10: Tabak und Alkohol

Ein Glas Rotwein am Abend oder ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt gehören für viele einfach dazu. Doch übermäßiger Konsum von Rotwein oder auch Tabak kann auf Dauer zu unschönen und lästigen Verfärbungen führen. Grund dafür sind die in roten Früchten enthaltenen Anthocyane. Sie sind wasserlöslich und landen bei der Herstellung im fertigen Wein. Rauchen ist vor allem schlecht für das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat. Das Nikotin im Rauch reduziert die Abwehrkräfte, so dass deutlich schneller eine Parodontose entstehen kann.

Top 1: Regelmäßige Zahnpflege

Regelmäßigkeit ist das A und O. Empfohlen ist das zweimal tägliche Zähneputzen für mindestens zwei Minuten. Die richtige Technik ist auch nicht zu vernachlässigen. Der Klassiker ist die KAI-Methode (Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen), bekannt ist auch die Bass-Technik (auch Rütteltechnik genannt).

Top 2: Hilfsmittel verwenden

Doch nur die Zahnbürste allein nutzen, reicht nicht aus. Wichtig ist es außerdem, die Zahnzwischenräume zu säubern. Dazu eignen sich geeignete Hilfsmittel wie Interdentalbürsten, die es in verschiedenen Größen gibt, Interdentalsticks oder Zahnseide. Auch Mundspülungen als Ergänzung zur täglichen Zahnpflege können hilfreich sein.

Top 3: Die passende Zahnbürste

Handzahnbürste oder lieber die elektrische Variante? Die Antwort darauf kann unterschiedlich ausfallen. Wer die Technik richtig beherrscht, kann zur Handzahnbürste greifen. Studien zeigen aber, dass elektrische Zahnbürsten mehr Plaque entfernen. Außerdem können viele bereits mit einer App verbunden werden, die anzeigt, wo beim Putzen noch Verbesserungsbedarf besteht. Auch die visuelle Andruckkontrolle kann denjenigen helfen, die energischer bei der Zahnpflege vorgehen als nötig.

Top 4: Die passende Zahnpasta

Die verwendete Zahnpasta sollte auf jeden Fall Fluorid enthalten. Denn diese verringern nachweislich die Neubildung von Karies, stärken den Zahnschmelz und schützen somit die Zähne. Gleichzeitig hat jeder Patient individuelle Bedürfnisse und nicht jede Zahnpasta eignet sich für jeden Patienten. Hat er oder sie zum Beispiel empfindliche Zähne oder leidet an Dentinhypersensibilität, sollte er oder sie auf Weißmacher-Zahnpasta mit hohem RDA-Wert verzichten.

Top 5: Gesundes Essen, gesunde Zähne

Natürlich schmecken Snacks wie Chips oder Schokolade einfach gut, aber sie sollten nicht der Hauptbestandteil unserer Mahlzeiten sein. Zur Förderung der Durchblutung des Zahnfleisches und des Speichelflusses eignen sich kauintensive Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Müsli oder Obst. Kalzium ist daneben ein wichtiger Mineralstoff, der den Aufbau eines gesunden Zahnschmelzes sichert. Gute Kalziumlieferanten sind beispielsweise Milchprodukte, Käse, grünes Blattgemüse oder Nüsse.

Top 6: Regelmäßige Kontrollen

Wer regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt geht, bei dem können frühzeitig eventuelle Erkrankungen erkannt und behandelt werden. Erwachsene sollten mindestens einmal jährlich zur Kontrolle kommen, Kinder und Jugendliche zweimal jährlich. Außerdem gibt es dabei, wenn man keine Untersuchung verpasst, einen Stempel im Bonusheft. Dafür gibt es später höhere Zuschüsse für Zahnersatz.

Top 7: Professionelle Zahnreinigung

Man kann es leider nicht verhindern: So gründlich man auch Zähne und Zahnzwischenräume reinigt, es gibt immer schwer zugängliche Stellen, an denen sich Karies und Zahnstein sammeln kann. Deshalb sollte man mindestens einmal jährlich in der Zahnarztpraxis eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen.

Top 8: Kaugummis zwischen den Mahlzeiten

Unterwegs hat man nicht immer die Möglichkeit, seine Zähne zu putzen. Abhilfe schaffen da zuckerfreie Kaugummis. Kaugummikauen regt den Speichelfluss an. Das wiederum neutralisiert zahnschädigende Säuren im Mund, was auch das Kariesrisiko senkt. Sie sind aber nur als Ergänzung zur Zahnpflege gedacht und ersetzen diese nicht.

