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DENTAGEN gründet eine Laborgruppe …

Während der DENTAGEN-Generalversamm­lung Ende Juni in Rösrath hat Vorstandsvor­sitzende Karin Schulz die Erweiterung des bisherigen DENTAGEN-Geschäftsmodells um den Geschäftszweig „Laborgruppe“ bekannt gegeben. Warum wurde diese Entscheidung getroffen?

Zwei durchgreifende und eng miteinander verknüpfte Entwicklungen bzw. Veränderun­gen sowohl im Geschäftsfeld von DENTAGEN als auch in den Geschäftsfeldern der Dental­labore haben diese Entschei­dung geprägt und vorangetrieben.

Auf Seiten von DENTAGEN wurde in den letzten drei bis vier Jahren eine Stag­nation bei der Mitglie­derentwicklung verzeichnet. Es konnten zwar pro Jahr viele neue Mitglieds­betriebe gewonnen werden, durch einen Verlust von Mitglie­dern in ungefähr gleicher Höhe wurde jedoch kein Wachstum erzielt. Im Jahr 2015 lag die Anzahl der Austritte oberhalb der Bei­tritte – wenn auch nur um einen Austritt. Zum Jahresende 2016 lag dieser Saldo dann bereits bei minus fünf Mitgliedern.

Die Gründe für die Mitgliedsverluste liegen jedoch nicht etwa in einer Unzufriedenheit mit DENTAGEN begründet, sondern sind gekennzeichnet durch Betriebsschließungen aus Altersgründen oder den Laborverkauf an Laborketten.

Die strukturellen Veränderungen am Dental­markt verstärken diese aufgezeigte Entwick­lung. Das schnelle Wachstum von Labor­ketten, der Wegfall von Betrieben, die keine Nachfolge­regelung auf den Weg bringen konnten, sowie das veränderte Einkaufs­verhalten sowohl bei den Praxen als auch bei den Laboren, hat Auswirkungen auf das Geschäftsfeld von DENTAGEN. Auch der stetig wachsende Einsatz digitaler Techno­logien mit einem geringeren Materialbedarf für die Herstellung von Zahnersatz hat zum veränderten Kaufverhalten am Dentalmarkt beigetragen.

Industrie und Handel sehen sich ähnlichen Veränderungen ausgesetzt und der stetig wachsende Online-Handel verstärkt den Preiskampf unter den Anbietern.

Für DENTAGEN wird es zunehmend schwerer, sich aus Boni und Provisionen zu finanzieren. DENTAGEN hat diese Entwicklung seit einiger Zeit beobachtet und verschiedene Kooperationspartner auch außerhalb des Dentalmarktes in sein Portfolio aufgenommen. Durch Kooperationen, wie z.­B. mit Esso, Aral und UPS, konnte DENTAGEN diese Negativentwicklungen bis jetzt kompensieren.

Auf Seiten der Dentallabore ist seit Jahren ein Nachwuchsmangel bei der kommenden Zahntechnikergeneration zu erkennen. Die starken Veränderungsprozesse im Kunden­verhalten, stetig wachsende Ansprüche auf Patientenseite sowie der Konkurrenzdruck durch Auslandszahnersatz, Zentralisierungs­pro­zesse und ein Anschwellen der bürokra­ti­schen Erfordernisse stellen immer höhere Anforderungen an die Unternehmen.

Hieraus folgt für viele Betriebe ein Nachfol­geproblem. Die Selbstständigkeit als Handwerksmeister im Dentalbereich wird von der jungen Generation nicht als Traum­beruf angesehen. Vielmehr wird eine verantwortungsvolle Position innerhalb eines Betrie­bes angestrebt mit der Gewissheit, dass sich die Veran­t­wortung für den Erfolg und die Ent­wicklung des Betriebes und des Labor­teams auf mehrere Schultern verteilt.

