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Neue Möglichkeiten: Telefonische Krankschreibung jetzt dauerhaft verankert!

Gute Nachrichten für alle: Ab sofort besteht die Möglichkeit, sich unter bestimmten Bedingungen telefonisch von der Arztpraxis krankschreiben zu lassen! Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken in Berlin hat diese Regelung bekanntgegeben, um den Zugang zur Krankmeldung zu erleichtern.

Wer von dieser Neuerung profitieren kann? Ganz einfach! Wenn du bereits in deiner Arztpraxis bekannt bist, keine schweren Symptome zeigst und eine Videosprechstunde nicht möglich ist, dann kannst du telefonisch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu fünf Tage erhalten. Das Beste daran: Diese Maßnahme soll nicht nur das Praxisteam entlasten, sondern auch das Risiko von Infektionen in den Wartezimmern reduzieren.

Die telefonische Krankschreibung ist keine völlig neue Idee – während der Corona-Krise gab es bereits eine vorübergehende Regelung. Jetzt wurde sie aufgrund ihrer Wirksamkeit dauerhaft verankert. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat diese Entscheidung getroffen, nachdem er im Sommer von der Ampel-Koalition beauftragt wurde, entsprechende Regelungen für die telefonische Krankschreibung festzulegen. Das bedeutet mehr Flexibilität und Komfort für uns alle, wenn es um unsere Gesundheit geht!

Herkunft: dpa

Quelle: zwp-online

Vitaminpräparate für Kinder und Jugendliche : Sinnvoll oder überflüssig?

Immer mehr Kinder und Jugendliche greifen zu Vitaminpräparaten, die speziell für sie entwickelt wurden. Doch ist das wirklich sinnvoll? Laut Ernährungswissenschaftlerin Anke Weißenborn vom Bundesinstitut für Risikobewertung nehmen etwa 14 bis 19 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren regelmäßig solche Nahrungsergänzungsmittel ein. Allerdings betont sie, dass diese Präparate keinen nachgewiesenen Nutzen haben, wenn die Ernährung bereits ausgewogen ist.

Kinderarzt Berthold Koletzko weist darauf hin, dass es bestimmte Situationen gibt, in denen Nahrungsergänzungsmittel Sinn machen können, zum Beispiel bei Kindern mit Stoffwechselerkrankungen. Es gibt auch Wachstumsphasen, in denen es zu Nährstofflücken kommen kann, aber im Idealfall können diese durch eine ausgewogene Ernährung behoben werden. Leider ist das in vielen Familien nicht immer umsetzbar, da der Alltag oft von Hektik geprägt ist und eine gesunde Ernährung nicht immer gewährleistet ist.

Beide Experten raten jedoch davon ab, einfach Vitaminpräparate zu kaufen, ohne vorher einen Kinder- und Jugendarzt zu konsultieren. Eine genaue Diagnose vom Arzt kann feststellen, ob tatsächlich ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen vorliegt. Anke Weißenborn warnt sogar davor, dass Vitaminpräparate langfristig gesundheitliche Schäden verursachen könnten. Daher ist es immer ratsam, vor dem Einsatz solcher Präparate ärztlichen Rat einzuholen, um sicherzustellen, dass sie tatsächlich notwendig sind.

Herkunft: dpa

Quelle: zwp-online

Mit Google Maps zum perfekten Zahnarzt

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie den besten Zahnarzt in Ihrer Nähe finden können? Die Antwort könnte in Ihrem Smartphone stecken – genauer gesagt in Google Maps! Hier erfahren Sie, wie Sie diese smarte Technologie nutzen, um den idealen Zahnarzt für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Was ist ein Google Maps-Profil?

Denken Sie an Google Maps nicht nur als Karten-App, sondern als persönlichen Assistenten für Ihre Zahnarztsuche. Ihr Zahnarzt hat ein sogenanntes Google Maps-Profil, das wie eine digitale Visitenkarte funktioniert. Dort finden Sie wichtige Infos wie Öffnungszeiten und Telefonnummer.

Was haben wir herausgefunden?

Wir haben uns über 12.000 Zahnarzt-Profile auf Google Maps angesehen und ein paar spannende Dinge entdeckt:

  1. 31 Prozent werden vernachlässigt: Viele Zahnärzte kümmern sich nicht genug um ihr Profil, was den ersten Eindruck beeinträchtigen kann.
  2. 30,55 Prozent sind nicht bestätigt: Einige Profile wurden von Google automatisch erstellt und enthalten möglicherweise falsche Informationen.
  3. 80 Prozent nutzen nur eine Kategorie: Die Kategorie-Auswahl beeinflusst, wie gut Ihre Praxis gefunden wird. Hier gibt es viel Potenzial für Verbesserungen.
  4. 41 Prozent haben zu wenige Bewertungen: Mindestens zehn Bewertungen sind empfehlenswert, um sicherzustellen, dass die Praxis vertrauenswürdig ist.
  5. 16 Prozent haben keine Website: Eine eigene Website erhöht die Sichtbarkeit und ermöglicht es Ihnen, mehr über die Praxis zu erfahren.

