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Rauchen: Neue Langzeitfolgen sind erwiesen

Giacomo Antonello und sein Team am Eurac Research Institute for Biomedicine erforschen die Verbindung zwischen dem Rauchen von Zigaretten und dem oralen Mikrobiom. Diese, bei jedem Menschen einzigartige, bakterielle Gemeinschaft von winzigen Lebewesen, zeigen bei Rauchern eine besondere Entwicklung.

Für die CHRIS-Studie analysierte man Speichelproben von über 1.600 Teilnehmern. Raucher zeigten hier im Vergleich zu Nichtrauchern deutliche Unterschiede. Dies gilt insbesondere für die Bakterien, die Sauerstoff für ihren Stoffwechselprozess benötigen, diese nehmen in ihrer Anzahl bei steigendem Tabakkonsum ab. „Aerobe Bakterien“ können eine Rolle in verschiedenen biologischen Prozessen spielen und sind daher ein interessanter Aspekt in der Forschung zu verschieden Aspekten der Gesundheit.  So zeigt sich, dass die Veränderungen im oralen Mikrobiom durch Zigarettenkonsum zu einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten könnten.

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, erholt sich die aerobe Bakterienpopulation im Speichel nach und nach. Um auf den Stand eines Nichtrauchers zu kommen, benötigt es allerdings ca. fünf Jahre.

Die Forschung betont die Bedeutung des oralen Mikrobioms als eigenes Forschungsgebiet und hebt das Potenzial von Biomarkern hervor, die zur Krankheitsdiagnose genutzt werden könnten.

Es werden weitere Studien folgen, die womöglich mehr Einblick in genetische und soziale Einflüsse auf das orale Mikrobiom liefern bieten. Ziel ist es, die Erkenntnisse der Mundgesundheit immer weiter auszubauen.

Zur Studie

Herkunft: Scientific Reports

Quelle: zwp-online