Als Folge bleiben für über Jahre gut geführte Betriebe engagierte Käufer einer nachfolgenden Generation aus. Der Betrieb als Alters­versorgung für die Inhaber ist nach einem engagierten Arbeitsleben nicht mehr selbstverständlich.

Bemerkenswert ist vor diesem Hintergrund, dass dennoch eine starke Attraktivität vom Dentalmarkt, speziell vom Laborsektor, ausgeht. Investorengruppen aus dem In- und Ausland sowie Inhaber bestehender Labor­ketten reisen durch die Lande und signalisieren Kaufbereitschaft.

Die aktuelle Niedrigzinsphase am Kapital­markt sowie der Negativzins für gespartes Kapital lassen die Investitionsbereitschaft dieser Käufergruppen steigen. Ob es dabei um die nachhaltige Entwicklung der erworbenen Betriebe und die Sicherung der existierenden Arbeitsplätze geht oder nur um den Erwerb von Marktanteilen zur Umsatz­steigerung, um in den Fokus von weiteren, größeren Investorengruppen zu gelangen, bleibt abzuwarten.

Durch das aufmerksame Beobachten und Reflektieren der Veränderungsprozesse am Dentalmarkt hinsichtlich Einkaufsverhalten, Konkurrenzdruck, Strukturwandel (Zentra­lisierungsprozesse), verändertem Kunden­ver­halten, gestiegenen Patientenerwar­tun­gen, schnell voranschreitender Digitali­sierung und ausbleibendem Nachwuchs, hat DENTAGEN die Thematik „Nachfolgerege­lung“ als bewegendes und wichtiges Thema der Mitglieds­betriebe und der Ergänzung des eigenen Geschäftsfeldes erkannt.

Angebotene Informationsveranstaltungen zu diesem Thema sind schnell und restlos ausgebucht und belegen die Notwendigkeit der Aufarbeitung. Fragen zur Herangehensweise, dem richtigen Zeitpunkt oder dem zu ermittelnden Unternehmenswert waren nur einige von vielen Themen, die den Teilnehmern unter den Nägeln brannten.

Die Gründung der „DENTAGEN-Laborgruppe“ soll den neuen Anforderungen Rechnung tragen und DENTAGEN wird den Mitgliedsbe­trieben auch hier zuverlässig und partnerschaftlich zur Seite stehen. Zur Umsetzung des neuen Geschäftsfeldes und Etablierung der notwendigen Strategien und Dienst­leistungen hat DENTAGEN sich auch personell breiter aufgestellt.

Mit Dirk Ahlmann (ZTM, MSc., Betriebswirt des Handwerks) hat DENTAGEN einen erfahrenen und routinierten Spezialisten gewinnen können. Durch die enge Zusammenar­beit mit dem DENTAGEN-Vorstand und -Aufsichtsrat sowie mit dem Experten Hans-Gerd Hebinck (Dipl. -Betriebswirt, FH) wird eine erfolgreiche Implementierung des neuen Geschäftsfeldes und bestmöglicher Support und Beratung der Genossenschafts­betriebe sichergestellt.

In der ersten Phase ist zunächst der Erwerb von Betrieben geplant, die Probleme bei der Nachfolge haben und sich mit Verkaufs­absichten tragen. Auch Betrieben, die erst spät eine konkrete Vorstellung über die Komplexität des Vorhabens erhalten und das Thema bewusst angehen, kann DENTAGEN hier mit Rat und Tat sowie mit den notwendigen Tools für die individuelle Situation zur Seite stehen.

Bild: © stockpics / fotolia

Ein wichtiger Schritt ist in diesem Zusam­menhang die Ermittlung des Unternehmens­wertes, der sich aus einer Gewinnprognose und einer Risikobewertung zusammensetzt. Das von der DENTAGEN-Laborgruppe angewendete Ertragswertverfahren zur Ermitt­lung des Unternehmenswertes orientiert sich am anerkannten AWH-Standard des Handwerks und ist um die individuellen und spezifischen Erfordernisse der Dental­branche angepasst.