Endresultat: So finden Sie den perfekten Zahnarzt

Wenn Sie also den besten Zahnarzt in Ihrer Nähe finden wollen, schauen Sie sich die Google Maps-Profile an! Achten Sie auf vollständige und aktuelle Informationen, mehrere Kategorien, viele positive Bewertungen und eine verlinkte Website. Google Maps macht die Zahnarztsuche nicht nur einfacher, sondern auch effektiver – probieren Sie es aus!

Herkunft: ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis

Quelle: zwp-online

Zahnarzt-Balance: Trotz stressigem Job Familienzeit meistern

Als Zahnarzt zu arbeiten, bietet viele Vorzüge, doch die Herausforderungen sollten nicht unterschätzt werden. Neben der Freude, Menschen zu helfen, bringt der Beruf auch lange Arbeitszeiten, hohe Verantwortung und Stress mit sich. Doch wie kann man trotzdem ein erfülltes Privatleben führen?

Herausforderungen:

  1. Lange Arbeitszeiten: Zahnärzte haben viel zu tun, nicht nur bei der Patientenbehandlung, sondern auch in Bereichen wie Marketing und Finanzen. Das kann zu späten Abenden und sogar Wochenendarbeit führen.
  2. Stress und Verantwortung: Die Verantwortung für die Gesundheit der Patienten kann zu Stress führen. Die Angst vor Fehlern und der Druck, immer präzise zu arbeiten, sind alltägliche Begleiter.
  3. Wenig Familienzeit: Der Job beansprucht viel Zeit, und das geht oft auf Kosten der Familienmomente. Die Balance zwischen Arbeit und Familie zu finden, ist eine echte Herausforderung.

Lösungen für eine ausgewogene Lebensweise:

  1. Sport: Bewegung hilft nicht nur, fit zu bleiben, sondern reduziert auch Stress. Ein bisschen Sport in der Woche kann Wunder wirken.
  2. Gesunde Ernährung: Die richtige Ernährung ist nicht nur wichtig für die Patienten, sondern auch für den Zahnarzt selbst. Frisches Obst, Gemüse und ausgewogene Mahlzeiten sorgen für Wohlbefinden.
  3. Hobbys und Freizeit: Zeit für Hobbys schaffen, die Freude bereiten, und diese fest in den Alltag integrieren.
  4. Familienzeit: Gemeinsame Aktivitäten und regelmäßige Mahlzeiten stärken die Bindung zur Familie und schaffen Ausgleich.
  5. Urlaub und Ausflüge: Besondere Momente schaffen, sei es ein kurzer Ausflug oder ein erholsamer Urlaub, um dem stressigen Alltag zu entfliehen.

Finanzielle Sicherheit und Vorsorge:

  1. Versicherungen: Schutz durch Berufsunfähigkeitsversicherung, Lebensversicherung und Sterbegeldversicherung gegen unvorhergesehene Probleme.
  2. Eigenheim: Das eigene Zuhause bietet nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch ein Gefühl von Geborgenheit.
  3. Private Rentenversicherung: Vorsorgen für das Alter, um finanzielle Sicherheit zu gewährleisten.

Herkunft: Redaktion zwp-online

Quelle: zwp-online

Autoantikörper bei Zöliakie beeinträchtigen Zahnschmelz

In einer kürzlich veröffentlichten internationalen Studie haben Wissenschaftler die Ursachen von Zahnschmelzproblemen bei Menschen mit Zöliakie genauer unter die Lupe genommen. Die spannenden Ergebnisse deuten darauf hin, dass es nicht nur Entzündungen im Darm sind, die diese Probleme verursachen, sondern auch bestimmte Abwehrstoffe, sogenannte Autoantikörper.

Zöliakie, eine relativ häufige Autoimmunerkrankung, beginnt oft in der Kindheit und betrifft etwa 1 von 100 Menschen. Die Forschung enthüllte, dass ein bestimmtes Enzym namens Transglutaminase 2 (TGM2) im Dünndarm eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Zöliakie spielt. Dieses Enzym verändert ein Protein namens Gliadin, das in Gluten vorkommt. Die Immunreaktion auf diese Veränderung führt zur Bildung von Autoantikörpern, insbesondere gegen TGM2, die als spezifischer Marker für die Krankheit dienen.

Was die Studie besonders interessant macht, ist die neu entdeckte Verbindung zwischen Zahnschmelzdefekten und diesen Autoantikörpern. Bisher dachten wir, dass die Probleme im Zusammenhang mit Darmentzündungen und Nährstoffaufnahme stehen. Jetzt zeigt sich jedoch, dass die Autoantikörper Proteine im Darm oder in der Nahrung angreifen und dadurch die Entwicklung des Zahnschmelzes beeinträchtigen. Dieser Einblick könnte dazu beitragen, Zöliakie frühzeitig zu erkennen, insbesondere bei Kindern mit Zahnschmelzproblemen.

Diese Entdeckung ist nicht nur für die Wissenschaft von Bedeutung, sondern könnte auch Auswirkungen auf die zahnärztliche Praxis haben und die Früherkennung von Zöliakie erleichtern. Es verdeutlicht, wie faszinierend und komplex unser Körper ist, und wie bahnbrechende Forschung dazu beitragen kann, Gesundheitsprobleme besser zu verstehen und ihnen vorzubeugen.