Top 9: Die Zunge reinigen

Die Zahnpflege beschränkt sich nicht nur auf die Zähne selbst. Auch die Zunge sollte gereinigt werden. Hilfreich sind dabei Zungenschaber oder eine Zungenbürste, zur Not geht es übergangsweise aber auch mit einer normalen Zahnbürste.

Top 10: Auf die Flüssigkeitszufuhr achten

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist nicht nur gut für die Allgemeingesundheit. Wer genug trinkt, produziert auch genug Speichel, der körpereigene Wirkstoffe gegen Bakterien enthält und Säuren im Mund neutralisiert. Besonders geeignet sind darum zuckerfreie und säurearme Getränke wie Wasser oder Tee. Limonaden, Energy Drinks oder Fruchtsäfte sind eher zu meiden.


Quelle: DENTAL MAGAZIN

DENTAGEN-Partnertreff 2022 – Live! Live! Live!

Am 19. und 20. August heißen wir Sie wieder alle willkommen zum beliebten DENTAGEN-Partnertreff im GENO Hotel in Rösrath.

Traditionell beginnt der Veranstaltungsreigen am Freitag, 19. August 2022 um 15 Uhr, mit der diesjährigen Generalversammlung. Endlich wieder als Präsenzveranstaltung und nicht nur als reiner Online-Event.

Am Freitagabend folgt der gesellige Teil – unser Get Together. Im Innenhof des GENO Hotels treffen wir uns wieder zu einem gemütlichen Abend bei einem Glas Wein oder Kölsch. Plaudern und fachsimpeln Sie, tauschen Sie Meinungen und Erfahrungen mit Kollegen und Kunden aus, lernen Sie die Kooperationspartner und Mitarbeiter von DENTAGEN kennen. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Gäste und auf einen Abend mit vielen anregenden Gesprächen.

Für den Partnertreff am Samstag, 20. August 2022, planen wir derzeit ein interessantes Fortbildungsprogramm mit hervorragenden Referenten. Ein erster Top-Referent steht bereits fest:
Ralph Goldschmidt. Der Persönlichkeitstrainer und Redner aus Leidenschaft ist voll bei der Sache, wenn es um Scheitern, Glück und Selbstverantwortung geht und gilt als Experte für Lebens­kunst. In Anlehnung an sein Buch „Shake your Life“ zeigt Ralph Goldschmidt seinem Publikum Wege, um kraftvoll durch bewegte Zeiten zu navigieren.

Flankiert wird der Partnertreff wieder von einer Industrieausstellung mit aktuellen Angeboten der DENTAGEN-Kooperationspartner.

Wir freuen uns auf das Wiedersehen!



Quelle: DENTAGEN INFO 2022/01

Trauer um Eva Maria Roer

DT&SHOP trauert um seine Unternehmens­gründerin und Geschäftsführerin Eva Maria Roer, die am 8. Dezember 2021 nach langer Krankheit verstorben ist. Über 40 Jahre hat sie „die DT“ geleitet – und in dieser Zeit nicht nur ihr eigenes Unternehmen, sondern die gesamte Dentalbranche nachhaltig geprägt.

Dabei hatte Eva Maria Roer ursprünglich ganz andere Pläne für ihre Zukunft: Die studierte Volkswirtin träumte von einer Karriere bei der Weltbank. Zur Zahntechnik kam sie über ihren damaligen Mann, der Ende der 70er Jahre ein Dentallabor beriet. Dabei stellte sie fest, dass die bestehenden Dentalanbieter sich vor allem auf den deutlich größeren Zahnarztmarkt konzentrierten und Dentallabore eher nebenbei belieferten. Mit dem ihr eigenen Gespür für Chancen sah sie hier einen Markt und gründete einen Handel ausschließlich für Dentallabor­bedarf! „Labor, Labor, Labor – sonst gar nichts,“ fasst sie in einem Videobeitrag vom April 2021 das Motto zusammen, dem die DT bis heute treu geblieben ist.