Das Ergebnis dieses Verfahrens ist der zukünftig zu erwartende Gewinn des Betriebes, aus dem sich der Unternehmenswert ermitteln lässt. Durch das angepasste Ertrags­wertverfahren ist sichergestellt, dass die Bewertungsmaß­stäbe für alle Betriebe gleich sind.

Ziel ist es, die hinzuge­wonnenen Betriebe wirtschaftlich effizient zu leiten und unter Erhaltung der Arbeitsplätze zukunfts­sicher zu entwickeln und regional zu stärken.

Bedingt durch eine Strukturierung der Pro­zesse in dem jeweiligen Dentallabor durch die DENTAGEN-Laborgruppe sollen die regionale Präsenz des Labors und der intensive Ausbau der Kundenkontakte ermöglicht werden. Notwendige bürokratische und formelle Anforderungen werden durch die DENTAGEN-Laborgruppe erfüllt. Ebenso sollen – angepasst an regionale Notwendigkeiten sowie Kunden- und Patientenwünsche – neue Produkte entwickelt und eingeführt werden.

Die dazu unerlässliche Marketing- und Vertriebsunterstützung wird ebenfalls von der DENTAGEN-Laborgruppe nachhaltig sichergestellt. Durch diese Maßnahmen können sich die verantwortlichen Mitarbeiter vor Ort voll und ganz auf ihr eigentliches Kern­geschäft, die Erstellung von Zahnersatz mit bestmöglichem Erfolg für Patient und zahnärztlichen Kunden, fokussieren.

Nach erfolgreicher Integration erster Betrie­be in die DENTAGEN-Laborgruppe werden zu einem späteren Zeitpunkt aus den gewonnen Erkenntnissen weitere Dienstleistungs­angebote und mögliche Franchisekonzepte entwickelt.

DENTAGEN Wirtschaftsverbund eG
Landabsatz 10
45731 Waltrop
Tel.: 02309 784700
Fax: 02309 7847015
dentagen@dentagen.de

Quelle: DENTAGEN Info 2017/03

 

Top-Innovator 2017

Eisenach Dental Technik


Bild: ZTM Dirk Eisenach (r.) nahm gemeinsam mit seiner Frau, ZTM Frauke Eisenach (2. v.r.), und  Sohn Sören (l.), der zur Zeit ein Triales Studium im Bereich Zahntechnik absolviert, die Auszeichnung Top-Innovator 2017 für die Eisenach Dental-Technik aus den Händen von Top 100-Mentor Ranga Yogeshwar entgegen.

Nicht im letzten Wagen zu sitzen, sondern vorn auf der Lokomotive das Ziel fest im Blick zu haben – nach dieser Philosophie verfährt Dirk Eisenach. Der Zahntechniker­meister ist Inhaber des DENTAGEN-Mit­glieds­labors Eisenach Dental-Technik mit 28 Beschäftigten in Remscheid. Dort testet er regelmäßig neue Techno­logien und setzt lntraoral-Scans aus der Zahnarztpraxis per CAD/CAM eins zu eins in Zahnersatz um. Nun hat er ein neues Verfahren entwickelt, um implantat­getragenen Zahner­satz, der eine Fehl­passung aufweist, kostengünstig einzupassen. „Was nicht passt, wird passend gemacht!“

Wer sich in Deutschland beim Zahn­ersatz von den ausländischen Billiganbietern abheben will, muss auf der Höhe der Zeit sein. Deshalb ist Dirk Eisenach immer wie­der Technologie-Vorreiter und setzt testweise Prototypen der Industrie in seinem Labor ein. So war er auch einer der Ersten, der mit ,,Zirlux“ gearbeitet hat – einem besonders haltbaren vollkeramischen Gerüstmaterial, das ähnliche Eigenschaften hat wie die Hitzeschildkacheln der Space-Shuttles. Mittlerweise stellt er etwa 30 % des Zahn­ersatzes daraus her.