Zur Studie.

Herkunft: University of Eastern Finland

Quelle: zwp-online

Rauchen: Neue Langzeitfolgen sind erwiesen

Giacomo Antonello und sein Team am Eurac Research Institute for Biomedicine erforschen die Verbindung zwischen dem Rauchen von Zigaretten und dem oralen Mikrobiom. Diese, bei jedem Menschen einzigartige, bakterielle Gemeinschaft von winzigen Lebewesen, zeigen bei Rauchern eine besondere Entwicklung.

Für die CHRIS-Studie analysierte man Speichelproben von über 1.600 Teilnehmern. Raucher zeigten hier im Vergleich zu Nichtrauchern deutliche Unterschiede. Dies gilt insbesondere für die Bakterien, die Sauerstoff für ihren Stoffwechselprozess benötigen, diese nehmen in ihrer Anzahl bei steigendem Tabakkonsum ab. „Aerobe Bakterien“ können eine Rolle in verschiedenen biologischen Prozessen spielen und sind daher ein interessanter Aspekt in der Forschung zu verschieden Aspekten der Gesundheit.  So zeigt sich, dass die Veränderungen im oralen Mikrobiom durch Zigarettenkonsum zu einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten könnten.

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, erholt sich die aerobe Bakterienpopulation im Speichel nach und nach. Um auf den Stand eines Nichtrauchers zu kommen, benötigt es allerdings ca. fünf Jahre.

Die Forschung betont die Bedeutung des oralen Mikrobioms als eigenes Forschungsgebiet und hebt das Potenzial von Biomarkern hervor, die zur Krankheitsdiagnose genutzt werden könnten.

Es werden weitere Studien folgen, die womöglich mehr Einblick in genetische und soziale Einflüsse auf das orale Mikrobiom liefern bieten. Ziel ist es, die Erkenntnisse der Mundgesundheit immer weiter auszubauen.

Zur Studie

Herkunft: Scientific Reports

Quelle: zwp-online

Zucker: Von Halbherzigkeit, Freiwilligkeit und fetten Mäusen

Ein Kommentar von dzw-Chefredakteur Oliver Pick

Es gibt Spezialisten, die wissen angesichts der Summenformel C12H22O11 sofort ge­nau, was gemeint ist, andere lassen sich selbst durch die Bezeichnung α-D-Gluco­pyranosyl-(1-2)-β-D-fructofuranosid nicht verwirren. Die meisten Menschen allerdings nennen es einfach Zucker. An sich ist Zucker ja was Feines, sei es in Form von Süßigkeiten oder leckeren Desserts etc. Zucker in dieser Form lassen sich sehr gut vermeiden – beim Nachtisch einfach mal nein sagen, die Tüte Gummibärchen mal nicht öffnen.

Versteckte Zucker

Kaum beziehungsweise deutlich schwerer vermeiden lassen sich Zucker, die vor allem in Fertiggerichten versteckt sind, sei es als Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel. Im Grunde gilt: Je inten­siver ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto höher ist für gewöhnlich der Gehalt an Zucker. Überhaupt gibt es kaum einen Lebensmittelzusatzstoff, zu dem es mehr Missverständnisse und Fehleinschätzungen gibt als Zucker. Oder hätten Sie gewusst, dass viele Obstsäfte mehr Zucker enthalten als Limonade oder Cola?

Die ehemalige Bundesernährungsministerin Julia Klöckner wollte 2018 angesichts der vielen negativen Effekte des Zuckerkonsums mit der „Nationalen Reduktionsstrategie“ für Fertiglebensmittel insbesondere die Getränkeindustrie dazu bringen, den Zuckergehalt in den sogenannten Softdrinks bis 2025 sukzessive um 15 Prozent zu reduzieren – und zwar als freiwillige Selbstverpflichtung. Das Prinzip Freiwilligkeit kann man allerdings getrost als gescheitert betrachten, wurde doch der Ausgangszuckergehalt in Softdrinks von 5,3 Gramm je 100 Milliliter Getränk (2015) gerade mal um mickrige 0,1 Gramm auf 5,2 Gramm Zucker je 100 Milliliter (2021) reduziert. Anders ausgedrückt würde es bei diesem Tempo Jahrzehnte dauern, bis allein die Reduktion um 15 Prozent geschafft wäre. Da ist das britische Vor­gehen schon deutlich zielführender.

Von Karies ganz zu schweigen

Die WHO empfiehlt, den Zuckerkonsum auf 25 Gramm täglich zu reduzieren, das entspricht etwa sechs Teelöffeln Zucker. Das hört sich schon nach viel an? In den USA lag der durchschnittliche Zuckerkonsum 2018 noch bei 17 Teelöffeln täglich. Die Folgen: Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen durch hohe Blutzucker- und Blutfettwerte und als Folge Herzinfarkte, Schlaganfälle und Diabetes Typ 2 – von Karies ganz zu schweigen.

Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss einer übertrieben zuckerreichen Ernährung auch auf die Zusammensetzung der Darmflora, zumindest im Mäuseversuch. So führt ein Übermaß an Zucker im Mausmodell ungünstigerweise ausgerechnet zu einer Reduktion des immunstärkenden Teils des Mikrobioms. Im Ergebnis wurden die Mäuse nicht nur übergewichtig, sondern regelrecht krank. Ob sich dieses Ergebnis auf den Menschen übertragen lässt, ist noch unklar, es besteht noch einiger Forschungsbedarf.

