Skip to main content

Was ändert sich im April?

Allgemein


Ab April 2026 gibt es mehr Geld im öffentlichen Dienst, strengere Regeln für Lachgas und eine USB-C-Pflicht für weitere Geräte. Was bedeuten diese Änderungen im neuen für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Mehr Geld verdienen im öffentlichen Dienst

Nach der Einigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern bekommen rund 925.000 Tarifbeschäftigte der Länder ab dem 1. April mehr Geld: Ihre Löhne steigen um 2,8 Prozent, aber mindestens um 100 Euro. Das gilt in 15 von 16 Bundesländern, da das Land Hessen getrennt verhandelt. Die nächste Erhöhung gibt es zum 1. März 2027.

Lungenkrebs-Früherkennung jährlich kostenlos

Ab dem 1. April haben starke Raucherinnen und Raucher Anspruch auf eine kostenlose jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs. Aktive und ehemalige Rauchende im Alter zwischen 50 und 75 Jahren können sich künftig alle 12 Monate mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) untersuchen lassen. Die Leistung wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Da Ärztinnen und Ärzte sowie Radiologinnen und Radiologen dafür eine besondere Fortbildung benötigen, letztere darüber hinaus eine Genehmigung, könnte es bis zu den ersten Terminen jedoch etwas länger dauern.

USB-C-Ladebuchse bei Laptops bald verpflichtend

Ab 28. April 2026 müssen in der EU angebotene Laptops verpflichtend einen USB-C-Ladeanschluss aufweisen. Für Kleingeräte wie Smartphones und Handys gilt das bereits seit Ende des Jahres 2024, für Laptops galt dagegen eine längere Übergangszeit. Auch Geräte, die eine höhere Leistung als die über USB-C möglichen 240 Watt benötigen, müssen den Anschluss zumindest als zusätzliche Buchse erhalten.

Lachgas-Verbot für Minderjährige zum Ende der Osterferien

Lachgas dürfen Minderjährige ab dem 12. April bundesweit nicht mehr erwerben oder besitzen. Generell verboten werden der Online-Handel mit Lachgas und der Verkauf an Automaten. Gerade für Minderjährige ist der Konsum von Lachgas mit hohen Gesundheitsrisiken verbunden – von Bewusstlosigkeit bis hin zu bleibenden Schäden des Nervensystems. Strikte Regeln kommen auch für die als K.-o.-Tropfen bekannten Chemikalien Gamma-Butyrolacton (GBL) und 1,4-Butandiol (BDO).

Neue Pyrotechnik-Regeln in der Schweiz nach Brandkatastrophe

In der Schweiz darf in öffentlich zugänglichen Räumen ab 1. April keine Pyrotechnik mehr gezündet werden. Darauf einigte sich ein Gremium der Baudirektorinnen und -direktoren aller 26 Kantone. Sie zogen damit erste Lehren aus der Brandkatastrophe von Crans-Montana, bei der 41 Menschen ums Leben kamen und Dutzende verletzt wurden. Dort war in der Silvesternacht durch eine funkensprühende Partyfontäne Schaumstoff an der Decke in Brand geraten.

Warnhinweise gegen Mogelpackungen in Österreich

Weniger Inhalt zum gleichen Preis – Konsumenten in Österreich werden ab 1. April mit Warnhinweisen über schrumpfende Packungsinhalte informiert. Händler müssen ihre Kunden 60 Tage lang darüber aufklären, wenn die Füllmenge eines Produkts bei gleichbleibender Packungsgröße gesunken ist, und wenn der Preis nicht entsprechend reduziert wurde. Bei Verstößen drohen Strafen bis zu 15.000 Euro. Auch in Deutschland wird über mehr Transparenz bei versteckten Preiserhöhungen diskutiert.

Quelle: dpa