Eisenach Dental-Technik ist bestens auf den digitalen Workflow eingestellt und bei der CAD/CAM-Fertigung von Zahnersatz gehört das Labor zu den Innovationsführern: In gleich zwei Maschinen können Scandaten aus den Praxen der zahnärztlichen Kunden über ein Datenportal direkt eingespeist werden. ,,3Shape, der Marktführer in Sachen Scantechnologie, hat sogar ein Video gedreht, das uns als Referenzkunden vorstellt“, erzählt Dirk Eisenach, der im Schnitt 20 % seines Umsatzes in innovative Techno­logien und Verfahren investiert. Zu Beginn seiner Laufbahn war er einer der jüngsten Zahntech­nikermeister in Nordrhein-West­falen, 2017 feiert er bereits sein 30-jäh­riges Betriebsjubiläum.

„Wenn man etwas macht,muss man alles geben und mit Leib und Seele dabei sein – sonst wird es nichts.“

ZTM Dirk Eisenach

Kurz vor dem Jubiläum hat Dirk Eisenach ein vollkommen neues Ver­fahren entwickelt. Gerüste für implantatgetragenen Zahner­satz, die einen Überstand oder eine Fehl­stellung an einem Fuß aufweisen, können mit dieser Technik erstmals zu einem perfekten, span­nungsfreien Sitz geändert werden, ohne dass die gesamte Konstruktion neu angefertigt werden muss.

,,Bei diesem ,lmplant-People-Verfahren‘ kann man den fehlerhaften Fuß per CAD/CAM neu anfertigen und ihn dann mit der Gerüst­konstruktion absolut passend ver­lasern“, erklärt Dirk Eisenach. Dieses Ver­fahren kann seine Stärken auch bei der Reparatur von implantat­getragenem Zahnersatz ausspielen.

Für diese Entwicklung wurde die Eisenach Dental-Technik im Juni dieses Jahres vom Institut für Entre­preneurship und Innovation der Wirtschafts­universität Wien, unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Nikolaus Franke, nach 2006 bereits zum zweiten Mal in die Top 100 der innovativsten Unternehmen im Mittelstand gewählt und gilt nun als ein „Top-Innovator 2017“.

Es ist eine tolle Idee – und sicher nicht Dirk Eisenachs letzte. Denn 30 Jahre nach der Gründung seines Labors ist er innovativer denn je.

DENTAGEN beglückwünscht Eisenach Dental-Technik zum 30-jährigen Jubiläum sowie zur Auszeichnung als Top-Innovator 2017.

Quelle: DENTAGEN Info 2017/03

 

Mit eigenem Haushalt dreimal Steuern sparen

Jährlicher Steuerbonus von bis zu 5.710 Euro möglich

Aufwendungen für haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleis­tungen im eigenen Haushalt werden steuerlich besonders begünstigt. Im Rahmen der Höchstbeträge sind 20 % der Kosten direkt von der Steuer­schuld abziehbar, insgesamt können je Haushalt bis zu 5.710 Euro Steuern gespart werden.

Die jährliche Einkommensteuerermäßigung je Haushalt beträgt für

  • eine geringfügig beschäftigte Haushalts­hilfe (Mini-Jobber): max. 20 % der Auf­wendungen von bis zu 2.550 Euro, d. h. höchstens 510 Euro.
  • sozialversicherungspflichtig angestellte Haushaltshilfen, haushaltsnahe Dienst­leistungen sowie Pflege- und Betreuungs­leistungen: max. 20 % der Aufwendungen von bis zu 20.000 Euro, d. h. höchstens 4.000 Euro.
  • Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaß­nahmen: max. 20 % der Aufwendungen von bis zu 6.000 Euro, d. h. höchstens 1.200 Euro.