Einführung einer Sonderabgabe gefordert

Klar ist jedoch, das Zucker ein Faktor auf dem Weg zur Dysbiose der Darmflora ist – mit allen negativen Konsequenzen. So gesehen sollte das Experiment der freiwilligen Zuckerreduktion mit der „Nationalen Reduktionsstrategie“ ad acta gelegt und über verbindliche gesetzliche Regelungen nachgedacht werden. Etwa durch die Einführung einer Sonderabgabe für Hersteller auf stark zuckerhaltige Softdrinks, eine For­derung der Deutschen Allianz nicht­über­tragbarer Krankheiten (DANK), der sich die Bundeszahnärztekammer anschließt. Nur so ließen sich zahlreiche Erkrankungen vermeiden, die das Gesundheitssystem zunehmend belasten.

Konsequent zu Ende gedacht könnte Zucker, der heute durchaus als suchterzeugend angesehen wird, ähnlich wie Alkohol oder Nikotin irgendwann be­steuert werden. Am Ende ist Zucker nichts anderes als ein klassisches dosisabhängiges Gift.

Quelle: dzw.de/wie-schaedlich-ist-zucker?

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr verehrte Mitglieder und Partner der DENTAGEN,

auch wenn das Jahr 2023 schon wieder Fahrt auf­genommen und schon mehr als einen Monat alt ist, möchte ich zunächst die Gelegenheit nutzen, Ihnen und Ihren Familien im Namen des Aufsichtsrates der DENTAGEN Wirtschaftsverbund eG einen guten Start, Erfolg für Ihre Unternehmungen, Zuversicht in eine friedlichere Zeit und vor allem Gesundheit zu wünschen.

Wie schon im abgelaufenen Jahr wird auch die kommende Zeit einige Herausforderungen an uns stellen, denen es zu begegnen gilt. Sich bloß darauf zu beschränken, alten Zeiten hinterher zu trauern, dürfte im Zuge dessen sicherlich keine gute Antwort sein und würde auch denen nicht gerecht, die in der Vergangenheit Verantwortung über­nommen und alles dafür getan haben, eine Unter­nehmung zukunftsfähig aufzustellen. Erforderlich ist also stets eine auf bewährtes aufbauende und mit neuen Ideen versehene Planung für die Zukunft. Genau diesen Anforderungen stellt sich DENTAGEN.

Zum 1. Januar 2023 konnten wir unseren neuen Vorstand, Herrn Nils Hagenkötter, begrüßen, der sich mit Freude und Elan in seine neue Aufgabe einarbeitet. Große Unterstützung erfährt er hierbei durch unsere Vorstandsvorsitzende Karin Schulz, die nach über 17-jähriger Vorstandsarbeit zum 31.03.2023 die Leitung an Herrn Hagenkötter übergeben und in den wohl verdienten Ruhestand gehen wird. Auch wenn wir großes Verständnis für diese Entscheidung haben, bedauern wir dennoch ihren Entschluss außerordentlich.

Mit Karin Schulz verlieren wir eine Vorstandsvor­sitzende, die mit ungeheurem Einsatz und Erfolg unsere Genossenschaft geleitet hat. Karin Schulz hat auf Bitten des damaligen Aufsichtsrats­vor­sitzenden Karl-Heinz Maurer den Vorstandsvorsitz übernommen, als DENTAGEN nach dem Tod ihres Gründers Peter Eykmann schwere Zeiten zu durch­leben hatte. Obwohl Sie noch neben ihrer Vorstandsposition gemeinsam mit ihrer Mutter in Geseke ein Labor leitete, hat sie sich von der ersten Minute an der neuen Aufgabe mit voller Hingabe gewidmet. Aufgrund ihrer unternehmerischen Gabe, gepaart mit einer über alles erhabenen Ver­bindlichkeit in ihrem ganzen Tun und im Umgang vor allem mit den Geschäftspartnern von DENTAGEN, ist es ihr innerhalb kurzer Zeit gelungen, diese von der Idee der Genossenschaft zu überzeugen und mit diesen gemeinsam neue zukunftsträchtige Geschäftsfelder zu entwickeln, die der DENTAGEN einen bis heute währenden geschäftlichen Erfolg sichern.

Hilfreich war dabei sicherlich auch ihr sportlicher Erfolg als Triathletin, der stets Durchhaltevermögen erforderte und Bewunderung mit sich brachte. Selbst in den pandemischen Zeiten ruhte Karin Schulz nicht, sondern entwickelte gemeinsam mit ihrem Vorstandskollegen Claus-Hinrich Beckmann sowie den Mitarbeitern von DENTAGEN den Online – Marktplatz für zahntechnische Labore, der sich inzwischen in der dentalen Welt einer großen Nachfrage erfreut. Nicht zu vergessen ist schließlich auch ihr ungeheuerlicher Einsatz im Zuge der Planung und Durchführung unseres Neubaus der Geschäftsstelle in Waltrop, die ein schönes und in jeder Hinsicht funktionales Gebäude hervor­gebracht hat.