„Labor, Labor, Labor
– sonst gar nichts!“

Firmenmotto DT&SHOP

Schon 1979 entstand der erste Katalog mit Produkten für die Zahntechnik, der mit den Jahren bis auf 1200 Seiten anwuchs. „Die Bibel der Zahntechnik“ wurde er oft genannt. Auch optisch setzte er Maßstäbe: Jede Auflage zierte ein anderes Kunstwerk, das die feinsinnige Firmenchefin selbst ausgewählt hatte. Die Originale schmücken buchstäblich jede Wand der beiden Firmen­gebäude im unterfränkischen Bad Bocklet, die die Chefin selbst konzipiert und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet hat.

65.000 Produkte umfasst das Sortiment heute und ist seit vielen Jahren das umfassendste für die Zahntechnik weltweit. Bereits seit Ende der 80er Jahre wird es auch international vertrieben. Längst ist das Unternehmen mit heute mehr als 250 Mitar­beiter*innen eines der führenden der Dentalbranche weltweit. DT&SHOP betreut Kund*innen in mehr als 15 Sprachen und liefert in über 100 Länder. Zur Firmengruppe gehören zahlreiche Tochter­firmen in Europa.

Mit ihren Ideen war Eva Maria Roer ihrer Zeit oft voraus und erntete nicht selten zunächst mehr Skepsis als Begeisterung. Abhalten ließ sie sich dadurch nie. Ob bei der Inter­nationalisierung, der Digitalisierung oder
der CAD/CAM-Technik: Sie erkannte früh Trends und Chancen, setzte konsequent auf Innovationen und war in vieler Hinsicht eine Wegbereiterin.



Jüngstes Beispiel für die Innovativität ist die DT-SMARTLAB-App. Ursprünglich als reine Zahnlager-App konzipiert, ist sie inzwischen eine ausgereifte Informations- und Bestell­software, die sich komfortabel und vielseitig nutzen lässt, z.­ B. zum Bestellen per Barcode. Auch die Umsetzung der MDR-Vorgaben wird durch die App erheblich erleichtert.

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen“, lautet ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry, das sich nicht von ungefähr auf der DT-Website findet. Es passt auch zu Eva Maria Roers gesellschaftlichem Wirken. So war ihr die För­de­rung von Chancengleichheit zeitlebens ein wichtiges Anliegen. Dafür engagierte sie sich nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern u.a. auch im Verein TOTAL E-QUALTIY Deutschland e.V., dessen Mitgründerin und Vorstandsvor­sitzende sie war.

Darüber hinaus bekleidete sie im Laufe ihres Lebens zahl­reiche weitere Ehrenämter. Für ihr unternehmerisches und gesellschaft­liches Wirken wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bayerischen Verdienst­orden und dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Eva Maria Roer, Pionierin und „Grande Dame“ der Zahntechnik, hinterlässt eine große Lücke. Mit ihrer erfrischenden Art, ihrem unerschöpflichen Ideenreichtum und ihrem unerschütterlichen Optimismus wird sie – nicht nur im Unternehmen selbst – unvergesslich bleiben.

Josef Süß, Ehemann von Eva Maria Roer und seit einigen Jahren ebenfalls Geschäftsführer der DT, versichert, dass er die Firmengruppe im Sinne seiner verstorbenen Frau in die Zukunft führen werde. Unterstützt wird er dabei durch René Dreske, der seit 1. Januar 2022 als zweiter Geschäftsführer für die DT tätig ist. Und natürlich vom gesamten bewährten Team der DT&SHOP.

Der DENTAGEN, mit der DT&SHOP seit über 20 Jahren zusammenarbeitet, fühlte Eva Maria Roer sich ganz besonders verbunden, auch durch viele persönliche Kontakte.

Und natürlich wird DT&SHOP auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der DENTAGEN bleiben.

„Gemeinsam wollen wir uns
weiterentwickeln,“

so Josef Süß,

„sei es auf der Platt­form, sei es mit neuen Materialien, Geräten und Maschinen, aber auch mit unterstützenden Schulungen, Videos, Service und Support. Packen wir’s an.“

Quelle: DENTAGEN INFO 2022/01

Heinz Schiller


Einer von seinem Schlag ist eher die Ausnahme im rastlosen Industriemanagement von heute. Über Verlässlichkeit als Tugend, über Wertschätzung und Fairness als Aspekte für eine gute Arbeitsatmosphäre, über die Eintrittskarte zur „Seele eines Dentallabors“, über anerkannte Kompetenzen, erworben in einem bewegten Berufsleben, über absehbare Entwicklungen im Dentalmarkt, über die Liebe zum Fußballsport und die Pläne für den bevorstehenden Ruhestand sprach Journalist Bernd Overwien für DENTAGEN INFO mit dem Key Account Manager der Kulzer GmbH, Heinz Schiller (66).