Gefördert werden haushaltsnahe Beschäf­tigungsverhältnisse und Dienstleistungen sowie Handwerkerleistungen.

  • Haushaltsnahe Beschäftigungsver­hältnisse
    Hierunter fallen sämtliche Kosten (Löhne, Sozialversicherungsbeiträge und ggf. pauschale Lohnsteuer), die im Zusam­menhang mit dem Minijob oder einem sozialversicherungspflichtigen Beschäf­tigungsverhältnis stehen, z. B. für eine Haushaltshilfe oder auch einen Hausmeister/Hauswart.

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
    Hierunter fallen die Arbeitskosten, die für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienst-, Pflege- und Betreuungsleis­tungen anfallen, z.­ B. die auf Rechnung arbeitende Reinigungskraft, der Gärtner, aber auch Kosten für die dauerhafte Pflege zu Hause oder in einem Pflege­heim.
  • Handwerkerleistungen
    Hierunter fallen die Arbeitskosten für Handwerkerleistungen, die im eigenen Haushalt ausgeführt werden. Für Mate­rialkosten gibt es keine Steuerermäßi­gung. Begünstigt sind nicht nur Schön­heitsreparaturen, sondern auch Renovierungs-, Erhaltungs- und Moder­nisierungsmaßnahmen, jedoch keine Neubauten.

Achtung: Barzahlungen werden nicht begünstigt

Die Dienst- oder Handwerkerleistung, wie Fenster putzen, Wäsche waschen, Teppich reinigen, Rasen mähen, Wohnung renovieren oder Steckdose reparieren, muss im Haus­halt des Steuerzahlers erbracht werden. Außerdem muss der Steuerpflichtige eine Rechnung erhalten und die Zahlung auf das Konto des Leistenden erbringen. Bei Barzahlung gibt es keinen Steuerbonus.

Entscheidend ist der Zahlungszeitpunkt. Höhere Rechnungsbeträge am Jahresende sollten daher gegebenenfalls auf zwei Jahre verteilt werden. Bei getrennter Veranlagung wird Ehepartnern die Steuerersparnis je zur Hälfte zugerechnet. Dies gilt auch für Allein­stehende mit gemeinsamem Haushalt. Eheleute und Alleinstehende können für ihren gemeinsamen Haushalt aber auch eine andere Aufteilung beantragen.

Begünstigt sind Mieter, Eigentümer und Eigen­tümergemeinschaften

Aufwendungen für Dienst- und Handwer­kerleistungen, die in einer selbst genutzten Wohnung ausgeführt werden sind selbst dann begünstigt, wenn die Auftragsvergabe über einen Hausverwalter erfolgt, z. B. Pflege der Vorgärten, Reinigung und Reno­vierung des Treppenhauses sowie die Heizungswartung. Bei Eigentümergemein­schaften sind auch Arbeiten am Gemein­schaftseigentum begünstigt. Mieter und Wohnungseigentümer sollten daher darauf achten, dass die steuerbegünstigten Dienst­leistungen und Handwerkerarbeiten in der Jahresabrechnung gesondert aufgeführt sind und auch der einzelne Miteigentumsanteil bescheinigt wird.

Dipl.-Kfm. Christian Johannes, Steuerberater
ETL ADVISA Johannes & Kollegen GmbH
Steuerberatungsgesellschaft
Kaiser-Wilhelm-Ring 3-5
50672 Köln
Tel.: 0221 9410198-0
Fax: 0221 9410198-19
christian.johannes@etl.de


Quelle: DENTAGEN Info 2017/03

DENTAGEN baut im Zechenpark

und die Lebenshilfe e.V. zieht mit ein


Wer schon einmal die DENTAGEN-Geschäfts­stelle gesehen hat, weiß, in welch tollem Ambiente hier gearbeitet wird. Diese Räum­lich­keiten sind allerdings nur angemietet und der Mietvertrag endet am 30. Juni 2018.