Liebe Karin, mit Respekt und Anerkennung möchte ich mich bei Dir im Namen des gesamten ehemaligen und derzeitigen Aufsichtsrates für Deine erfolgreiche Tätigkeit als Vorstandsvorsitzende der DENTAGEN von ganzem Herzen bedanken und Dir für den anstehenden Ruhestand alles Liebe und Gute wünschen. Zugleich darf ich Dir und Ihnen, meine Damen und Herren, versichern, dass wir gemeinsam mit dem Vorstand in seiner zukünftig neuen Besetzung alles daran setzen werden, DENTAGEN als verlässlichen Partner seiner Mitglieder und Kooperationspartner, getreu unserem Motto „wer kooperiert, der profitiert“, erfolgreich weiter zu entwickeln.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Aufsichtsratsvorsitzender
Constantin Vernekohl

Das E-Rezept per Gesundheitskarte soll Mitte 2023 kommen

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Verordnungen auf Papier weiterhin möglich – kaum Akzeptanz für Ausdruck des Codes oder E-Rezept-App

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Das Einlösen von elektronischen Rezepten per elektronischer Gesundheitskarte soll laut Gematik ab Mitte des Jahres möglich sein. „Damit dürfte die Akzeptanz des eRezeptes deutlich steigen, und der stufenweise Rollout kann fortgeführt werden“, so Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
 
Bis auf weiteres können Arzneimittel auf dem rosafarbenen Papierrezept verordnet werden. Wann der bundesweite Rollout des E-Rezepts fortgesetzt werden kann, steht noch nicht fest. „Es wird auf jeden Fall nicht so sein, dass alle Arztpraxen gleichzeitig ab einem bestimmten Stichtag nur noch E-Rezepte ausstellen dürfen“, erläuterte Kriedel. Die KBV habe erreicht, dass die Gesellschafterversammlung der Gematik einer stufenweisen Einführung zugestimmt hat. Zugleich wurden „Erfolgskriterien“ festgelegt. So müssen in den Testregionen mindestens 25 Prozent der Rezepte elektronisch ausgestellt worden seien, um den Rollout auf weitere Regionen auszuweiten.

KVen und KZVen haben ihr Engagement in Testregionen gestoppt

Die bundesweite Einführung des E-Rezepts hatte im September vorigen Jahres in Arzt- und Zahnarztpraxen in Westfalen-Lippe begonnen. In der zweiten Testregion Schleswig-Holstein war der Rollout bei den Ärzten direkt von der Kassenärztlichen Vereinigung nicht mehr unterstützt worden. Nachdem wegen Bedenken des Bundesdatenschutzbeauftragten die Option eGK zur Legitimierung für das Einlösen eines E-Rezepts gestoppt worden war, hatten sich auch die KV und die KZV Westfalen-Lippe aus dem Rollout zurückgezogen.

Das einzig verbliebene Verfahren über die E-Rezept-App der Gematik ist aufgrund technischer Voraussetzungen kaum verbreitet. Versicherte müssen vorher ein aufwendiges Identifizierungsverfahren durchlaufen und brauchen außerdem eine NFC-fähige elektronische Gesundheitskarte (eGK) und eine PIN von ihrer Krankenkasse. Dies stellt für viele Menschen eine Hürde dar und wird dementsprechend kaum genutzt.

Keine Akzeptanz für papiergebundenes eRezept

Demzufolge müssen Ärzte, die das eRezept nutzen und die Verordnungsdaten elektronisch übermitteln, ihren Patienten weiterhin einen Papierausdruck aushändigen. Mit dem darauf aufgedruckten QR-Code kann das Personal in der Apotheke die Verordnung vom Server abrufen.

„Der Papierausdruck des Rezeptcodes stieß bei vielen Ärzten und Patienten auf wenig Akzeptanz, was uns nicht überrascht hat“, sagte Kriedel und fügte hinzu: „Das Label ‚digital‘ allein reicht eben nicht aus, wenn weiterhin Papierausdrucke nötig sind.“ Digitale Anwendungen müssten für alle einfach nutzbar sein.

Gematik passt Spezifikationen auf eGK an

Dass Patienten auch mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte E-Rezepte in den Apotheken einlösen können, hatte die Gesellschafterversammlung der Gematik im August 2022 beschlossen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hatte allerdings gegen das eGK-Verfahren Einwände geltend gemacht. Die Gematik passt nun die Spezifikation des E-Rezepts an, sodass die Gesundheitskarte zum Einlösen von Medikamenten datenschutzkonform eingesetzt werden kann. Dies soll frühestens ab Mitte des Jahres möglich sein.

Jede Praxis kann jetzt schon testen

Vertragsärztinnen und Vertragsärzte, die technisch und organisatorisch in der Lage sind, können aber schon jetzt E-Rezepte ausstellen. So laufen die im September begonnenen Tests in rund 250 Arztpraxen in Westfalen-Lippe weiter. Interessierte Vertragsarztpraxen sollten sich eng mit ihrem Softwareanbieter abstimmen. Vonseiten der Ärzte- und Zahnärzteschaft wird das Hin und Her beim E-Rezept bereits seit langem immer wieder kritisiert. So bezog zuletzt die Verteterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung dazu Stellung und forderte in einem Beschluss, den Rollout zu stoppen, bis eine sichere und auch massentaugliche Lösung zum Einlösen der Rezepte verfügbar ist.