Ganz unabhängig vom eingeschränkten Kommunikationsraum in einer Pandemie: Wieviel „Old School“ kann sich ein Key Account Manager in einer digitalisierten Dentalwelt heute noch leisten?

Wenn damit Kompetenz, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und ein verbindlicher Händedruck unter vier Augen gemeint ist, dann ganz viel.

Laut Definition Wirtschaftslexikon sind Sie als Key Account Manager ein Generalist, der sich um Kunden kümmert, die eine vorausschauende, weitsichtige Firmenphilosophie verfolgen. Ist das so?

Machen wir es mal einfacher. Wer im Dentalmarkt weiter bestehen will, agiert längst zukunftsorientiert. Davon muss ich meine Gesprächspartner nicht mehr überzeugen. Und dass sich die großen Labore eine innovative Weitsicht eher leisten können als kleine Betriebe, ist leider die Realität. Aber ich sehe mich in erster Linie als Integralist.

Was bedeutet das?

Das bedeutet, Kunden nicht nur für etwas zu begeistern, sondern konkrete Lösungen anzubieten, die ihren individuellen Bedürfnissen angepasst sind. Um Kunden in die entsprechenden Produktbe­reiche unseres Unternehmens zu integrieren, muss man den Workflow in ihrem Betrieb genau im Auge haben. Welche Keramik passt haargenau zu den Legierungen, die im Labor verwendet werden? Ein Beispiel, was zwar immer weniger wird, aber meine Definition des Integralisten vielleicht gut erklärt.

Dazu braucht es viel Wissen. Und vielleicht noch mehr Erfahrung?

Ich bin nun 28 Jahre bei Kulzer, hatte zuvor zehn spannende Jahre bei Wieland Edelmetalle in Pforzheim. Ich kam mit der Erfahrung aus zehn Laborjahren in die Industrie. Ich habe also mein Handwerk von der Pike auf gelernt, wie man sagt.

War Zahntechniker Ihr favorisierter Berufswunsch?

Nein. Nach dem Abitur wollte ich Landschaftspflege studieren. Heute heißt es Umwelt- und Landschaftspflege. Ich habe keinen Studienplatz bekommen….

…aber Sie waren jung und brauchten das Geld?

(lacht) Ja, so ist es. Die Zahntechnik-Branche boomte damals. Nach vier Monaten als Anlernkraft in einem Labor im Großraum Stuttgart hat der Chef gesagt: „Du machst das gar nicht schlecht. Mach‘ eine Lehre, Junge“ So ging das los.

Der Wechsel in die Industrie. Welcher Umstand/Zufall hat da Regie geführt?

Die Liebe zum Fußball. Ich hatte in jungen Jahren an der Sporthochschule Köln die Lizenz zum Fußballlehrer erworben. Übrigens in einem Jahrgang mit Jörg Berger, der später ja unter anderem auch Trainer auf Schalke war – und mit Ralf Rangnick, dessen atemberaubender Weg schließlich zu Manchester United führte. Nun ja, bei einem Spiel in Pforzheim hat mich der damalige Geschäftsführer von Wieland angesprochen. Er hätte da was Interessantes für mich. So war es dann ja auch.

Hoppla. Schillernde Namen der Fußballwelt. Wo blieb da der Trainer Heinz Schiller?

Nicht zuletzt als Spielertrainer beim Göppinger SV, dem „FC Hollywood“ der dritten Liga. Aber das ist ein ganz anderes Thema, der Beruf ging erst einmal vor.

Was war der erste Job für einen gestandenen Zahntechniker in der Industrie?

Außendienstmitarbeiter. Temporär auch Assistenz der Geschäftsleitung. Aber da draußen bei den Kunden. Das war sofort mein Ding.



Merken Kunden schnell, da kommt einer, der weiß, was Arbeiten im Labor jeden Tag bedeutet?