In einer Aufsichtsrats- und Vorstandssitzung Ende vergangenen Jahres wurden eventuelle Alternativen diskutiert. DENTAGEN-Auf­sichtsrat und -Vorstand sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Neubau die richtige Lösung ist, da es in Waltrop und Umgebung keine adäquaten Mietflächen gibt und die Zinsen derzeit sehr niedrig sind.

Seitens der Stadt Waltrop wurde DENTAGEN auf dem Zechen­gelände ein attraktives Grundstück angeboten, das nur rund 200 m vom jetzigen Standort entfernt liegt. Da das Grundstück für den Raumbedarf der Geschäftstelle zu groß ist, hat sich DENTAGEN auf die Suche nach möglichen Mietern begeben und nach einigen Gesprächen die Lebenshilfe Castrop-Rauxel, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop e.V. als Mieter gefunden.

Die Lebenshilfe will ihre Verwaltung, die derzeit an verschiedenen Standorten in Waltrop arbeitet, zusammenlegen und dadurch effizienter werden. In den Gesprächen haben sich zudem mögliche Synergieeffekte ergeben. Der Mietvertrag wird langfristig mit einer Mietdauer von 10 Jahren angelegt.

Geplant wird gemäß den Richtlinien für das Zechengelände ein 3-stöckiges modernes Bürogebäude, welches sich gut an die bestehenden historischen Zechengebäude anpasst. Im Zechen­park wird damit eine Lücke zwischen der alten Maschinenhalle und dem Manufactum-Lagerdepot geschlossen und es entsteht ein öffentlicher Raum mit Markt­platz­charakter.

Auffällig an dem Gebäude werden neben der Außenfassade aus eloxiertem Aluminium die großflächigen Gebäudeöffnungen nach Osten, Süden und Westen sein. Hierdurch soll sich ein lichtdurchfluteter Innenhof mit atriumartigem Charakter ergeben.

Die Grundrissgestaltung der einzelnen Eta­gen ist wie folgt geplant: Das Erdgeschoss erfährt eine Dreiteilung. Neben dem Eingang wird es einen großzügigen Seminarbereich mit zwei Räumen geben. Zudem wird die Lebenshilfe ein Bistro betreiben. Angedacht ist, die Seminarräume auch für Tagungen und Feiern zu vermieten. Die Lebenshilfe kann dafür das Catering übernehmen. Die erste Etage wird die Verwaltung der Lebens­hilfe beherbergen. Das zweite Obergeschoss wird DENTAGEN beziehen.

Die Mitglieder der Genos­senschaft haben den Neubau­plänen zugestimmt. Damit bleibt DENTAGEN ein Unternehmen am Standort Waltrop. Bürgermeisterin Ni­cole Moenikes äußerte sich erfreut:

„Das ist eine wirklich gute Nachricht.“

Visualisierung: Schamp & Schmalöer, Architektur und Städtebau
Durch die Vermietung und die niedrigen Zinsen kann DENTAGEN die Belastungen gut stemmen. Die voraussichtlichen monatlichen Kosten liegen zudem nicht über den Kosten, die DENTAGEN sonst für Miete ausgeben müsste.

Auch die Lebenshilfe Castrop-Rauxel, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop e.V., die 1987 von Eltern mit Kindern mit geistiger Behinderung in Waltrop gegründet wurde, ist mit dem Stand der Entwicklung zufrieden. Als Gast einer Veranstaltung bei DENTAGEN zeigte sich Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Christoph Haßel-Puhl von den künftigen Möglichkeiten sehr angetan:

„Das ist für unsere Bedürfnisse ein wirklich idealer Standort in einer wirklich außergewöhnlichen Kulisse.“

Wieder zeigt sich:

Wer kooperiert, profitiert!


Quelle: DENTAGEN Info 2017/03