CompuGroup bietet in Arzt-PVS Lösung mit Clickdoc

Die CompuGroup Medical hat Anfang Januar 2023 angekündigt, in ihrer digitalen Anwendung Clickdoc jetzt auch eine einfache Lösung zur Übermittlung elektronischer Rezepte anzubieten. Über die digitale Kommunikationsplattform werden bereits seit Jahren digitale Lösungen für Online-Terminbuchungen, Terminerinnerungen und Videosprechstunden angeboten. „Ab sofort erleichtert Clickdoc die Übermittlung und das Einlösen von E-Rezepten. Mit dem CLICKDOC E-REZEPT können Ärzte den Zugriff auf elektronische Rezepte (E-Rezepte) zukünftig sicher, einfach und kostenfrei direkt aus der Praxissoftware übermitteln. Patienten werden per SMS oder E-Mail über das E-Rezept informiert und können digital mit dem Smartphone oder per Computer auf das E-Rezept zugreifen“, heißt es.

„CLICKDOC E-REZEPT“ sei auf dem Smartphone immer zur Hand und ermöglicht ein einfaches barrierefreies Einlösen. „Dafür ist weder eine App noch eine Registrierung notwendig. Der Patient kann das E-Rezept ganz einfach in der Apotheke vor Ort durch Vorzeigen des E-Rezept-Codes oder auch online einlösen. Die verordneten Medikamente können je nach Angebot der Apotheke auch zur Abholung reserviert oder direkt nach Hause geliefert werden. Zusätzlich ist die Bestellung von OTC-Präparaten, also frei verkäuflicher Apothekenprodukte, möglich“, so die Ankündigung des Koblenzer Unternehmens. Die Anwendung kann aktuell kostenfrei mit den Arzt-PVS CGM ALBIS, CGM M1 PRO, CGM MEDISTAR und CGM TURBOMED von CompuGroup Medical genutzt werden.

Quelle: www.quintessence-publishing.com/deu/de/news/praxis/telematikinfrastruktur/das-e-rezept-per-egk-soll-mitte-2023-kommen

Resturlaub kann rückwirkend eingefordert werden

Zu Jahresbeginn schmieden viele Arbeitnehmer neue Urlaubspläne – Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Leider gibt es dabei aber oft Ärger mit den Kollegen oder dem Chef. Um böse Überraschungen zu vermeiden, informiert Michaela Rassat, Juristin der Ergo Rechtsschutz Leistungs-GmbH, über die gesetzlichen Vorgaben für Arbeitnehmer und die Rechte, die sie bei Resturlaub haben.

Wie viel Urlaub bekommen Arbeitnehmer?

Zum Ausgleich des oft stressigen Joballtags haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf freie Tage. „Nach dem Bundesurlaubsgesetz stehen ihnen bei einer 5-Tage-Woche jährlich 20, bei einer 6-Tage-Woche 24 Urlaubstage zu“, erläutert Rassat. In Tarif- und Arbeitsverträgen können aber auch großzügigere Regelungen – häufig 30 Urlaubstage – festgelegt sein. Bei Teilzeitbeschäftigten und Minijobbern kommt es auf die Anzahl der Arbeitstage an: Ihr Anspruch verringert sich anteilig, je nachdem, wie viele Tage sie arbeiten. Übrigens: „Kommt bei der Berechnung eine Zahl mit Nachkommastelle heraus, müssen Arbeitgeber ab einem halben Urlaubstag aufrunden“, so die Juristin. Bei Kurzarbeit „Null“ oder Elternzeit dürfen sie den Urlaubsanspruch kürzen.

Muss der Chef den Urlaub genehmigen?

Wer Urlaub beantragt, muss diesen genehmigt bekommen, solange keine dringenden betrieblichen Gründe dagegensprechen. „Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich die Auftragslage überraschend erhöht oder viele Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfallen“, informiert Rassat. Neue Mitarbeiter, die sich noch in der Probezeit befinden, erwerben mit jedem Monat einen Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs, erst nach sechs Monaten dürfen sie dann den vollen Urlaub beantragen. Ist der Urlaub einmal genehmigt, kann der Arbeitgeber ihn nur in einem echten Notfall zurücknehmen, zum Beispiel, wenn bei Abwesenheit des Mitarbeiters der Betrieb nicht mehr weiterlaufen könnte. „Wer seinen Urlaub ohne Genehmigung vom Chef einfach antritt, dem droht eine fristlose Kündigung“, ergänzt die Rechtsexpertin.

Wer kommt zuerst dran?

Doch welche Regelungen gelten, wenn mehrere Arbeitnehmer gleichzeitig freinehmen wollen? „Urlaub bekommt häufig derjenige, der ihn zuerst beantragt“, erklärt Rassat. Um Streitigkeiten zu vermeiden, empfiehlt die Ergo-Juristin, Urlaubswünsche vorab mit den Kollegen abzusprechen und eine faire Lösung für alle zu finden. Ist eine Einigung zwischen den Mitarbeitern nicht möglich, muss der Arbeitgeber nach sozialen Kriterien entscheiden, wer den Urlaub bekommt. Das bedeutet: „Wer zum Beispiel lange keinen Urlaub hatte oder aufgrund einer Krankheit besonders dringend Erholung benötigt, hat Vorrang“, weiß Rassat. Aber auch schulpflichtige Kinder oder die Frage, wer in den vergangenen Jahren zu welchem Zeitpunkt frei hatte, können eine Rolle spielen.