Ha. Natürlich. Ich habe Südbaden als Umsatz-Schlusslicht bei Wieland übernommen. Nach zehn Jahren war Südbaden ganz vorn dabei. Zahntechniker gelernt zu haben, war die Eintrittskarte zur ‚Seele eines Labors‘, um es mal ein bisschen pathetisch zu formulieren. Stimmt aber.

„In Düsseldorf haben die Leute den besten Zahnersatz, aber kein Geld. Im Schwarzwald haben sie den Mut zur Lücke und hocken auf ihrem Moos.“

Nach zehn erfolgreichen Jahren musste eine neue Herausforderung her?

Nicht so wirklich. Auslöser für den Wechsel waren personelle Verän­de­rungen in der Geschäftsführung bei Wieland. Und parallel dazu bot mir der damalige Vertriebsleiter von Heraeus Hanau den Verkaufsleiter für Süddeutschland an.

Eines von den Angeboten, die man bekanntlich nicht ablehnen kann…?

Ha, ich weiß, was gemeint ist. Aber wir sind ja nicht im Kino. Nein, nach zehn sehr guten Jahren als Verkaufsleiter wurde ich erster Key Account Manager bei Heraeus und bin es bis zum 31. März 2022 auch bei Kulzer noch. Dann Rente und dann schau’n mer mal.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Völlig unspektakulär. Feststehende Termine, ab und zu ruft ein Kunde außerhalb des Terminkalenders an. Also Frau Schulz oder Herr Beckmann bei DENTAGEN beispielsweise wissen immer genau, wann der Schiller bei ihnen aufschlägt. Der Firmensitz da im Ruhrgebiet auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Waltrop gefällt mir sehr gut. Das hat was Besonderes.

Das hört sich nach viel Zeit hinterm Steuer an. Fahren Sie gern Auto?

Vor der Pandemie habe ich 60.000 Kilometer gemacht. Verkehrsdichte, Staus, LKW-Karawanen, Hunderte von Radaranlagen – nein, Autofahren wird eine der wenigen Tätigkeiten sein, die mir in der Rente nicht fehlen werden.

Wenn einer wie Heinz Schiller in Rente geht, freut sich Ihre Frau oder hat sie eher Bedenken?

Da müssen Sie meine Frau fragen. Wir sind so lange verheiratet, haben Zwillinge. Die Jungs sind heute 31 Jahre alt. Ich denke, sie freut sich auch. Denn bei allem, was das Alter so mit sich bringt – das Schöne an der Rente ist doch, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ob das dann Ruhestand ist, werden wir sehen.

Gibt es schon berufliche Angebote für den Ruheständler in spe?

Ich bin von Haus aus leidenschaftlicher Netzwerker. Wer so lange in der Branche ist, kennt natürlich Gott und die Welt. Und da gibt es schon Anfragen, ob ich Lust habe, ein, zwei Jahre noch was zu tun. Ob nun volle Kanne oder neben der Freizeit – die nächsten Wochen werden es zeigen.

Wohin geht die Reise in Labor und Praxis?

Ich habe keine Glaskugel. Aber den Dentallaboren fehlen die Fachkräfte. Aufgrund neuer Technologien werden einige zahntechnische Arbeiten die Zahnarztpraxen nicht mehr verlassen. Ich sag nur: 3D-Drucker. Der wird im Kunststoff- und Kompositbereich und letztlich auch im Seg­ment Keramik viele Lösungen ermöglichen. Den Laboren wird die Wertschöpfung fehlen.

Apropos Fachkräfte. Zu lange Ausbildung, zu wenig Bezahlung?

Ist im Handwerk ja ein branchenübergreifendes Problem. Ich warte seit Wochen daheim auf einen Elektriker. Viele Dentallabore haben die Ausbildung von jungen Menschen versäumt. Und wenn ich höre, dass ein Zahntechniker nach dreieinhalb Jahren Ausbildung zwischen 2.200 und 2.500 Euro brutto verdient – wie soll der eine Familie gründen?

Werden die Großen größer werden und die Kleinen kleiner?

Die großen Dentallabore werden größer werden, viele kleinere Betriebe werden aufgelöst oder sind es schon. Die Babyboomer kommen jetzt ins Rentenalter und finden keine Nachfolger. Fragen Sie mal bei Frau Schulz bei DENTAGEN nach, die wird das bestätigen können.

Pöhler mit Schraubstollen und zu Ostern ´ne Pocke

Woher kommt dieses fundamentale Interesse am Fußballsport?

Ich bin 1955 geboren. Da gab es zu Ostern eine Pocke, zu Weihnachten Pöhler mit Schraubstollen, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt. Bei Schnee haben wir die Stollen rausgeschraubt und mit Salatöl eingefettet. Wir waren schon als Butzale den ganzen Tag auf dem Bolzplatz. Es gab sonst nichts. Für mich gab es aber auch nichts Schöneres.

Der erste Stadionbesuch. Erinnern Sie sich?

Natürlich. Mit dem Vater beim VfB Stuttgart. Da hat man ein Leben lang gewisse Sympathien für den Klub. Ohne totaler Fan zu sein. Große Sympathien habe ich auch für die Bayern…

…jetzt wird das Eis glatt, Herr Schiller…

(lacht) …nein, auch für Borussia Dortmund. Chapeau, was Watzke und Zorc nach dem Niebaum-Debakel aus diesem Traditionsverein gemacht haben.

Sind Sie wegen Ihrer eigenen Jungs Fußball-Lehrer geworden?

Nein. Die interessieren sich gar nicht für Fußball. Ich wollte mir immer ein umfassendes Bild von diesem Sport machen. Die Ausbildung zum Trainer ist viel umfangreicher als mancher denkt. Später als Spielertrainer in Göppingen war ich der Vorgänger von Bayern-Profi Willi Hoffmann. Mein Nachfolger war Buffy Ettmayer.

Der rundliche Österreicher mit dem Hammer und den legendären Sprüchen?

Genau der. Kennen Sie diesen legendären Dialog zwischen Albert Sing, Trainer des VfB Stuttgart und seinem Spiel­macher Hans „Buffy“ Ettmayer?: „Buffy du spielst nicht. Du bist zu dick!“ – „Ich war immer schon so!“ – „Es gibt Bilder von dir, da warst du dünner! – „Die sind wahrscheinlich mit einer Schmalfilm-Kamera gemacht!“.

Konnte Harald Schmidt kicken?

Wie kommen Sie darauf?

Sie waren doch Nachbarskinder in Nürtingen oder?

Ja, das stimmt. Harald wohnte nur ein paar Häuser weiter. Die Familien kannten sich gut, beide Mütter kamen aus dem Egerland. Aber ob der kicken konnte, weiß ich nicht mehr. Dass er Ahnung von Fußball hat, bewies er ja als Co-Moderator von Wolff Fuß bei SAT1. Ich bin früher häufiger mit guten Kunden in seine Late Night Show nach Köln-Mühlheim gefahren.

Gibt es davon Bilder?

Nein, glaube nicht. Ich war nicht der Typ, der so gesagt hätte: Harald, kannst du mir mal einen Gefallen tun und hier mit meinen Kunden in die Kamera lächeln. Nein, das wäre mir peinlich gewesen.

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Gibt es etwas, was Ihnen wirklich Sorgen bereitet?

Ja. Der Graben zwischen den Menschen wird durch die Pandemie immer tiefer. Die Fronten sind verhärtet, der Ton wird immer rauer. Die Frage, ob sich unserer Gesellschaft spaltet, treibt ja viele von uns um. Mich und meine Familie, meine Freunde und meine Geschäftspartner. Das weiß ich aus vielen Gesprächen. Wir dürfen die Bereitschaft auch zu kontroversen Gesprächen nicht verlieren. Aber lasst uns anständig miteinander umgehen.

Herr Schiller, herzlichen Dank für das Gespräch.

Quelle: DENTAGEN Info 2022/01

Die Zukunft gemeinsam gestalten – Kooperation DENTAGEN & Straumann Group



Roger Svenßon, Head of Sales Labore, Mit­glied der Straumann-Geschäfts­leitung, erläutert die Vorteile der aktuellen Zusammenarbeit:

Was bedeutet das für DENTAGEN und seine Mitglieder?

DENTAGEN-Mitglieder erhalten das kom­plette Straumann Group Portfolio aus einer Hand. Dazu gehören Produkte und Lösungen globaler und internationaler Marken, die für Exzellenz, Innovation und Qualität in den Bereichen Zahnersatz, korrektive sowie digitale Zahntechnik und Zahnmedizin stehen.