Resturlaub: Aktuelles Urteil stärkt Rechte von Arbeitnehmern

Manche Arbeitnehmer haben ihren Urlaub nicht aufgebraucht und starten daher mit Resturlaub ins neue Jahr „Hier hat sich die Rechtslage zugunsten der Arbeitnehmer geändert. Der Urlaubsanspruch aus dem alten Jahr verfällt nun nicht mehr automatisch“, informiert die Rechtsexpertin. „Laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 20. Dezember 2022 müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten rechtzeitig dazu auffordern, den Resturlaub zu nehmen und sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass er sonst verfällt. Tun sie das nicht, bleibt der Urlaubsanspruch unbegrenzt bestehen.“ Arbeitnehmer haben nun sogar die Möglichkeit, Urlaubsansprüche aus vergangenen Jahren rückwirkend geltend zu machen, wenn sie ihr jetziger oder ehemaliger Arbeitgeber nicht auf das drohende Verfallen des Urlaubs hingewiesen hat.

Dürfen sich Arbeitnehmer Urlaub auszahlen lassen?

Auch wenn es für einige Mitarbeiter verlockend ist, das Gehalt durch eine Auszahlung der Urlaubstage aufzubessern, ist das rechtlich nicht möglich. Denn die ausreichende Erholung des Arbeitnehmers ist dadurch nicht mehr gewährleistet. „Bei einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann es allerdings vorkommen, dass der Mitarbeiter seinen Resturlaub nicht mehr antreten kann. Unter diesen Umständen kann eine Abgeltung der restlichen Urlaubstage möglich sein“, informiert Rassat.

Quelle: dzw.de/resturlaub-kann-rueckwirkend-eingefordert-werden?

PCO: Knochen-Biomarker deuten auf Parodontitis-Risiko

DGP – Das Polyzystische Ovarien Syndrom (PCOS) und chronische Parodontitis (CP) sind beides entzündliche Krankheiten, die teilweise auch gemeinsam auftreten. Erhöhte Entzündungswerte können sich zudem auf die Knochengesundheit auswirken, weshalb in dieser Studie der Zusammenhang zwischen Biomarkern der Knochengesundheit und chronischer Parodontitis in PCOS-Patientinnen analysiert wurde.

Das Polyzystisch Ovarien Syndrom (PCOS) verursacht unter anderem einen erhöhten Entzündungswert, genau wie die chronische Parodontitis (CP), eine wiederkehrende Entzündung des Zahnfleischs. Treten dies Krankheiten zusammen auf, kann es durch den erhöhten Entzündungswert auch zu einem erhöhten Knochenumsatz und verringerter Knochendichte kommen. Den bisher unbekannten Zusammenhang untersuchten die Autoren dieser Studie.

Patientinnen mit PCOS, PCOS und CP sowie nur CP wurden mit gesunden Frauen verglichen

Je 40 Patientinnen mit PCOS, mit CP, mit PCOS und CP sowie 20 gesunde Patientinnen zwischen 18 und 30 Jahren wurden untersucht. Dabei wurden sie auf Parodontitis untersucht, zusätzlich wurde der Knochenumsatz (CTX), die Mineralisierung der Knochen (ALP), die Knochenmineraldichte (BMD) und Vitamin D als Maß für die Knochenstabilität gemessen.

Patientinnen mit PCOS und CP hatten schlechtere Knochenqualität

Eine niedrige Knochenmineraldichte (BMD = 0,89 +/- 0,11 g/cm2), ein erhöhter Knochenumsatz (CTX = 2,76 +/- 4,64 ng/ml) verringerte Mineralisierung des Knochens (APL = 11,09 +/- 6,86 ng/ml) und erhöhte Vitamin D-Werte 289,01 +/- 168,28 nmol/l) sowie ein schlechter Zustand des Zahnfleischs waren bei Patientinnen mit PCOS und CP zu beobachten. Die Knochenmineraldichte in Oberschenkelknochen (12,7 %) und Wirbelsäule (21 %) stand in allen Gruppen mit den übrigen Parametern in Zusammenhang.

Erhöhte Entzündungswerte durch Parodontitis erhöhte den Knochenumsatz und verringerte die Mineralisierung und die Mineraldichte der Knochen bei Frauen mit PCOS. Frauen mit PCOS auf Zahnfleischentzündungen zu untersuchen und umgekehrt, könnte demnach einen Einfluss auf die Gesundheit der Knochen und deren erfolgreiche Behandlung haben.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal / HealthCom

Welche gesetzlichen Kassen bezuschussen die professionelle Zahnreinigung?

Welche gesetzlichen Krankenkassen be-teiligen sich an den Kosten einer professionellen Zahnreinigung (PZR) – oder übernehmen diese unter Umständen sogar vollständig? Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat heute die Er-gebnisse ihrer jährlichen Umfrage zu entsprechenden Leistungen der Kostenträger veröffentlicht.

Dabei kam heraus: Viele Kassen gewähren teilweise erhebliche Zuschüsse pro Jahr oder Termin in der Praxis und unterstützen damit Versicherte bei der wichtigen Zahn- und Mundhygiene. Ein Großteil der Krankenkassen gewährt einen Zuschuss unabhängig davon, in welcher Zahnarztpraxis die PZR durchgeführt wird. In solchen Fällen können Patientinnen und Patienten in der Praxis ihrer Wahl die bezuschusste Leistung in Anspruch nehmen.

Einige Angebote von Kassen basieren allerdings auf sogenannten Selektivverträgen: In diesen Fällen erhalten Versicherte den Zuschuss nur dann, wenn ihre Zahnärztin oder ihr Zahnarzt mit der Kasse einen entsprechenden Vertrag geschlossen hat. Falls nicht, müssen Patienten für die Bezuschussung eine von der Krankenkasse vorgegebene Praxis aufsuchen oder auf den Zuschuss verzichten. Solche Einschränkungen der freien Zahnarztwahl bewertet die KZBV kritisch.

Die aktuellen Ergebnisse der KZBV-Umfrage zur PZR können kostenlos abgerufen werden. Praxen erhalten die Informationen zudem in Kürze als tabellarische Übersicht in Ausgabe 22 der „Zahnärztlichen Mitteilungen“, die am 1. Dezember 2022 erscheint.

An der Erhebung haben sich erneut zahlreiche Kassen beteiligt und standardisierte Fragen zu ihren PZR-Leistungen beantwortet. Gefragt wurde etwa, ob der Kassenzuschuss die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Zahnärzte deckt.

Die PZR ist eine Intensivreinigung der Zähne mit dem Ziel, möglichst alle Beläge auf den Zahnoberflächen und insbesondere der Zahnzwischenräume zu entfernen. Zudem können Verfärbungen auf Zahnoberflächen beseitigt werden, die etwa durch Tee, Kaffee oder Nikotin entstehen. Die Behandlung wird mithilfe verschiedener Spezialinstrumenten und Geräten wie zum Beispiel Ultraschall durchgeführt.

Mit einer fluoridhaltigen Paste werden anschließend die Zähne poliert sowie überstehende Kronen- sowie Füllungsränder geglättet. Zuletzt werden Gele oder Lacke mit Fluorid auf die Zähne aufgetragen. Das härtet den Zahnschmelz.

So kann Karies effektiv vorgebeugt und zugleich das Aussehen der Zähne verbessert werden. Die Bakterienreduktion ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung der Volkskrankheit Parodontitis, der chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats.

Durch gewöhnliches Zähneputzen zuhause werden nicht alle Zahnflächen erreicht. Aber auch auf Flächen, die bei der täglichen Zahnpflege nur schwer erreicht werden, bilden sich bakterielle Beläge. Daher ist die PZR grundsätzlich für jede Patientin und jeden Patienten als Präventionsleistung empfehlenswert.

Besonders profitieren Patienten mit Zahnersatz, festsitzenden Spangen oder mit Entzündungen des Zahnfleischs. Aber insbesondere auch ältere Menschen oder Patienten mit körperlichen Einschränkungen, deren manuelle Fertigkeiten bei der Mundhygiene eventuell eingeschränkt sind, haben von einer PZR Vorteile. Diese unterstützt die tägliche Zahnreinigung, ersetzt diese aber nicht.

Für Patienten, bei denen eine Parodontitis bereits behandelt wurde, ist die regelmäßige professionelle Entfernung der Zahnbeläge eine wichtige Maßnahme, um den Behandlungserfolg zu sichern.

Frequenz, Kosten, Beratung

Wie oft eine PZR durchgeführt werden sollte, hängt vom individuellen Risiko der Patientin oder des Patienten ab. Gibt es bereits Entzündungen am Zahnfleisch? Tritt häufiger Karies auf?

Wie massiv sind Zahnbeläge? Meist reicht eine PZR zweimal pro Jahr aus. Wie oft eine PZR sinnvoll ist, empfiehlt die behandelnde Zahnärztin oder der behandelnde Zahnarzt im konkreten Fall.

Auch Fragen und Tipps zur Mundhygiene sind Pflichtprogramm bei einer PZR. Alles was für Patienten individuell wichtig ist, wird in der Praxis besprochen. Die Behandlung sorgt also nicht nur für ein strahlendes Lächeln.

Sie ist vielmehr elementarer Bestandteil eines präventionsorientierten Gesamtkonzepts zur Vermeidung und Therapie von Karies und Parodontitis. Die PZR ist keine regelhafte Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Kosten einer PZR hängen vor allem vom Aufwand und der Zahl der Zähne ab, die gereinigt werden müssen. In der Regel dauert die Behandlung etwa 45 Minuten, manchmal aber auch 60 Minuten und länger.


Herkunft: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)

Quelle: www.zmk-aktuell.de/marktplatz/gesellschaftenverbaende/story/welche-gesetzlichen-kassen-bezuschussen-die-professionelle-zahnreinigung