Neben Straumann, Medentika, Neodent, Anthogyr, Clear Correct und Dental Wings zählen weitere Unternehmen und Partner vollständig oder teilweise zur Group. Die Kunden profitieren also von einer umfassenderen Vielfalt an maßgeschneiderten Lösun­gen für alle Indikationen: Von Implantaten über die Prothetik bis hin zu digitalen Möglichkeiten.

Welche Vorteile bietet das speziell für die Labore?

Seit dem Sommer 2020 gibt es ein eigenes Laborteam, welches eine intensivere Betreuung und bessere Unterstützung der Labore und Zahntechniker*innen gewährleistet. Mit dem breiten Produkt­portfolio originaler Prothetik (von Straumann) und dem starken MPS (Multi Platform System) Portfolio von Medentika kann das Labor­team den individuellen Bedürfnissen der Kunden entsprochen werden und findet stets die passende Lösung.

Spiegelt sich Vielfalt auch in den verfügbaren Materialien und Workflows wider?

Die Straumann Group bietet Zugang zu einer einzigartigen Materialvielfalt für ein breites Spektrum an prothetischen Lösungen. Alle Workflows und Materialklassen werden abgedeckt, was ein Höchstmaß an Flexibilität und Vielseitigkeit bietet und es den Laboren ermöglicht, das richtige Material für die optimale Behandlung Ihrer Patienten aus­zuwählen.


Welche Fertigungsmöglichkeiten sind damit verbunden?

Die Entscheidung liegt ganz beim Labor. Für eine Inhousefertigung sind die optimalen Voraussetzungen geschaffen.

Damit sich die Zahntechniker*innen auf der anderen Seite aber voll und ganz auf Ihre Kompetenzen konzentrieren können, bietet die Straumann Group auch Fertigungs­services. In den zentralen Produktions­zentren werden die Hochgeschwindigkeits-zerspanungstechnologie (High Speed Cutting Technologie, HSC) sowie Fräs- und Drucklösungen eingesetzt, um hochwertigen Zahnersatz (zahn- und implantatgetragen) und andere Komponenten in einem validierten Arbeitsablauf zu fertigen. Die hochmodernen Fräsmaschinen zeichnen sich durch eine Kombination aus Grösse, Geschwin­dig­keit und Flexibilität aus und liefern Prothetik­komponenten in vorhersagbarer und gleichbleibender Qualität.

Lässt sich die Effizienz in den Laboren noch weiter steigern?

Mit den Workflow-Lösungen der Straumann Group wird die tägliche Arbeit im Labor erleichtert und effizienter, flexibler und vorhersagbarer gestaltet. Straumann® CARES® für Dentallabore bedeutet validierte digitale Workflows vom Scan bis zur Herstellung. Das umfangreiche Paket mit erstklassigen Hardwarekomponenten und Softwaremo­dulen unterstützt die Kunden dabei, alle künftigen Herausforderungen der digitalen Zahnmedizin zu meistern.

Von der CoDiagnostiX, über den IOS bis zum Laborscanner und Printer erhalten Sie bei der Straumann Group wieder alles aus einer Hand.

Das Labor im Wandel

Der Wandel in der Zahntechnik ist enorm: mit Laborketten, Zusammenschlüssen und fachfremden Investoren entstehen immer größere Strukturen. Schienentherapien, 3-D Druck und digitale Fertigungszentren im In- und Ausland führen zu immer schnelleren und digitalen Datentransfers. Die Material­vielfalt, die regulatorischen Vorgaben und der Fachkräftemangel nehmen stetig zu.

Roger Svenßon, Head of Sales Labore, Mit­glied der Straumann-Geschäfts­leitung

Welche Chancen ergeben sich für das Labor der Zukunft?

Die Veränderungen im Markt bieten wahnsinnig viele Chancen und Möglichkeiten! Der Aufbau eines starken Netzwerks, die Digi­talisierung und die Kommunikation mit der Zahnarztpraxis bzw. dem Endkun­den können elementare Erfolgsfak­toren darstellen.

Sprechen Sie uns zu diesen Themen an und lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten.

www.straumanngroup.de

Quelle: DENTAGEN INFO 2022/01

Neuer TikTok-Trend: Bunte Zähne dank Chromzahnpolitur

 

Ein neuer Trend begeistert derzeit TikTok-User weltweit, in zahlreichen Videos zeigen Nutzer der Plattform, wie sie ihre Zähne durch eine spezielle Chrompolitur bunt färben.

Die nagellackähnliche Politur wird auf die Zähne aufgetragen und soll mehr als 24 Stunden halten. Die Politur ist in weißen, metallischen und glitzernden Farben erhältlich. Genutzt wird der Lack, um Zähne ohne Bleaching optisch aufzuhellen oder ein farbliches Statement zu setzen.

Um das optimale Ergebnis zu erreichen, wird der Lack auf den gereinigten und trockenen Zahn aufgetragen, nach 10 Sekunden kann dann die zweite Schicht aufgetragen werden. Dieser Vorgang wird beliebig oft wiederholt, bis die gewünschte Deckkraft erreicht ist. Allerdings sind nicht alle TikTok-Nutzer begeistert von dem Produkt, so schreiben etliche, dass der Lack nach kurzer Tragezeit stark absplittert oder nur fleckig aufgetragen werden kann.

©susanauggggh

Laut Hersteller kann die Farbe dann binnen weniger Sekunden wieder von den Zähnen entfernt werden und ist nicht schädlich. Die Marke stuft ihr Produkt als 100 Prozent sicher ein, da der Hauptbestandteil des Lackes aus einer Getreidealkoholbasis besteht, welche mit Farbpigmenten versetzt wird, die herkömmlicher Lebensmittelfarbe ähneln. Alle Inhaltsstoffe sind konform mit dem bestehenden Lebensmittel-, Arzneimittel- und Kosmetikgesetz in den USA.

Eine tägliche Anwendung würden Mediziner jedoch nicht empfehlen. So ein Statement von Dr. David Drew, Zahnarzt in Woodridge, im Interview mit der New York Post „Ich würde ohne ein Materialsicherheitsdatenblatt oder Sicherheitsdatenblatt, das eine vollständige Liste der Inhaltsstoffe enthalten würde, nicht gerne sagen, dass Zahnfarbe sicher ist“.

Zahnärzte befürchten nun, dass der Lack genutzt wird, um Schäden am Zahn zu überpinseln, statt sie behandeln zu lassen. Langzeitstudien zu der Verträglichkeit des Lackes im Mundraum gibt es bislang noch nicht.


Quelle: HITC

Mund zukleben für einen erholsameren Schlaf?

 

Ein neuer TikTok-Trend überschwemmt gerade die sozialen Netzwerke. Das sogenannte „Mouth-Taping“. Bei diesem Trend klebt man sich vor dem Schlafen den Mund mit einem speziellen atmungsaktiven Klebeband zu, dies soll die Schlafqualität und die Mundgesundheit merklich verbessern. Forscher haben diesen Trend nun mit einer Gruppe von Menschen, die unter Schlafapnoe und Asthma leiden, untersucht.

Die Untersuchungen ergaben, dass diese Art von Taping tatsächlich einige Vorteile für Menschen mit akuter Schlafapnoe haben kann. Bei Personen mit Asthma zeigte sich allerdings keine signifikante Verbesserung des Schlafs. Da diese Methode noch nicht ausreichend untersucht ist, warnen Ärzte vor negativen Folgen wie Angstzuständen oder Atembeschwerden. Bevor man das „Mouth-Taping“ ausprobiert, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Menschen, die durch eine schiefe Nasenscheidewand oder Allergien ohnehin schon beim Atmen durch die Nase beeinträchtigt sind, sollten diesen Trend keinesfalls nachmachen.

Das nächtliche Taping soll unruhige Nächte sowie Mundgeruch mindern. Mund-Taping kann tatsächlich einen trockenen Mund verhindern, der oft zu Erkrankungen wie Bakterienwachstum, Karies und Zahnfleischerkrankungen führt, sagte Zahnarzt Dr. Rob Raimondi gegenüber Insider. Der positive Effekt entsteht hauptsächlich dadurch, dass das Tape die Allergene in der Luft und die Trockenheit, die die Mundhygiene beeinträchtigen, blockiert und diese dadurch nicht in den Mund gelangen und sich ausbreiten, so die Sleep Foundation.

Die Sleep Foundation stellt auf ihrer Webseite einige Alternativen zu der neuen Methode vor. Diese wären unter anderem, auf der Seite zu schlafen, die Verwendung von Nasenstreifen oder Allergiker-Medikamente einzunehmen.


Quelle: Insider.com